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Die Episode "Bekämpfung eines Fluches" beschreibt wie der Schamane Harden Blaustein Eger Makalu, den Magister Magistri der Magierakademie "Sieg des Geistes über die Materie" zu Belfalas auf Silur von einem Fluch besfreit - und den Konflikt zwischen akademischer und schamanistischer Magie.

Die Bekämpfung eines Fluches Bearbeiten

Eger Makalu ist ein Magister der Magierakademie „Sieg des Geistes über die Materie“ nahe Belfalas, der Hauptstadt von Silur, dem Inselreich im Machairas von Karcanon und als Ulf- da- Kheitara der Kheitara des Rotkatta auch ihr Leiter. Jedermann, einschließlich ihm selber ist der Überzeugung, dass er der beste Mann für diesen Posten ist, schließlich ist er ein ausgewiesener Fachmann aller Bereiche der Elementarbeschwörung und hat sich große Verdienste um die Erforschung so fremdartiger Bereiche wie dem der elementaren Wesenheiten der Zeit und der Magischen Kraft erworben. Gewöhnlich gehorchen ihm die beschworenen Elementarwesen, gewöhnlich gelingt es ihm durch Witz und Charme, dass ihm selbst widerstrebende Elementarherren zu Diensten sind. Es mag ein winziger Moment der Unaufmerksamkeit gewesen sein, in dem ein Dschinn der Luft seiner Kontrolle entglitt, ihm durch eine leichte Berührung einen Schluckauf in den Hals fluchte und sich lachend in seinem Element auflöste.

Nun, Eger Makalu ist ein Mann des Wortes und nun ist er verflucht. Wenn eine Beschwörungsformel bei jeder zweiten Silbe durch einen Hicks unterbrochen wird ist sie wirkungslos, und so lächerlich wie er mit seinem Schluckauf wirkt kann er durch die Macht seiner Persönlichkeit kein Elementarwesen beherrschen, ja kaum seine Akademie führen. Schlimmer, in ihm reift nach vielen Versuchen seiner Mitmagister ihn von diesem Leiden zu kurieren die Erkenntnis, dass ihm nur ein Vertreter der Hohen Kheitara von den Bleiunaussprechbaren, kurz, ein Schamane Silurs helfen kann. Die Schamanen Silurs sind mit Flüchen aller Art wohl vertraut, aber ihre Art und Weise passt einfach nicht in die Welt der akademischen Magie, die er bevorzugt. Nur ein einziger der ihren, Harden Blaustein, lässt sich alle Weile in seiner Akademie sehen. Harden Blaustein also, ausgerechnet der. Harden Blaustein mag unter den Schamanen Silurs der am wenigsten unerträgliche sein, aber das bedeutet nicht, dass er erträglich ist.

Eger Makalu beginnt, unterbrochen von vielen Hicksern Harden Blaustein zu erklären, wie er den Fluch wahrnimmt und welche Silben zu sprechen sind um Bindungsformeln, Fesselzüge und Verzerrungsmuster zu lösen, Stück für Stück und sorgsam in Ursache und Wirkung gegeneinander abwägend. So würde das magische Muster des Fluches nach und nach gelöst werden und er schließlich diesen Schluckauf los sein.

Harden Blaustein schüttelte energisch den Kopf: „Wir machen es nach Art der Schamanen oder gar nicht. Du begreifst die Wege der Geister nicht und dein Geschwafel macht mich kirre. Wir werden deinen Verstand öffnen und bannen was dich fesselt. Das geht nicht hier und jetzt mit etwas Geschwätz und etwas Zaubergefuchtel. Das fordert den ganzen Mann. Komm also mit auf eine kleine Reise.“

Eger fängt an Kleidung zusammenzusuchen, Pergament und Tintenfass für die notwendigen Notizen, einige Leckereien für unterwegs... Harden gibt ihn einige Minuten, dann fasst er ihn am Unterarm und zieht ihn ohne Umstände aus dem Raum. Der hagere Schamane ist überraschend kräftig, während Eger mit dem guten Leben in der Akademie an Körperkraft verloren hat. Seufzend folgt Eger dem Schamanen. Ein schamanistisches Ritual zu beginnen wird er einem Schamanen überlassen müssen.

Harden Blaustein führt ihn aus dem Tor der Akademie die bewaldeten Hänge des Bel- Arad empor. Der Weg ist nur ein Ziegenpfad und er führt steil bergauf. Eger flucht, unterbrochen von Hicksern abwechselnd über die Umstände, den Schamanen und sich selber. Gut dass sie nach zwei Stunden den Platz erreicht haben, den Harden ausgewählt hat. Ein Plateau aus schwarzem Fels ragt aus dem Hang, im Schatten liegen noch die letzten Schneereste des Winters während das Buschwerk schon erstes Grün treibt, selbst einige Blumen knospen hier. Hunderte Schritt unterhalb sieht man die unregelmäßig angeordneten Gebäude der Akademie, jenseits der Savre die Stadt Belfalas und in der Ferne ist der Ozean zu ahnen.

„Ein prächtiger Platz“, lächelt Harden wissend. Eger muss ihm zustimmen. Diese Klippe zeichnet die Linien des Elementes Luft beispielhaft nach, getragen von Streben des Feuers und mit gerade genug Erdschwere, dass sich kraftvolle Magie des Geistes wirken lässt ohne dass der Körper versagt. Ernst ergänzt der Schamane: „Komm auf den Gedanken hier ein Haus deiner Akademie zu errichten, und ich werfe es dir mitten in deine Zauberschule hinein...“

Eger hat die Option einer Zweigstelle einen Augenblick erwogen und er bezweifelt, dass die elementaren Kräfte der Erde hier ausreichend stark wirken würden um dem Schamanen eine derartige Manifestation zu erlauben... Doch Harden zu verärgern würde den Schlucktauffluch nicht bannen und so verzichtet er auf den Ort. „Das hier soll ein Platz der Schamanen bleiben.“

Harden nickt „Suche Brennholz und nimm nur totes Holz der Krüppelkiefer.“ So sucht Eger eine halbe Stunde lang Äste zusammen während ihm Harden schweigend zusieht. Dann bedeutete Harden ihm aufzuhören und sich zu setzen.

Dann tut und sagt Harden nichts mehr...

Zwei Tage lang...

Eger schreitet rastlos auf dem Plateau auf und ab, beschwert sich über Hunger und Durst und die Kälte der Nacht, den kurzen Schneefall am zweiten Morgen und auch sonst über alles mögliche während Harden fast regungslos wartete und schweigt. Am Abend des zweiten Tages ist der rechte Zeitpunkt gekommen.

Harden baut ein Feuer aus dem Brennholz, zieht aus einem Gebüsch einen kleinen, rußigen Kessel hervor, füllte etwas alten Schnee hinein und gibt einige Pilze hinzu als das Wasser kocht. Erläuterungen zu seinem Tun gibt er keine. Nur ein „Trink“, wenige Minuten später.

Eger trinkt die heiße und geschmacklose Brühe aus dem Kessel. „Leg dich da hin“ Harden Blaustein deutete auf einen Platz wo dürres Heidekraut zwischen mehreren großen Lavabrocken wächst. Mit Knien, die plötzlich weich werden stolpert Eger zwischen die Felsen, von Übelkeit gepeinigt und von einem Krampf geschüttelt fällt er zu Boden, eine eigenartige Vision vor Augen, ein wunderbares geometrisches Muster aus Kraftlinien, aus Heidekraut und Lavastein welches sich in einen wilden Bären verwandelt während er es noch studiert.

Über dem schweißgebadeten und krampfverknoteten Körper beginnt Harden Blaustein eine Melodie im tiefem Bass zu singen.

Eger Makalu erwacht, als der Schamane ihm den Mund abwischt. Es ist frühe Morgendämmerung, das Feuer brennt prasselnd und wärmend. Entsetzt bemerkt Eger, dass da seine Robe verbrennt und alles, was er beim hektischen Aufbruch in seine Taschen hatte stecken können. Er selber trägt ein Wickelgewand wie Harden eins zu tragen pflegt. Der Schamane klopft ihm auf die Schulter. „Du hast doch nicht geglaubt, diese Reise könntest du antreten ohne dafür zu bezahlen?“

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