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Elementarmagie (von Askja Elmsfeuer) Bearbeiten

Der Vortrag Elementarmagie wurde von der Feidra Askja Elmsfeuer auf dem Magiertreffen von Silur gehalten und im Weltboten Extra 3, der aus Anlass des Treffens erschien, veröffentlicht. In diesem Text zeigt sich beispielhaft die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rassen Silurs, die Bedeutung des Magiertreffens als Ort des gegenseitigen Austausches unter Standeskollegen und die Rolle der Ebenengeometrie des Magister Emeritus Vallö Kalundgrag bei den Forschungsbemühungen der Magierakademie "Sieg des Geistes über die Materie" zu Belfalas auf Silur. Später wurde der Text vor allem von jetzigen (438 n.P.) Magister Magistri Eger Makalu ergänzt und zu einem umfassenden Lehrbuch erweitert.

Als die vier Elemente, die Myra bilden, sind Feuer und Wasser, Luft und Erde bekannt. Diese Gegenüberstellung suggeriert zwei Gegensatzpaare. Tatsächlich finden wir das Wasser dem Feuermagier unzugänglich und das Reich der Erde dem Priester des Wettergottes verschlossen. Den mancherorts verbreiteten Glauben, dass sich ein Zauberer einem Elemente zuneigen muss, fanden wir bestätigt, auch, dass ihn seine Wahl von einem Gegensatzelement fernhält. Zuordnungen einzelner Elemente zu Göttern, Planeten, Charaktereigenschaften oder Farben hingegen sind bloße Spekulation. Deshalb ist hier das tatsächliche Wissen der Magierschaft über die Elementarwesen gesammelt.

Heimat der Elementarwesen ist Myra, genauer, Sphärenschichten, die in der Nähe unserer Welt liegen und von jeweils einem Element dominiert werden. Diese Sphärenschichten haben Ausläufer, die Silur erreichen und hier als Gebirgszüge, Magmakammern, Tiefseegräben oder Atmosphäre in Erscheinung treten. Hier betreten die Elementarwesen unsere Welt. In seinem Element kann sich ein Elementarwesen frei bewegen, hier sind sie stets zugegen. Diese Gegenwart nutzt der Magier, um sie mittels einer Formel zu rufen oder ihre Kraft durch einen Zauber zu nutzen. Der Ruf eines Elementarwesens ist keine Beschwörung (die einem außerweltlichen Geschöpf, Dämon, Geist oder Gott einen Weg nach Myra bahnt) sondern ein Ruf, der ein in dieser Welt anwesendes Geschöpf zum Zaubernden befielt.

Übliche Methode, die Macht der Elemente zu gebrauchen, ist die Ausnutzung ihrer bloßen Anwesenheit, sei es als Flamme im Herd sei es als Wasser in der Pumpe. Das geschieht ohne Magie und ist hier nicht von Belang. Die gebräuchliche, magische Methode, die Kraft der Elemente zu nutzen ist der elementare Zauber. Ein Feuerball, als Beispiel, ist ein Ruf an das Feuer, auf ein bestimmtes Ziel zu springen und es zu verderben. Von der Kraft des Zaubers gelenkt, sammelt es sich in den Händen des Magiers und fährt aus selbigen auf sein Ziel. Energie muss allein in Sammlung und Lenkung des Elementes investiert werden, nicht in die Zerstörung des Zieles, die allein eine Folge des natürlichen Wirken des Feuers ist.

Eine interessante Methode der magischen Forschung sei hier kurz angesprochen. Mein Freund Sentharo ap Kyrdon hat die von Otwela von Memmering niedergeschriebene Thesis unseres Feidraspruches „Feuerball” benutzt, um daraus den dem Element Erde zugeordneten Spruch „Erdexplosion” zu entwickeln. Dabei explodiert in einem Wirkungsbereich nach Wahl des Magiers eine elementare Manifestation des Elementes Erde, entweder in einen Hagel messerscharfer Gesteinssplitter, in Klumpen klebrigen Lehmes oder in einem Gewirr allesverstrickender Dornranken.

Seltener ruft man die elementaren Wesenheiten, Elementargeister, Dschinne und Elementarherren direkt an. Dabei tritt aus einer vorhandenen Menge eines Elementes ein Wesen mit definierten Eigenschaften und Charakter hervor. Das kann spontan geschehen, beim Auftreten eines Irrlichtes etwa, ungewollt als Folge eines oben erwähnten elementaren Zauberspruches, geplant beim Ruf der aufgezählten Wesenheiten oder spontan, allein aus dem Willen des Elementarwesens heraus.

Elementarwesen gliedert man außer nach ihren Elementen in die drei Arten Geister, Dschinne und Herren. Dabei sind die Geister den letzteren nachgeordnet. Ihre Größe ist gering und übertrifft selten die einer Feidrahand. Sie können keine Zauberei benutzen. Ihr Auftreten ist im Allgemeinen harmlos und ihr Nutzen für den Magier gering. Allein durch unglückliche Zufälle kann beispielsweise ein Irrlicht im Moor einen Wanderer verwirren oder ein Hauch einen Gegenstand umstoßen. Außer diesen Geistern des Feuers und der Luft gibt es noch die Erdgeister und Wassermännlein.

Dschinne sind bedeutend mächtiger. Sie erscheinen zumeist humanoid, mit einem Unterleib oder Gliedmaßen, die von ihrem Element gebildet werden. Dieses ist ihnen durch die zugehörige Elementarmagie, die sie perfekt beherrschen, untertan. Djinni haben deutlich ausgeprägte Charaktereigenschaften und individuelle Züge. Entsprechend sind sie dem einen Magier willig und dem anderen ungern zu Diensten. Denn nach dem Ruf des Djinns kann der Magier diesen um einen solchen bitten, den der Djinn, besonders, wenn der im Interesse seines Elementes liegt und ihm der Magier sympathisch ist, erfüllt. Djinni können Myra zwar ungebeten betreten, sie bleiben jedoch in ihrem Element versteckt, bis sie nach einem Ruf aus diesem hervortreten. Man nimmt an, dass sie dem Ruf eines Magiers Folge leisten, weil der Strom der astralen Kräfte ihnen Genuss und Freude bereitet.

Elementarherren sind eindeutig die mächtigsten Elementarwesen. Sie sind in der Lage, weltweit jede Manipulation ihres Elementes zu erkennen. Sie können Kraft ihres Willens jegliche elementare Manifestation hervorrufen. Ihnen unterstehen auch die minderen Elementargeister und Djinni. Ihre große Macht ist der von Göttern und Dämonen nur wenig nachgeordnet, und sie sind mächtige Verbündete dem Zauberer, der ihr Vertrauen genießt und schreckliche Feinde den Schändern ihres Elementes. Es gibt zwischen den Elementarherren eine Art gutmütiger Rivalität, nicht jedoch die Kriege um Macht und Einfluss, die uns weniger weisen Wesen vorbehalten scheinen.

Es soll noch kurz erwähnt werden, dass Mischwelten zwischen den Elementarsphären existieren, so die Lavawelt aus Erde und Feuer oder die Schlammwelt aus Erde und Wasser. Auch dort gibt es Elementarwesen, die gerufen werden können oder frei auftreten. Den Stoffen der Antimateriellen Ebene, die Vallö Kalundgrag später ansprechen wird, mögen weitere Effekte zugeordnet sein. Wir hoffen hier in Zukunft auf manche Anregung.

Weitere Elementarwesen sind abstrakteren Sphären zugeordnet, der Zeit oder der magischen Kraft. Ihre Macht ist noch vielfach rätselhaft und mag auf künftigen Veranstaltungen erörtert werden. Das Wissen um die vier Elemente ist für den Magier unverzichtbar. Viele Formeln gehen unmittelbar auf das Wirken der Elemente zurück und die Elementare sind Mächte, deren Hilfe dem Magier unverzichtbar sind. Bedeutendes Wissen gewannen die Feidra aus dem intensiven Kontakt mit den Elementarherren des Feuers. Wenn unser Kultur heute einen bedeutenden Teil zu den magischen Kenntnissen Silurs beiträgt, so ist dies besonders der intensiven Pflege der Elementarmagie zu verdanken.

Askja Elmsfeuer ist eine Feidra, eine Vulkanelfe und Ureinwohner Silurs. Seit Otwela von Memmering die Sprache der Feidra übersetzt hat, befruchten deren bedeutende magischen Kenntnisse die Forschungen der Magier Silurs aufs bemerkenswerteste.

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