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Gibt es. was stört besonders, weshalb, was könnte man ändern ohne Mehraufwand für Spieler und SLs? Für mich ist übrigens die ganze Modulregel letztlich eine Form der "Realismusregel", weil sie mehr Details bieten soll. --Gwyndon 15:42, 2 December 2007 (UTC)

Realismus Bearbeiten

Voraus: Ich teile die Auffassung, dass die Modulregel eine Art "Realismusregel" ist.

Was mich an der "Realismusregel" am meisten stört, ist ihr Titel, da er etwas unterstellt, was die X9 nicht erfüllen kann.

Ansonsten kann ich mit den meisten Einzelregeln leben - die Soldregelung finde ich sogar gut - aber die Fünffach-Regel beim Bauaufwand dient eigentlich nur der Bauverhinderung, nicht größerer Realitätsnähe des Spiels. Sie macht das Spiel langsamer und langweiliger, sie verstärkt Machtungleichgewichte (da nur Großreiche sich auch mal leisten können, irrational viel Gold auszugeben, um ein Bauwerk in normaler Zeit erstellen zu können), sie zementiert alles in allem bestehende Verhältnisse und verhindert Dynamik.

Zudem ist sie einfach realitätsfern. Wenn ich Terra und die Zeit der Antike bis ins frühe Mittelalter zum Vergleich heran ziehe, stelle ich fest, dass für die Mehrzahl der Stadtgründungen ökonomische Gründe ausschlaggebend waren. Die für die Gründung einer Stadt erforderlichen Investitionen[1] haben sich in für die Stifter überschaubarer Zeit amortisiert, ob nun in Form von Handelsgewinnen oder zusätzlichen Steuereinnahmen. Mit Einführung der Bauaufwandsmultiplikation verlängert sich diese Amortisationszeit nun z.B. für das Bauwerk "Stadt" von 6,25 auf 31,25 Spiel-Jahre. Schon 6 Jahre sind aus Spielersicht eigentlich so lang, dass sich die Investition nicht mehr rechnet - denn es ist nur eine Minderheit von Spielern, die davon ausgeht, auch in 7 Jahren noch auf Myra zu spielen (ungeachtet dessen, dass wir alle natürlich hoffen, unsere Spieler noch viel länger fesseln zu können) - und dann auch noch immer noch das gleiche Reich mit dem gleichen Gebiet führen zu können. Immerhin ist dieser Amortisationszeitraum noch relativ realistisch. 31 Jahre aber ist länger als der Zeitraum, der Myra schon existiert, und sicher weit länger als der Amortisationszeitraum, der für einen frühmittelalterlichen Herrscher akzeptabel gewesen wäre.

Realitätsfern ist sie auch darin, dass sie alternativ zu den Kosten die Bauzeit verfünffacht. Abgesehen davon, dass eine Verfünffachung der Bauzeit zu zumindest einer Vervierfachung der Baukosten führt: 5 Monde für den Bau einer Stadt ist zwar unrealistisch kurz, 20 Monate ist zwar realistischer - aber nur, wenn es Zwischenstufen gibt, die bereits während des Ausbaus Einnahmen generieren. Soll heißen, die Bauzeitverlängerung funktioniert als "Realismusregel" nur innerhalb einer modularen Bauwerksregel. Unrealistisch ist sie aber vor allem beim Verhältnis der Bauzeiten: Ein großer Tempel dauert nach (alter) Standardregel einen Monat länger als eine Stadt. Schon das ist nicht gerade realitätsnah. Nun wird diese Differenz verfünffacht, und das ist alles andere als realistisch. Tempel sind wesentlich schneller zu errichten als Städte, da Städte wesentlich komplexer sind. Zwar erbauen sich Städte in den meisten Wirtschaftssystemen oft teilweise selbst (da die Bewohner sich selbst als Bauherren betätigen), aber gerade dann sind sie schlecht planbar. Ein Großer Tempel ist zwar ein Großbauprojekt, aber von beherrschbarer Komplexität und daher im Allgemeinen eher schneller zu errichten als eine Stadt.

Aus spieldynamischer Sicht wäre m.E. eine Regelung sinnvoller, die die Bauzeit statt in Monaten in Zügen bzw. Auswertungen bemisst - auch da kämen in aller Regel deutlich längere Bauzeiten raus, sie wären aber an den Auswertrhythmus und damit an die bestehende Spieldynamik angepasst.

Noch besser wäre freilich die Einführung einer modularen Bauregel auch innerhalb der "alten" Regel, wobei die Bauzeit direkt proportional zur Anzahl der realisierten Ausbaustufe anzusetzen wäre (je Ausbaustufe ein Monat) und jede Ausbaustufe 5000 GS (wie in der modularen Regel) der Gesamtbaukosten umfassen würde. Das würde für eine Standard-Stadt 10 Monate (statt derzeit 4 bzw. 20) bedeuten, und ebensoviel für einen Großen Tempel (statt bisher 5 bzw. 25). Dabei sollten dann auch unfertige Bauwerke schon gewisse Teilfunktionen erfüllen können (so wie bisher Tempel ja auch 10.000-GS-Stufen haben).--Orco al Moccero 22:45, 2 December 2007 (UTC)

  1. zugegebenermaßen oft nur die Ausstellung eines Dokuments und die Bewilligung der Errichtung einer Stadtmauer
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