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Unter dem Namen AbenteuerInAthanesia.pdf ...findet sich dort die ganze schriftliche Fassung aus MBM9.

ABENTEUER IN ATHANESIA - - Teil II -

Vorwort: Dies ist die Geschichte von etwa 25 Abenteurer/inne/n und vielen mehr oder weniger harmlosen Einwohner/inne/n in Atha­nesia. Der erste Teil erschien im MBM7, dazu ein Überblick über die Vorgeschichte. Wer Interesse hat, sich an diesem Geschich­tenprojekt zu beteiligen, melde sich bei Wolfgang G.Wettach, der hiermit viel Spaß beim Lesen wünscht.

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(£s war soweit - sie lag vor ihm, die Stadt seiner Wünsche, Wohlthat, in der er versuchen wollte, sein Glück zu machen. Frohen Mutes nahm Thorkin, Abenteurer und Magier, seine wenigen Habseligkeiten auf, packte seinen Kampfstab und steuerte-auf das Haupttor zu, durch das viele Menschen in die Stadt strömten. Alles war vertreten: Händler, Bauern, Bettler, Soldaten der Stadtwache, Soldaten:.des Heeres, Mitglieder des Heilerordens vom Grünen Kreuz, Amazonen aus Sandramoris und so weiter...

Als er sich so umsah, entdeckte er eine einzeln reisende Ama­zone, die ihm ausnehmend gut gefiel, und als er nach einiger Zeit versuchte, mit ihr ins Gespräch zu kommen, konnte er von der den Amazonen nachgesagten Männerfeindlichkeit nichts ver­spüren. So beschloß er, sich ihr für einige Zeit anzuschließen, da das Leben allein schon recht mühsam war, in solch unsicheren Zeiten. Wenn man dazu noch absolutes Neuland betrat, war es gut, nicht alleine zu sein. Vor allem eine Kämpferseele konnte er gut an seiner Seite brauchen, außerdem konnte sie so bezaubernd lächeln, wie er fand. Einfach himmlisch!

So zogen der Magier Thorkin und die Amazone, Hannah war ihr Name, in die Hauptstadt ein und beschlossen, sich ein wenig umzusehen. Dabei landeten sie irgendwann in der Rebengasse und da sie Durst hatten und da ein vielversprechendes Wirtshaus, der *Schlüssel zum Glück*, geradezu einladend vor ihnen stand, traten sie beide ein. Vor ihnen hatte eine größere Horde, mit ihnen auch ein Mitglied des Grünen Kreuzes, lärmend das gleiche Lokal betreten. Als die beiden in den Schankraum kamen, sahen sie diese Gruppe an einem größeren Tisch sitzen und laut nach dem Wirt rufen. Thorkin und Hannah stimmten einmütig überein, sich einen eigenen Tisch zu suchen, und ließen sich an einem Nebentisch nieder. Die Burschen am Nebentisch wurden bedient, und auch die beiden erhielten ihr Bier.

Nach einer Weile ging es am Nebentisch hoch her, und bald konnte Thorkin aus dem Gegröhle Beleidigungen entnehmen, die gegen das weibliche Geschlecht gerichtet waren. Bezogen sie sich au£ seine Begleiterin? Jedenfalls hatten diese Leute nichts besseres zu tun, als sich lauthals als "Weiber-Unter- drückungs-Front” auszurufen, abgekürzt "WUF", was sogleich ihr Schlachtruf war. Das ärgerte Amazone und Magier, und so nannten sie sich im Gegenzug "Männerunterdrückungsfront” (MUF) - nicht sehr einfallsreich, aber etwas besseres war _ihnen in dem Moment eben nicht gekommen. Die Rufe und Beleidigungen flogen eine Zeitlang hin und her, und in der Folge geriet Thorkins Beglei­terin in einen Streit mit einem grobschlächtigen Krieger - Thorkin empfand ihn als übles Großmaul, behielt dies aber aus gesundheitlichen Gründen für sich.

Ehe es sich der Krieger jedoch versah, knallte auch schon eine der Hände der Amazone auf seine Backe, Sei es ob der Verblüffung, daß eine Frau es wagte, ihn zu schlagen, oder ob der Tatsache, daß der Schlag sehr weh tat und sich alle fünf Finger auf seiner Backe abzeichneten - der Krieger machte keine Anstalten, die beiden am ruhigen Verlassen des Raumes zu hindern. Als die beiden draußen standen, überlegten sie, wohin sie sich wenden sollten und kamen zu dem Schluß, daß es wohl besser sei, sich zu trennen, so daß jeder seinen Tempel aufsuchen konnte. Thorkin wollte wieder einen Chnumtempel betreten und den Götter­vater um seinen Beistand bitten, der seine Wege bisher so gut geleitet hatte. Doch was für ein Gegensatz zu den glanzvollen Tempeln in iseiner Heimat Scandalon! Der Putz bröckelte von dem Gebäube, zu dem man ihn gewiesen hatte, auch schien der Tempel nicht sehr gut besucht zu sein, denn in den Minuten, in denen er fassungslos davor stand, betrat nicht eine einzige Person das Gebäude. Endlich raffte er sich auf, den Tempel zu betreten.

Groß war im ersten Augenblick seim.Entsetzen, denn so wie er außen aussah, war sein Zustand auch im Inneren. Und das in der Hauptstadt des Reiches - welch .eine SchandeI So warf der Magier seine Gabe in den Opferstock, die in Anbetracht der Ver­hältnisse und seines Geldbeutels nicht als klein zu bezeichnen war, betete zu Chnum und verließ diesen Orttwieder. Er ging zum Gelände des Grünen Kreuzes, da Hannah geäußert hatte, sie wolle dorthin, um sie dort zu suchen«. Was er sich da vorgenoramen hatte, wurde ihm erst bewußt, als er davorstand: Das Gelände war riesig!

Dennoch, er fand sie, und etwas später verließen sie das Gelände wieder. Auf der Straße erhob sich ein Lärm, und sie be­schlossen, nachzusehen, was das bedeuten mochte. Kaum aber stan­den sie auf der Straße, waren sie gezwungen, mit den Volksmassen zum Hauptplatz zu laufen, wollten sie nicht totgetrampelt werden. Zwischen den Rufen "Krieg! Krieg!" konnten sie auch hören "Auf, gegen Cubanar!" Nun, wenn das so war, dann würde er seinen Teil wohl beitragen, dachte Thorkin.

Auf dem Marktplatz angekommen konnte er hören, wie arg die Lage war: Cubanar hatte angegriffen, und nun war er gefordert, ins Heer einzutreten. In Anbetracht dessen, was sein Fürst hier tun würde, dem der Magier treu war, wußte auch Thorkin, was er zu tun hatte. Als die Menge sich auflöste, weil ein Heer sich dem Platz der Weisen näherte, ging er zur Einschreibestelle für Freiwillige. Vor ihm war eine ziemlich lange Schlange und so stellte er sich hinten an. Gleich darauf schoben zwei Krieger einen Mann in der Robe eines Magiers hinter Thorkin in die Reihe und sagten jenem, er solle hier in der Schlange bleiben, bis er an der Reihe sei. Als die Krieger sich entfernten, starrte der Mann etwas staunend hinter ihnen her«*

Da Thorkin seine geliebte Amazone im Gewühl verloren hatte, war es vielleicht ganz gut, sich einen neuen Gefährten zu suchen. So fragte er den Mann, der jetzt hinter ihm anstand, nach seinem Namen, und immernoch nicht ganz klar sagte jener: "Ich heiße Atta, und Du?" "Thorkin" Ehe sie aber noch recht ins Gespräch kamen, war Thorkin an der Reihe. Ein Schreiberling saß da vor ihm und sah ihn an: "Name?" "Thorkin!" "Beruf?" "Magier!" "Wo gelernt?"

"In Esoteria, stamme aber aus Scandalon." Der Schreiber hielt inne, und sah Thorkin das erste Mal richtig an, scharf an: "So so. Aus Esoteria! Gut, dann stelle Dich dahinten schon mal in der anderen Reihe an, zum Essen fassen." und zu zwei Kriegern: "Begleitet ihn!"

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