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Die Geschichte schrieb der Sieger - Chronik

Nach langen Studien des "langen Gedächtnis" in Nebcaphal stellt sich mir ein gänzlich anderes Bild des zweiten Chaoskrieges dar. Die Aufzeichnungen des "langen Gedächtnis" sind zu weiten Teilen außerordentlich genau und detailliert. Ich gehe in der Folge vornehmlich auf die Aufzeichnungen von Catshewan ein, geschrieben zur dritten Bannung. Hier heißt es, daß Mannanaun sich keineswegs mit Seth verbündete. Vielmmehr war es nach dieser Überlieferung Chnum, der sich mit Seth verbündete, um den Emporkömmling in seine Schranken zu verweisen. Denn: "Finster und voll Heimtücke jedoch sind die Taten des Seetl. Von Angst zerfressen war seine Seele derart, daß Seetl sich mit Shmum verband, zu stürzen ihrer beider Alp."

Nach diesen Aufzeichnungen wurde Mannanaun von Seth in einen Hinterhalt gelockt. Am Spiegelsee traf Mannanaun, einzig begleitet von Norytton, auf Chnum, Norto, Artan, Zamnait, Anur, Pura, Kandy und Jaffna. Zugegeben halte ich die Anwesenheit von Pura an einem solchen Gefecht für unwahrscheinlich, aber ansonsten habe ich an der Möglichkeit eines solchen Aufeinandertreffens keinen Zweifel. Bei Lichte betrachtet spricht vieles klar gegen ein Bündnis zwischen Seth und Mannanaun. Es wäre Chnum, auch mit Artan und etlichen Anderen nicht möglich gewesen, Mannanaun auf dem Höhepunkt seiner Macht zu bezwingen und gewiß nicht, wenn dieser mit Seth im Bunde gewesen wäre. Auch stellt sich die Frage, wie Chnum zu bewerten wäre, wenn er wirklich Kezunsea in dieser Nacht gebrannt hätte. Die Mächte die dort in Bewegung gerieten hatten Einfluß auf ganz Myra, Millionen müssen gestorben sein. Nicht nur auf Kezunsea, denn gleichzeitig versank Nebcazon ar'Nebcazon in den Fluten. Es sollte unter Gelehrten eigentlich kein Zweifel bestehen, daß die Frage nach Licht oder Finsternis sich in einem neuen Lichte stellen würde, wenn Chnum tatsächlich selber Kezunsea gebrannt und Myra erschüttert hätte, um einen Konkurrenten um den Thron wie um das Bett loszuwerden.

Plausibler scheint mir da schon die Aussage des "langen Gedächtnis", welches Seth nicht nur Mannanaun verraten läßt, sondern auch seinen vermeintlichen Bündnispartner Chnum, denn: "Da aber wurde Nebcanaun der wahren finsternei Seetls gewahr. Xnum ward gen Nebcatlan ausgesandt zu reißen die prächtige Insel in die finsteren Höllenschlunde. Seetl selbst aber war mit Marlilith und dem Darkon im Herzen Kenzuuns, mit ihrer dunklen Macht schufen sie eine riesige Pyramide, in dessen tiefen Punkt Seetl sodann ein Stück seines Herzens, schwarz und verstunken barg. Immer würde fortan ein finsterer Splitter seiner selbst in Kenzuun weilen.

Schwerer noch trug das Land Kenzuun aber an dem Feuer des Verdorrens, welches er nun über es wälzen ließ. Dichter Dschungel wurde zu trockener Wüste, wo einst mächtige Städte standen war nichtmals mehr Leben. Seen wurden zu dürren Sandlöchern und schwarzer Tod lag wie Schnee über dem Land." Dies würde auch erklären, wie es Chnum und seinem Gefolge gelingen konnte, Mannanaun auf dem Höhepunkt seiner Macht niederzuschmettern. Ich werde mich bemühen, weitere Aufzeichnungen zu diesen Sachverhalt zu sichten und werde beizeiten darüber berichten. Ich überlasse nun das Feld meinen verehrten gelehrten Kollegen und werde bald weitere Sachverhalte zur Klärung bringen.

Hlill
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