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Chnums Regen auf Dena ist ein Ritual am Großen Tempel KRANGOS im Gebirgslande Morossos auf der Insel Silur im Machairas des Segmentes Karcanon der Welt Myra. Der Regen fällt als Segen von Chnums Himmel durch das offene Oculus, die Öffnung im Zenit der Tempelkuppel auf den nackten Boden Denas und wird von den Gläubigen als Liebesakt der Elterngottheiten sich an Denas Boden schmiegend oder zu Chnums Himmel aufblickend empfangen.

Natürlich setzt Chnums Regen auf Dena Regen am Krangos, also den Willen des Himmelsgottes Chnums voraus. Der in Silur als Dena verstandene Boden Myras hingegen ist in einer Fassaja, einer Senke im Boden der Tempelhalle, durch welche der blanke Felsboden unter dem Krangos betreten werden kann stets gegenwärtig. So wird das Ritual von den Göttern selber gestaltet, und von den Gläubigen begangen, die Priester des KRANGOS assistieren nur.

In Berendors Reisen erleben König Katuum von Taron don Umn und Prinz Berendor von Karcanon bei ihrem Besuch Silurs im Jahre 442 n.P. das Ritual: "Ein lauter Donnerschlag schreckt die Menschen auf. Eine Kaptess, mit ihrer Frauschaft um sich stehend hat, ganz gewiss aus Gewohnheit weiter Reisen, durch das Oculus den Himmel im Auge behalten und ruft mit einer Stimme, geschult an Deck den Sturm zu übertönen begeistert: „Dondra ist bei uns.“ „Ja svose“, brüllt ihre Frauschaft die traditionelle Antwort. Auch ein junger Druide in Begleitung einer Parderkatze blickt zum Himmel: „Chnum wird segnen“, sagt er mit der Gewissheit eines Mannes, dem Magie das kommende Wetter verrät. Mit diesen Worten legt er sich auf den blanken Boden der Fassaja unter der Kuppel. Sein Parder hockt sich neben ihn. Gläubige und Pilger und Priester strömen zusammen, tun es ihm gleich, legen sich auf den Rücken, das Gesicht dem Himmel Chnums zugewandt oder auf den Bauch, eine Wange an den Leib Denas geschmiegt. So erwarten sie den Segen Chnums, Silurer im Blau und Beige ihrer Tracht, zwischen ihnen bunte Tupfer, die Roben der Priester, das Rot Artans, das Orange Anurs, das Gelb der Frühlingsblüten Jaffnas, das lichte Blau von Pura und Norytton, das Grün der Reben Orphals, die wechselnd schwarzen und weißen Streifen Zamnaits. Zwischen ihnen, klein unter den Göttern und in der Gemeinschaft der Gläubigen gleichberechtigt liegen Berendor und Katuum. Durch die Deckenöffnung treibt eine Böe schwere Regentropfen auf sie hinab, Segen Chnums für den Leib Denas, Fruchtbarkeit für Myra und alles was auf ihr wächst und wallt. Kurz darauf schon hat der Wind die Wolken auseinander geblasen. Hilfspriester bringen Tücher, dass sich die Gläubigen Gesicht und Haare trocknen können. Nach und nach verteilt sich die Menge."