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Die Naga und Ô Bearbeiten

Über das Wesen Ô und die Frage, ob es sich um eine Naga handelt wird in dem Buch "Tiere und Pflanzen Silurs" von Einak Bärengang erstmals berichtet. Den Streit um ihre korrekte Bezeichnung hat der Verfasser seinem Text vorangestellt.

„Ô hat einen menschlichen Kopf auf dem Unterleib einer Schlange und erfüllt so alle Anforderungen an eine Naga und muss darum Naga genannt werden“, bestimmt Magister Eleutherios Schlang lautstark. „Ô entspricht keiner einzigen der drei bekannten Nagarassen und auch nicht den Zerathim und kann also unmöglich eine sein“, streitet Magister Eren Marg nicht weniger vehement zurück.

Naga tauchen in drei unterschiedlichen Formen in verschiedenen Bestiarien auf. An deren Gültigkeit wird nicht gezweifelt. Nagas sind intelligente und magiebegabte schlangenartige Wesen mit menschlichen Köpfen, welche als einzelgängerische Räuber oder Sammler ein kleines Gebiet nutzen, in dem sie eine bevorzugt unterirdische Behausung bewohnen. Die drei von Magister Marg erwähnten Rassen sind die böse, schwarz und karminrot gestreifte Geisternaga, die gute, grün- und goldgeschuppte Wächternaga und die smaragdgrün- bis türkisfarbene, aquatisch lebende Wassernaga. Ihnen ähnlich, doch mit einem menschlichen Oberkörper auf einem Schlangenrumpf und ein ganzes Volk bildend gibt es die Zerathim auf Nykerien.

Ô wurde am Vulkan Bel- Arad oberhalb der Magierakademie „Sieg des Geistes über die Materie“ zu Belfalas auf Silur gefunden und unterscheidet sich deutlich von den drei genannten Nagarassen. Bei ihr endet ein menschlicher Rumpf mit menschlichem Kopf in einem Schlangenleib, welcher die Stelle der Beine einnimmt. So ähneln sie den Zerathim, weist jedoch nicht deren schlangenähnlichen Kopf und Gesicht auf. Auch ist ihr menschlicher Oberkörper nicht von echsischen Schuppen bedeckt. Die feinen und glatt anliegenden Schuppen ihres Rückens und ihrer Flanken sind purpurfarben, die größeren, schildförmigen Bauchschuppen rosa. Ô scheint also die einzige bekannte Vertreterin einer eigenen Rasse zu sein, die man vielleicht als die Ô ansprechen müsste.

Als solche könnte sie zwischen dem Jahr des Feuers und der Schließung des Tores im Bel- Arad aus der Innenwelt Myras gekommen sein. Vielleicht konnte sie von einem Sklavenschiff von Händlern aus Ataris fliehen. Möglicherweise ist sie aber auch das verbrecherische Produkt alchemistischer Experimente eines Magisters der Magierakademie, das Zufallsprodukt einer magischen Reaktion in der Dunklen Zisterne ebenda oder war in den Tiefen Myras verwahrt bis der Geist des Ortes sie freisetzte.

Selber kann sie keine Auskunft geben. Sie ist jung, noch nicht erwachsen und hat keine Erinnerungen an ein Leben vor dem Moment, als sie nach einer Häutung erwachte. Denn alle Weile häutet sie sich nach Art der Schlangen und verliert eigenartigerweise mit ihrer alten Haut auch viele Erinnerungen. Allerdings ist sie wissbegierig, eine begeisterte Leserin und Schülerin und lernt sehr schnell erneut, was sie vergessen hat und neues dazu. Dabei wächst sie langsam heran und ist in den zwanzig Jahren, in denen sie beobachtet wird, noch nicht ausgewachsen. Ob sie, wie die Naga und einige Zerathim Magie beherrscht ist unklar. Da sie unwillkürlich dazu neigt im Schlaf ihren Körper an den Adern Denas zu orientieren ist das zumindest denkbar.

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