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Die Episode "Bocka Holt und der Denatempel der Akademie" beschreibt, wie an der Magierakademie "Sieg des Geistes über die Materie" zu Belfalas auf Silur der Tempel errichtet wurde.

Bocka Holt und der Denatempel der Akademie Bearbeiten

Als Bocka Holt mit ihrer Hirschkuh Dena als Priesterin der Dena in die Magierakademie „Sieg des Geistes über die Materie“ kam fand sie als Tempel einen verfallenen Holzschuppen vor.

Zwanzig Jahre zuvor, auf dem Magiertreffen von Silur hatten Priester und Magier einander, so wie auch den Druiden und Schamanen Silurs Zusammenarbeit angeboten und auf die Früchte gehofft, welche sie durch gemeinsame Arbeit ernten wollten.

Doch es stelle sich heraus, dass die praktischen Schwierigkeiten die theoretischen Möglichkeiten der Zusammenarbeit überwogen. Die Magier fanden keinen Zugang zur priesterlichen Haltung aus Demut und Gottvertrauen, der Vorraussetzung, dass die Götter durch sie Wunder tun. Den Priestern hingegen fanden das Konzept der Magie, welche, von einer bestimmten Ursache ausgehend eine definierte Wirkung erzielt der Religion nicht entsprechend. Das fremdartigen Tun und Denken von Schamanen und Druiden blieb beiden fremd. Die Magier hatten ihre Magierakademie, die Priester ihre Tempel und Schamanen und Druiden blieben erst recht unter sich.

So standen auf Silur Religion und Magie nebeneinander und hatten wenig miteinander zu tun bis Bocka Holt entschied, den Denakult in die Akademie zu bringen. Dena stimmte zu.

„Dena braucht etwas besseres als diesen Schuppen“, stellte sie fest, nachdem Magister Peseldonn sie zu dem windschiefen Gebäude am Rande des Plateaus mit den hoch aufragenden Gebäuden der Akademie geführt hatte und ihr den rostigen Eisenschlüssel zu dessen einfachen Schloss übergab. Bocka pflanzte nach Art der Denapriester an jeder Seite des Schuppens einen Buchenschössling. „Den Rest wird Dena richten“, sagte sie zu Dena und Dena nickte. Dann gab sie Magister Peseldonn den Schlüssel zurück und reiste in die Hauptstadt Belfalas zu einer Synode der Priesterschaft.

Ein paar Wochen später waren die Buchen aufgeschossen und gaben dem Schuppen zwischen sich ordentlich Platz. „Das sieht schon besser aus“, sagte Bocka, während Dena einige Grashalme äste.

Bocka bat den Magister Magistri Eger Makalu sie zur Magistra Religionis zu ernennen. Der lehnte in Bausch und Bogen ab, aber da Bocka sehr bestimmend und ausdauernd sein kann ließ er sich schließlich immerhin erweichen sie zur Außerordentlichen Magistra Religionis zu ernennen. Zwar zählte er die Religion nicht zu den Lehrgegenständen einer Magierakademie und hielt dem Titel Magistra als weibliche Variante des gut eingeführten Titels Magister für überflüssig. Dafür bekam Bocka Holt als Außerordentliche Magistra für ihr Tun kein Gold und er hatte endlich Ruhe, sich den zahlreichen anderen Anliegen der Akademie zu widmen.

Dann bat sie Magister Haider Eigentorf ein solides Tempelhaus zu errichten. Magister Eigentorf war Meister der Baumagie und seine Gebäude waren von bester Qualität, auch wenn seine Magie eher Handwerk war. Schon nach ein paar Tagen stand unter den vier Buchen ein solides Holzhaus auf einem steinernen Fundament. Haider Eigentorf stellte fest, dass ihm die Arbeit so schnell und gut wie selten gelang. Schon immer arbeitete er besser und schneller als andere, aber das hier war mehr als die übliche Magie. „Dena hilft“, stellte Bocka Holt fest und Magister Eigentorf blickte ratlos auf die Hirschkuh. Bocka lächelte und Eigentorf zuckte mit den Schulter. Gelassenheit war seine Tugend und hilfreich, im Umgang mit Magie und Religion.

Harden Blaustein, ein Schamane Silurs, dem man gelegentlich im Umkreis der Akademie begegnen konnte kam und nahm Bockas Kopf in seine knochigen, aber überraschend starken Hände und küsste sie auf die Augen und auf den Mund. Zu Dena wahrte er sorgfältig Abstand. Dann ging er wieder. Er war bekannt dafür, sein Tun nicht zu erklären.

Zuletzt ging Bocka Holt zu Magister Apothekarius Adrianus Eleman und kaufte einen großen Vorrat Tee. Als sie zum Tempel zurückkehrte fand sie unter den großen Buchen eine Gruppe von Druiden, welche sangen, während sie ein Loch gruben. Bald darauf hatten sie einen zwei Schritt großen Menhir ausgegraben und aufgestellt, der auf merkwürdige Art und Weise fröhlich aussah. Bocka bot ihnen Tee an und die Druiden nahmen dankend an.

Kurz darauf kam der junge Magister Kigg Bootsnak mit einer schnatternden Schar Scholaren vorbei, welche Böcke und Bretter trugen, um vor dem Tempel, im Schatten der hoch aufragenden Buchen Bänke und Tische aufzubauen.

Die Wolken rissen auf und die Gebäude der Akademie gaben den Blick auf das weite Savretal frei, mit der Stadt Belfalas jenseits des Flusses. Mit warmen Sonnenlicht auf dem einladenden Tempelplatz kamen mehr und mehr Magister, Magister Magistri Eger Makalu, der sehr gesellig ist und Magister Haiger Eigentorf und Magister Apothekarius Adrianus Eleman, der eine gute Tasse Tee zu schätzen wusste. Magister Peseldonn fand zu seiner Befriedigung einige neue Schlüssel an seinen Schlüsselbünden, der Schamane Harden Blaustein blieb nur einen Augenblick um einige Buchenblätter zu sammeln. Schließlich kam sogar der eigentlich stets mürrische Magister Eisendraht vorbei und so etwas wie ein Lächeln huschte über sein Gesicht.

Dena strich zwischen den Menschen hindurch und Bocka Holt kochte singend Tee. Einige Druiden Silurs, die unbemerkt eingetreten waren sagen mit. Der Tempel ist Denas Haus für die Menschen, lehrte das Tar- Eim- Krang, das heilige Buch des Denakultes. Dena war in die Magierakademie gekommen und die Akademie hat Dena ein Haus gebaut.

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