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Gründrache2

Studie des Bugandischen Gründrachen

Der so genannte Gründrache ist eine kleine geflügelte Echse, die Höhlen in die steilen Sandsteinufer des mittleren Bugandstroms gräbt. Diese Höhlen dienen der nur selten eine Schulterhöhe von mehr als einer Elle und eine Länge von bis zu zwei Ellen erreichenden Echse als Brutstätte.


Aussehen und VerhaltenBearbeiten

Die Schuppenhaut des Gründrachen weist unterschiedliche Grüntöne auf, von lind- über smaragd- bis zu schwarzgrün. Die Echse hat einen langgestreckten Kopf mit scharfen Zähne; sie ernährt sich vorwiegend von kleinen Fischen, Reptilien und kleineren Säugetieren, zwischendurch gern auch von Heuschrecken und anderen größeren Insekten.

Die Membranflügel setzen am Rücken hinter den Schultern an; die Hinterbeine haben starke Sprunggelenke, mit denen sich das Tier in die Luft schleudern kann. Das vordere Beinpaar hat ausgeprägte "Finger" an den Pfoten, die auch zum Greifen benutzt werden können. An allen Zehen sitzen einziehbare Klauen. Gründrachen sind keine übermäßig geschickten und wendigen Flieger, sondern beschränken sich unter Ausnutzung von Thermiken meist auf ausgedehnte Gleitflüge.

Meist tritt der Bugandische Gründrache in kleinen Kolonien mit zwischen 6 und rund 25 erwachsenen Tieren auf. Muttertiere legen im Tammus bis zu 8 Eier in sonnenbeschienene Sandnester; das Muttertier brütet zwar nicht, bewacht aber sein Gelege scharf. Die Jungen schlüpfen im Tischri und werden während des ersten Lebensmonats gefüttert, danach beginnen sie die Jagd durch Beobachten der älteren Tiere zu lernen; das Muttertier bringt ihnen nun verstärkt Lebendbeute. Schon nach rund zwei Monaten ernähren sie sich selbständig. Die Geschlechtsreife erreichen sie meist nach einem Jahr.

Bis zu 36 Schwärme wurden schon in einer Gemarkung gezählt; der Gesamtbestand entlang des Bugand und seiner Zuflüsse wird auf 8.000 bis 12.000 Tiere geschätzt.

Wird der Gründrache in die Enge getrieben, so verteidigt er sich durch gezieltes Speien einer ätzenden und sich an der Luft entflammenden Substanz.

Aus dem Bericht der Königlichen Kommission "Kommerziell verwertbare Fauna und Flora" (408 n.P.)Bearbeiten

Nutzbar scheint der Kommission dieses Tier auf dreierlei Weise:

  • Die Haut lässt sich zu einem besonders leichten und weichen, dabei aber strapazierfähigen und kaum hitzeempfindlichen grünen Leder verarbeiten.
  • Das Fleisch ist sehr delikat und nahrreich; es lässt sich jedoch nicht sehr lange lagern. Geräuchertes Gründrachenfleisch dagegen ist jedoch auch nach zwei Wochen noch schmackhaft; im Geschmack ähnelt es geräuchertem Fisch, ist aber magerer und etwas fester. Bei der Zubereitung von Gründrachen ist jedoch auf sorgfältige Entfernung des Rachensacks zu achten; sein Inhalt ist hochgiftig.
  • Schließlich ist noch zu erwähnen, dass der Gründrache bei einigen Flusshändlern des mittleren Bagund bereits als beliebtes Haustier gilt. Er besitzt nämlich die erstaunliche Fähigkeit, bestimmte Geräusche naturgetreu nachzuahmen und unterhält damit seine Besitzer, an die er sich bald eng anbindet. Nachahmen kann der Gründrache allerdings nur pfeifende sowie dumpfe Geräusche, so dass die menschliche Sprache weitgehend außerhalb des Imitationsspektrums liegt.
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