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Einige Zeit später in Iridistra...

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Bild von Nele Klumpe für EVAU

Die Sache mit der Echse Bearbeiten

Arborik war von seinem Abenteuer mit Albran und Athlone, Kemenaos von seinem Abenteuer mit Hongar und Ando zurück in Iridistra. Die Nachricht von Benarion Callypon erreichte sie in ihren Quartieren, ebenso Ilcapon, der mit Phaidra Silberblatt im Turm der Eulen weilte als der Botenjunge ihn aufsuchte.

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Arboriks Karte

Am selben Morgen war vor den Palisaden des Burggeländes von Sternenfall ein schmaler junger Mann aufgetaucht, der angab von einer Abenteurergilde in Iridistra gehört zu haben. Sein Name sei Crysaos, und er sei Abenteurer, nicht gerüstet aber geschickt und neben Schätzen auf Abenteuer aus. Man brachte ihn zu den Aspiranten zum Turm der Füchse.

Alle fünf bekamen eine Audienz beim kommissarischen Leiter der Traumritter von Iridistra, der ihnen erklärte, dass er eine Aufgabe für sie hätte, weil sie als Abenteurer, Aspiranten und Novizen die beste Auswahl seien (auch weil manche Helden in anderer Mission unterwegs seien). Eine Patrouille hatte mit etwas Glück einen neuen Höhleneingang in die Hügellande gefunden. Ihre Aufgabe war, diese Höhlengänge zu erkunden (eine Aufgabe, für die bakanasanische Reiter denkbar ungeeignet waren) und herauszufinden, ob es von dort einen weiteren Zugang zu den Schattenhallen gäbe. So könnte man eventuell den Kuor-Bold auf geheimem Weg in den Rücken fallen. Kemenaos als Traumritter war ohnehin gleich bereit, diesen Auftrag anzunehmen. Der Zwerg und der neue Abenteurer waren es, die nach Belohnung fragten. Sieben Silbermünzen pro Person versprach Benarion ihnen, und eine Goldmünze für alle obendrauf falls sie tatsächlich einen Zugang zu den Schhattenhallen finden sollten. Nachdem eine Patrouille sie zu dem Gesträuch führten, hinter dem ein austretender Reiter zufällig den verdeckten Zugang gefunden hatte, machten sie sich an den Abstieg -

„Die Höhle war kalt, dunkel und eng. Das schwankende Licht unserer Abenteurergruppe leuchtete zwei, drei Schritte weit. In der muffigen Luft lag gespannte Stille. Selten drangen Laute aus der Ferne; niemand wusste, woher sie rührten. Manch einer hätte in dieser Düsternis schon Reißaus genommen. Arborik jedoch war glücklicher als ein lorvanischer Barbar, der zufällig über den geheimen Weinvorrat des Kaisers stolpert. Der sehnige Zwergenkrieger vermochte fast das Abenteuer auf der Zunge zu schmecken, das ihn und seine Begleiter in diesen Gängen erwartete. Er wandte sich dem Paladin Kemenaos zu, der erhobenen Hauptes neben ihm schritt: „Bald darf meine treue Streitaxt endlich wieder Untierblut kosten!“ Der Angesprochene lächelte nachsichtig. „Gemach, mein kleiner Freund. Denkt an die Queste, die Meister Benarion uns auftrug. Wir sollen erkunden, ob diese Grotte mit den Schattenhöhlen verbunden ist! Daraufhin solltet ihr eure Sinne schärfen.“ „Bei Dondras Amboss! Ihr Traumritter gebt keine guten Gefährten ab“, grummelte Arborik. „Stets muss jede Handlung einem höheren Zwecke folgen! Dabei sollten Ruhm und Ehre Begehr genug sein für Abenteurervolk wie uns!““

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- und stiessen nach den Überresten eines unterirdischen Lagerfeuers hinter einer engen Waldspalte auf ein erstes Hindernis: Eine Geweihte der Mondin Grewia, die diese Höhlen zu Heiligen Höhlen erklärt hatte und die Geheimnisse dort der Göttin der Geheimnisse vorbehalten. Eine kleingewachsene, knuddelige Dienerin der Mondin, deren kleingewachsene Gefährten die Geheimnisse entdecken wollten während sie, die sich Mondlicht nannte, versuchte die Geheimnisse zu bewahren.

„Die anderen Abenteurer hielten sich aus dem Geplänkel von Arborik und Kemenaos heraus. Die zierliche Waldläuferin Phaidra weilte verklärten Gesichtsausdrucks in ihren Gedanken. Die Augen des Magiers Ilcapon studierten wachsam die Finsternis. War er auf der Suche nach Geheimnissen oder bloß nach dem nächsten Goldstück? Warum sich Crysaos immer wieder umblickte, war hingegen augenscheinlich. Der zwielichtige Jüngling spähte stets nach dem schnellsten Fluchtweg.“

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„Mit einem ohrenbetäubenden Röhren ließ sich die Bestia von der Decke fallen. Vier mächtige Pranken begruben Arborik und Ilcapon. Beiden schwanden sofort die Sinne. Vielleicht war ihnen das auch eine Gnade. Denn das, was die anderen drei sahen, ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren. Vor ihnen fletschte eine Bestie, wie sie sie noch nie erblickt hatten, die Zähne. Der Leib war der eines Löwen, jedoch erhoben sich auf seinem Rücken zwei ledrige Flügel. Die Schwanzspitze des Scheusals war übersät mit Stacheln. Am grauenhaftesten aber war das Haupt anzusehen. Statt des Gesichts einer Katze griente das verzerrte Spottbild eines Männergesichts die Abenteurer an. Ein Mantikor! “

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„Als Erster erwachte Crysaos aus seiner Starre. Er folgte seinen niederen Trieben und floh in die Dunkelheit. „Feigling, komm zurück!“, brüllte ihm Kemenaos nach. Doch der Jüngling kannte kein Halten. Voller Ingrimm über derartiges Gebaren warf sich der Paladin dem Ungetiere entgegen. Kemenaos’ Klinge zerschnitt die Luft. Doch obgleich er solche Attacken reichlich geübt hatte, traf der Paladin anstatt der Gurgel der Bestiae den festen Granit des Höhlenbodens. Es war, als habe eine fremde Macht seinen Arm gelenkt. An Kraft jedoch hatte es nicht gemangelt, denn das Schwert zersprang beim Aufprall in ein Dutzend Splitter. Nicht besser erging es Phaidra. Ihr Schwerthieb zischte über das Haupt des Mantikors hinweg und vermochte noch nicht einmal, seine Mähne zu streifen. Kemenaos sah sich nach einer anderen Waffe um, da durchfuhr eine siedend heiße Pein seine Brust. Zwei der Stacheln des Untierschwanzes waren auf ihn zugeschossen und hatten sich in seinen Brustpanzer gebohrt! Ganz konnte er seine aufkeimende Furcht nicht unterdrücken, als er seinem fliehenden Mitstreiter nachrief: „Crysaos, bei eurer Ehre! Wir bedürfen eures Schwertes!” Endlich fasste sich der Jüngling ein Herz. Auch er zog sein Schwert, rannte zur Fechtstatt zurück, wo Phaidra und Kemenaos weiter kühn, aber wirkungslos die Bestia attackierten. Crysaos holte nun seinerseits zu einem mächtigen Hieb aus. Da entglitt ihm seine Klinge.“

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„Ermattet schleppte sich die Heldengruppe voran. Nur eine Nacht voller Unruhe lag zwischen dem Jetzt und ihrer Begegnung mit der Löwenbestia. Zweimal hatten sie ihre Kräfte mit den schuppigen Kuor-Bolden gemessen und nur knapp überlebt. Ilcapons Robe zierte ein Brandfleck, ein Andenken an die mühsam umgangene Blitzfalle. Bislang war der Lohn mager: Ein paar Kupferscheiblinge und ein Apfelbutzen, mehr hatte die Gruppe nicht vorzuweisen. Doch alles Weh war vergessen, als sie um die nächste Ecke bogen. Statt einer weiteren engen Höhle bot sich ihnen hier ein prächtiges Bild. Säulen strebten hoch wie 20 Mannen bis an die Gewölbedecke. Schriftzeichen einer unbekannten Zunge bedeckten die Wände. In der Ferne funkelten rote Rubine an der Höhlendecke. Doch alle Blicke richteten sich gen Mitte: Ein riesenhaftes Standbild thronte dort auf einem Sockel. Eine echsenartige Creatura aus Stein mit erhobenem Haupt. Selbst die kurzen Ärmchen konnten das Grauen ihrer Erscheinung nicht mindern. Die Zähne — lang wie Dolche — ließen den Mut der Helden sinken. „Die Götter seien gelobt — dieses Wesen ist nur aus Stein”, bemerkte Kemenaos trocken. „Irgendetwas jedoch hat diese armen Recken zerfleischt“, sprach Phaidra und zeigte auf die im Raum verteilten Leichname. Bei einigen war nur noch mit Mühe zu erkennen, ob es sich einmal um Burschen oder Weiber gehandelt hatte. Die Reste ihrer Gewänder aber überbrachten eine klare Botschaft: Es waren Abenteurer wie sie, die dort lagen. Ilcapon ließ sich davon nicht beirren und begann, die Beutel der Toten zu durchwühlen. Währenddessen stand Crysaos sinnend vor der Statue. Er murmelte: Mag sein, diese Statue ist aus etwas Wertvollem. Ich haue mal dagegen.““

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„Das Unheil brach über die Helden herein. Ein dumpfes Grollen hallte durch die Höhle. Risse bildeten sich in der Oberfläche der Echsenstatue. Und dann öffneten sich die Augen der steinernen Bestia. Giftig blinzelten gelbe Pupillen die Abenteurer aus den riesigen Schlitzen an. Schildgroße Schuppenplättchen lösten sich vom Leibe. Darunter kam eine grüne, ölige Haut zum Vorschein. Arborik konnte gerade noch keuchen: „Die Statue lebt!“ Dann erfüllte das Geschrei der Echse die Gänge in der Finsternis.“

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(Die Gruppe hat diese Aufgabe so gut und so weit gelöst wie sie konnte und beschlossen, damit einen Bericht bei Benarion Callippon abzulegen. Crysaos hat sich mit vollen Taschen ohne Abschied verdünnisiert, die anderen sind zurück nach Iridistra.

Eine andere Schilderung dieses Abenteuers Bearbeiten

Weiter chronologisch in Chalkis Bearbeiten

Weiter vor Ort um Ididistra Bearbeiten

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