Die Findelfelder Stube ist ein von Smae Krítos betriebenes Waisenheim in der Kaiserstadt Chalkis. In unmittelbarer Nähe zum Honigbäckermarkt werden hier herumstreunende Straßenkinder und sonstige Heimatlose aufgenommen, und wieder in das bürgerliche Stadtleben der Metropole integriert. Die Schützlinge lernen hier neben den für den Alltag wichtigen Tätigkeiten wie kochen, backen, Kleidung flicken und Ordnung halten zudem lesen, schreiben und rechnen und ihnen wird außerdem das Grundwissen an örtlicher Etikette vermittelt.
Das Waisenheim[]
Das zweistöckige Sandsteingebäude säumt sich nahezu nahtlos an eine gekurvte Straße welche von den Wohnvierteln der Kaiserstadt zum Honigbäckermarkt führt und im Volksmund, nach dem kaiserlichen Kind, als Berendorkurve benannt wurde. Während die unteren Fenster offen und einladend den Blick auf die Gemeinschaftsräume des Waisenhauses freigeben, sind die oberen Fenster mit bunten Gardinen verhangen. Auf Wunsch können diese von den jeweiligen Bewohner*Innen handverziert werden - so befand sich darauf im Jahr des Schmetterlings der ein oder andere Falter.
Regeln vor Ort[]
- Findelfelder Stubenkinder müssen nicht klauen
- Findelfelder Stubenkinder dürfen nicht hauen
- Findelfelder Stubenkinder gehen früh zu Bett
- Findelfelder Stubenkinder kleiden sich adrett
- Findelfelder Stubenkinder hören stets aufs Wort
- Findelfelder Stubenkinder gehn auf den Abort
- Findelfelder Stubenkinder essen ihr Gemüse
- Findelfelder Stubenkinder füttern die Chalkyse
- Findelfelder Stubenkinder waschen ihr Gesicht
- Findelfelder Stubenkinder beten nur zum Licht
Das Personal[]
Hausmutter Smae wird bei ihren Bemühungen um die Straßenkinder von Chalkis von einer eingespielten Gemeinschaft aus ehrenamtlichen Helfer*Innen unterstützt, die häufig auch als zukünftige Adoptiveltern in Frage kommen. Außerdem sorgt ihr Bruder Yarin Krítos als ehemaliger Schiffskoch für die Verpflegung in der Stube und steht den Waisenkindern als männliche Bezugsperson zur Verfügung. Ein stets willkommener Gast ist die Fee Baleine, welche das Waisenhaus nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch gerne zu gelegentlichen Märchen- und Geschichtsstunden besucht oder andere Aktivitäten mit den Kindern plant.
Die Räumlichkeiten[]
Unten[]
Der Eingangsbereich[]
Betritt man die Findelfelder Stube, so findet man sich in einem eher kleinen Raum wieder, aus welchem man mehrere anliegende Räume betreten oder das obere Stockwerk über die großen Holztreppen erreichen kann. Zur linken Seite befindet sich ein offener Durchgang, welcher in das Kaminzimmer führt. Rechts führt eine Tür in das große Esszimmer. Gegenüber dieser Tür liegen die großen hölzernen Treppen, welche in das Obergeschoss führen. Hinter den Treppen liegt eine weitere Tür, von welcher aus man zur Küche und zur Speisekammer gelangt.
Das Kaminzimmer[]
Das Kaminzimmer, von den Kindern auch liebevoll "Geschichtenzimmer" genannt, ist ein gemütlich eingerichteter Raum, an dessen Wand rechts vom Eingang ein großer Kamin liegt. Auf mittlerer Höhe des Raumes steht an der linken Wandseite ein weinroter Armsessel. Davor liegen auf dem Boden ausgebreitet genügend Kissen, um allen Bewohner*Innen der Findelfelder Stube einen Platz zu bieten. Neben dem Sessel steht zudem eine Harfe. Die Wand hinter dem Sessel ist von Bücherregalen gesäumt und bietet jedem Geschichtenliebhaber stets ein neues Abenteuer.
Das Esszimmer[]
Im Esszimmer finden sich hintereinander aufgereiht je drei große Tische, zu deren langen Seiten je fünf Stühle stehen. Insgesamt finden dort also pro Mahlzeit 30 Gäste Platz. An den Wänden hängen die unterschiedlichsten Bilder, welche von den Kindern während den Bastelstunden oder in ihrer Freizeit angefertigt werden. Diese führen während der Mahlzeiten oft zu besonders interessanten Unterhaltungen, da sie die Phantasie der Waisenkinder anregen. Nicht selten wurde dabei ein Drache mit einer Erbse beschossen oder die Rüstung eines Ritters mit blutroter Tomatensoße verziert. Die Kunstwerke erzählen so also nicht nur eine Geschichte der Phantasie, sondern oft auch eine Geschichte des Speiseplans.
Die Küche[]
Yarin Kritos "Kombüse", wie er die Küche der Findelfelder Stube scherzhaft nennt, ist stets ein Ort von geschäftigem Treiben. Kartoffeln wollen geschält, Suppen umgerührt und Feuer aufgeheizt werden. Hier wird in gemeinschaftlicher Arbeit an der Verpflegung aller Bewohner*innen gearbeitet und so neben einer leckeren Mahlzeit auch ein gesundes Arbeits bzw. Sozialklima auf den Tisch befördert. Ohne den Koch dürfen jedoch nur besonders verantwortungsbewusste Waisenkinder die Küche betreten, da neben einer ordnungsgemäßen Verwendung der Küchenutensilien auch darauf geachtet werden muss, dass die Chalkyse keine nicht für sie bestimmten Nahrungsmittel zwischen ihre Zähne bekommt. Dabei sind die an der Wand hängenden, getrockneten Kräuter wie Thymian oder Lavendel zwar weniger attraktiv als frische Fianüsse oder Kirschäpfel, werden aufgrund ihres intensiven Dufts jedoch immer wieder von der Chalkyse angenagt.
Die Speisekammer[]
In einer Ecke der Küche befindet sich eine unscheinbare Tür, die zur stets prall gefüllten Speisekammer führt. Hier werden Kartoffeln, Mehl und anderen haltbare Lebensmittel in großen hölzernen Regalen bis unter die Decke gestapelt, um eine ausreichende Verpflegung aller Bewohner*Innen zu garantieren. Zudem wird hier auch der Milchkannenvorrat der Findelfelder Stube aufbewahrt und gern verputzte Nahrungsschätze, etwa geräucherter Schinken oder frischer Honig in besonders schwer zugänglichen Regalteilen verstaut.
Oben[]
Die Schlafzimmer der Angestellten[]
Steigt man die Treppe in den ersten Stock hinauf, so bemerkt man zunächst die zwei Zimmer der Angestellten welche die Treppe flankieren und sie von den Schlafräumen der Bewohner*Innen abschirmen. So wird sichergestellt, das die Nachtruhe eingehalten wird und keine unangemeldeten Besuche stattfinden. Hierhin ziehen sich die Angestellten der Findelfelder Stube nach einem langen Arbeitstag zurück, und genießen ihre nur spärlich verfügbare Freizeit. Außerdem werden hier alle konfiszierten Gegenstände aufbewahrt, die nicht in die Hände von Heranwachsenden gehören. Neben den Betten findet sich hier, abgeschirmt vom Rest des Raumes, auch ein Waschtisch, an welchem die Angestellten sich frisch machen können, und ein Abort.
Das Gästezimmer und die Abstellkammer[]
Hinter den Schlafzimmern der Angestellten finden sich zwei Türen die nur selten von Bewohner*Innen der Findelfelder Stube geöffnet werden. Die Abstellkammer wird vorallem für die Straf oder Putzdienste geöffnet, da sie vorallem Reinigungsmittel und Werkzeug beinhaltet. Dieses wirkt insgesamt etwas gedrängt, da die zweite Abstellkammer aktuell als improvisiertes Gästezimmer herhalten muss. In diesem steht allerdings wenig mehr als eine einfache Schlafgelegenheit und einer Truhe für persönliche Gegenstände. Erleuchtet wird der Raum von einer Kerze, die auf einem kleinen Nachttischchen platziert wurde.
Das Jugendzimmer[]
Hinter den Zimmern der Angestellten und den Abstellkammern befindet sich auf der linken Seite das Zimmer der Jugend, also das von allen Bewohner*Innen, die bereits mehr als ein Jahrzehnt auf Myras Boden verbracht haben. Am Fußende jedes der Betten, von denen jeweils Fünf an einer Seite des Raums stehen, befindet sich außerdem für jede Bewohner*In natürlich auch noch eine Truhe um persönliche Gegenstände zu verwahren. Vor der Fensterfront befindet sich außerdem ein Arbeitstisch der von zwei niedrigen Bücherregalen umrandet wird. Hier können die Bewohner*Innen (Schreib-)Arbeiten nachgehen und werden dabei meistens die Lichtsonne auf ihrer Haut spüren.
Das Kinderzimmer[]
Das Kinderzimmer, also das Zimmer für alle, die noch kein Jahrzehnt auf Myras Boden verbracht haben, befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Jugendzimmers. Wie auch im Jugendzimmer reihen sich hier zu beiden Raumseiten je fünf Betten an die Wände, an deren Fußenden sich für jede*n Bewohner*In eine Truhe zur Aufbewahrung privaten Eigentums befindet. Und auch ansonsten entspricht die Möblierung einer gespiegelten Version des Jugendzimmers. Für jedes Kind findet sich außerdem ein eigener Nachttopf, falls der Weg zum Badezimmer des Nachts mal zu weit ist.
Das Badezimmer[]
Neben einem großen hölzernen Badezuber befinden sich im Badezimmer der Findelfelder Stube vorallem Waschschüsseln die am häufigsten mit kaltem Wasser gefüllt sind, um den Kindern eine Katzenwäsche zu ermöglichen, bevor sie in ihren hoffentlich ereignisreichen Tag starten. Neben dem wöchtentlichen Badetermin, bei dem abwechselnd Bewohner*innen und Räumlichkeiten des Kinder und Jugendzimmers grundgereinigt werden, kann natürlich jedes Waisenkind nach Herzenslust ein Bad nehmen, sofern ein an der Badezimmertür aushängender Plan nicht anzeigt das der Badezuber grade besetzt ist. Jüngere Kinder werden bei ihrem "Zubern" von älteren Kindern betreutet, um sicherzustellen das niemand untergeht. Die Kinder dürfen dabei solange sie zu zweit in die Zuber passen natürlich auch gemeinsam Baden gehen. Eine ehemalige Bewohnerin der Findelfelder Stube stellt zudem duftende Seife versetzt mit Blüten und Kräutern zur Verfügung.
Der Chalkysenhort[]
Die Chalkyse ist die Katze, die in der Findelfelder Stube lebt, und der Chalkysenhort ist mehr oder minder eine Fensterbank, die diese Katze immer zum Schlafen nutzt.
Was man in der Findelfelder Stube sonst noch so zu sagen pflegt:[]
- "Findelfelder Kinder petzen nicht, Findelfelder Kinder halten dicht!" Die ungeschriebene Regel der Waisenkinder
- Myra-Fundort: Bote von Karcanon 84, S.8ff