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Colonge - ST

„Colonge lag an der äußersten Peristera-Spitze von Naudron. Die Landzunge der Nachbarinsel war von hier aus schon nicht mehr wahrzunehmen, allenfalls als dunkler Strich dicht über dem Horizont, wenn das Wetter sehr gut war. Die Stadt füllte einen großen Teil des vorspringenden Landes aus; die Küstenlinie war ebenso lang wie die Inlandmauern. Der Stadt vorgelagert war ein großer Hafen, in dem jetzt nur wenige Schiffe lagen. Man hatte sie hinausgelenkt, um Raum für die Lumenia zu schaffen. Langgestreckte Schutzdämme ragten ins Wasser hinaus, mit Mauern bewehrt. Vor langer Zeit waren diese Mauern unnötig gewesen, obgleich sie die plündernde Hanquon nicht hatte aufhalten können, und auch heute noch waren Seeräuberschiffe unterwegs, die sich bei Nebel zuweilen bis an den Hafen heranwagten und festliegende Schiffe überfielen; weiter trauten sie sich meist nicht. - An den Kaimauern standen winkende und lachende Menschen, die das Anlegemanöver der Blume verfolgten. Die vierhundert Schritte oder wenig mehr durchmessende Lumenia paßte gerade so durch die Hafeneinfahrt(...) Heller Sonnenschein begleitete die Ankunft Hanquons, die dann schließlich in der Mitte des Hafenbeckens zur Ruhe kam. - (...) Drei, vier mittelgroße Schiffe, nicht halb so befestigt wie Burras furchtbares Kampfschiff Sturmbrecher, lagen vor Anker, aber es war auch jetzt, nach Hanquons Ankunft, genügend Platz für die doppelte Anzahl. Dahinter erhoben sich Lagerschuppen und kleine Hütten, dann kam Mauerwerk, das Stadt und Hafen voneinander trennte. Die Häuser der Stadt, die weiter hinten aufragten, waren mehrgeschossig und ragten teilweise hoch empor. Unwillkürlich suchte Mythor nach Ähnlichkeiten mit den großen Städten des Machairas, Sarphand oder Logghard, doch hier sah alles ganz anders aus. Die Stadt besaß ihr eigenes Gesicht, und dieses Gesicht zeugte deutlich von weiblicher Baukunst.“

My74

Stadt im Altertum der Ophiswelt, auf der Insel Naudron. Die Schwimmende Stadt Hanquon legte dort an, um das Fest der Masken dort zu feiern.

Der tiefere Sinn des Maskenfestes könnte es sein, jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, seine zweite und durch alle möglichen Lebenszwänge unterdrückte Persönlichkeit zu entfalten. Es kann aber auch in einer weiteren Bedeutung, als eine Art Buße der Bürgerinnen für ihre dunkle Vergangenheit angesehen werden. Dazu gehört es zudem, daß Hanquon alle auf dem Kurs liegenden Häfen und Städte, wie etwa Colonge auf Naudron, anläuft, um für die Bewohner Bußspiele zu veranstalten — und sie auch an der Blütezeit der Lumenia teilhaben zu lassen.
MyK035

Karte von Colonge, Naudron und Umgebung

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