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Die göttliche Bestätigung des Ulf- da- Dena, Glimmerstrak Fjordahl Bearbeiten

Auf dem Lichtberg in Myros auf Silur, am 29. des Rabenmondes 412 n.P.

Am 29. des Rabenmondes im Jahre 412, wenige Tage nachdem die tapferen Heere der Lichtliga die Provinz Myros und damit zu unserer besonderen Freude auch den Stein der Dena, das Heiligtum der Dame von Silur, aus der Macht der Finsternis gerissen hatten trafen wir an der Stele der Göttin ein. Wir, die Priester, welche die Streitmacht König Ragalls begleiteten und die wenigen, mit besonderer Tapferkeit gesegneten Männer und Frauen Denas, die in der Zeit der Besatzung in der Heimat ausgeharrt hatten, um jene Silurer zu unterstützen, welche nicht geflohen waren.

Bange Gedanken begleiteten uns, als wir unter einem rauchgeschwärzten Himmel zum Lichtberg zogen, angstvoll auf Geräusche in den Wäldern lauschend, vielleicht verursacht durch versprengte Mörderbienen oder übelwollende Finsterwesen. Nur 39 Männer und Frauen brachen nach Esch auf, dem Dorfe am Fuße des Lichtberges, letzte Etappe auf der Pilgerfahrt die uns aus den Klauen des Feindes oder aus dem fernen Yslannad hierher geführt hatte. Nur wenige für die Zeremonie am heiligen Stein notwendige Bucheckern fanden sich in diesem Jahr auf dem Waldboden. Manche deuteten das als schlechtes Zeichen, und unsere Besorgnis wuchs, als wir uns dem Lichtberg näherten, der von dem Leuchten, welches der heilige Stein seit den Kämpfen um Myros ausstrahlt seltsam erhellt wurde.

In Esch erwarteten uns in dieser unsicheren Zeit nur wenige Bewohner. Vielleicht ein dutzend Menschen gab uns Geleit zu der Festterrasse und den Bäumen unter dem Gipfel des Berges, wo weniger als 100 Gläubige ein karges Mahl mit uns feierten. Das Haus der Hüter des Heiligtumes war verwaist und der seit jeher wohl gepflegte Rasen war verwildert, doch sprudelte die Quelle, wie sie es immer tut und die Buchen, welche Denas Stein umstehen sahen gesund aus.

Kein Anzeichen der Schändung der heiligen Stätte bemerkten wir und das volle Laub der Bäume filterte das grelle Licht des des kalt glühenden Steines und gab ihm einen grünen Schimmer, der uns mit wunderbarer Zuversicht erfüllte, als wir uns nach dem Essen niederknieten um zu beten.

In dieser Nacht vernahmen wir neue Klänge in der Stimme des Baches und dem Rauschen der Buchen. Eine Aufforderung zum Frieden um einen hohen Preis. Nicht von Unterwerfung sprachen die Bäume, erzählten die Wasser, sondern von dem Volk der Seefahrer, welches wir einst waren, das sich überall eine Heimat schaffen kann. Vom Schutze Denas an allen Küsten redeten sie.

Die Morgendämmerung sah uns verwundert und verwirrt. Das Licht des Steines ließ einen Buchenkeim in den Händen von Glimmerstrak Fjordahl erstrahlen, dem Gesandten des Tempels im Amon- Gawaith, dem Friedensmahner, dem Verständigungsbereiten. Er war damit zweifelsfrei als neuer Ulf- da- Dena ausgewiesen, als Nachfolger von Redut Tilly, des im Exil verstorbenen Vorgängers.

Am frühen Morgen redeten der der neue Ulf- da- Dena und König Ragall, der in der Nacht mit vielen Begleitern eingetroffen war miteinander. Der Priester offenbarte Visionen vom Frieden und der König berichtete von der Verhandlungsbereitschaft einiger Feinde.

Später sprach Glimmerstrak Fjordahl vor dem König und den jetzt zahlreich versammelten Menschen von der Notwendigkeit eines Wandels in der Politik Silurs. Er legte ihnen die Bedeutung des Friedens für das Überleben des Volkes nahe und die Möglichkeit, ihn durch einen Kompromiss mit der Finsternis zu erringen.

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