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Aldur-800px-Wasp building nest

Aldur beim Nestbau (Modell ohne Röhren). Bild: (CC-BY-SA 3.0) Sanjay ach, WikiMedia Commons.

Aldur - Insekt in den Nebelsümpfen auf Gwynddor.

Beschreibung Bearbeiten

Dieses wespenähnliche Insekt erreicht eine Länge von bis zu zwanzig Centimeter. Der Hinterleib ist fünf bis sechs Centimeter breit und mit der vier Centimeter durchmessenden Brust durch ein acht Centimeter langes, nur ein Centimeter breites Chitinstück verbunden. Der Leib ist stahlblau und weist hellgraue Schlieren auf, die im Sumpf eine gute Tarnfarbe abgeben. Die zwei grossen Facettenaugen liegen seitlich am Kopf, der sich um 360° drehen lässt. Die zwei Kieferzangen werden verwendet, um aus den Knochen, welche die Insekten finden, die Nester zu bauen und sind dementsprechend kräftig und scharf. Die acht Beinpaare sind nur jeweils fünf Centimeter lang und vielgliedrig. Die vier Flügel lassen beim Fliegen ein tiefes Brummgeräusch entstehen, das die Opfer erstarren lässt.

Lebensweise Bearbeiten

Die Aldur bauen ihre Nester in die Röhrenknochen von Beutetieren. Die Beute wird von einem Schwarm zerlegt und die Knochen an einem Ende der Oberseite aufgebissen und ausgehöhlt. Jeweils zwei Knochen werden der Länge nach halbiert und mit dem klebrigen Speichel an den Kanten zusammengesetzt, so dass große Röhren entstehen. Ein Schwarm hält seine Röhren gut beisammen, und alle zwei Stunden werden die Knochen wieder zu einer Insel zusammengeschoben. Diese losen Verbände treiben auf dem Wasser dahin.

Einmal wöchentlich schwärmt der ganze Schwarm auf Beutesuche aus. Dann sind die Röhren leer und werden meistens nicht mehr gebraucht. Das Opfer wird durch die Stiche des Insekts gelähmt. Drei Stiche reichen für einen durchschnittlichen Menschen aus, um ihn zu lähmen. Dann wird das Opfer zerlegt, das Fleisch gefressen oder in den Wohnungen eingelagert. Die Tiere können Gewichte bis zu fünf Kilogramm transportieren.

Die Aldur sind bis auf die Jagdflüge untätig und treiben träge im Sumpf herum. Sie verteidigen jedoch eifersüchtig ihre Häuser gegen jede Störung. Man hat sie bisher noch nie schlafen gesehen. In geringen Dosen hilft ihr Gift als Heilmittel, auch Alchemisten nutzen es.

Fortpflanzung Bearbeiten

Alle drei Jahre schlüpft aus einem besonders grossen Haus, das wie ein Stammesheiligtum gehalten wird, eine fast einen Meter lange Aldur. Diese geht auf Hochzeitsflug und wird von irgendeinem anderen Aldur, von denen es nur männliche Wesen gibt, begattet. Dann legt die Königin ihre Eier in das große Knochenhaus. Nach zwei Monaten beginnen die an die hundert Eier zu wachsen. Das der zukünftigen Königin wird doppelt so gross wie die übrigen Eier. Die Eier ziehen ihre Nahrung direkt aus dem Sumpfwasser. Nach fünf Monaten schlüpfen die Insekten und die Königin stirbt.

Sonstiges Bearbeiten

Die Schwärme sind zwischen zwanzig und zweitausend Tieren gross.

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Segment: Gwynddor - Reich: Nebelsümpfe - Myra-Fundort: MBM23/128
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