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Igrafalo - Pilger in Kamenolan


Reisebericht des Pilgers Igrafalo, 2. Teil Bearbeiten

Die Wände waren mit einer gelblichen leuchtenden und dickflüssigen Flüssigkeit bedeckt, die den Raum erleuchtete. Ein Pulsieren ging durch die Wände, als ob sie leben würden. Die Decke war mit einem Relief versehen, welches jedoch nur manchmal an einigen Stellen durch die Schatten drang, die über dem Relief lagen.

Bei jedem Schritt gab der Boden nach und gab schlürfende Geräusche von sich, wenn die Fußspuren sich mit Wasser auffüllten. Die Säulen der Halle schienen aus morschen knochigen Ästen zu bestehen, die viel zu schwach aussahen, als dass sie das Dach der Halle tragen könnten. Die Luft war warm und feucht, über allem lag ein leichter Geruch von Fäulnis. Der Altar bestand aus einem grünlichen Material, was bei genauerer Betrachtung wie Reptilienhaut aussah; seitlich flankiert von jeweils einem Salar.

Salar ist die Bezeichnung für eine Rasse von Echsenwesen, die einen Kopf größer als die Werz jedoch wesentlich filigraner in der Statur sind. Sie sind die Tempelgarde des Kuor-Tulmak, sehr schnelle und tödliche Wesen. Noch nie sah ich, dass ein Salar im Kampf besiegt wurde. Die interessantesten Kämpfe in der Arena sind jene zwischen zwei Salar, wenn man den Tod in Perfektion sehen möchte. Mag man längere und brutalere Kämpfe, so sollte man sich einen Kampf zweier Werz aus dem Stamm der Ralux ah Kuor-Tulmak anschauen.

Die Zeremonie hat begonnen. Ein Klagelaut erfüllt die Halle, gefolgt von dem Zischen von Tausenden von Schlangen. ... Ruhe ... ein Trommelschlag ... Stille ... ein zweiter Trommelschlag ... ... ein dritter Trommelschlag ... Schlangen bewegen sich über den sumpfigen Boden – Es sind keine Vipern dabei. - ... ein Schmerzensschrei ... ich schau auf ... eine Schlange ist vor mir und es kommt mir vor, als fixiere sie mich, sie nickt mir zu und schwimmt zum Altar ... ein weiterer Trommelschlag ... noch ein Trommelschlag ... Ruhe ... der Altar ist über und über mit Schlangen, Reptilien und Amphibien bedeckt – ein Zischen ... ein Klagelaut ... Korlis scheint über dem Altar zu schweben.

Die Salar bringen ihm die Ungläubige, die sich eingeschlichen hatte, um das Wissen der Zeremonie der Näherung zu stehlen. Sie ist noch betäubt von dem Gift der Schlange. Der Priester betet und greift in ihren Körper herein, während sie auf dem Altar liegt – überall über und unter ihr sind die Geschöpfe der Göttlichkeit – und nimmt ein Organ nach dem anderen aus ihrem ungläubigen Körper, dabei verwandelt sich jedes Organ, welches er in Händen hält in den heiligen Schleim. Korlis betet zu ihm und wir, die Gläubigen wollen ihm, dem Bruder des Xnum, dem Bruder Seths, dem Sohn Marliliths dem Heerführer der Finsternis, dem Herren des DUL, dem DARKON, KUOR-TULMAK näher sein, ein Teil von ihm, in seiner Gnade stehen, uns ihm ausliefern und seine Gunst erhalten.

Die Ungläubige lebte noch viele Stunden, bevor Korlis sie ganz dem allmächtigen Kuor-Tulmak übergab. Korlis segnete uns mit dem Schleim des Gottes, den Resten der ehemals Ungläubigen. So gingen wir überglücklich und ohne Sorgen, und waren unserem Gott ein wenig näher, in den ihm geweihten Gebieten.

Igrafalo, Pilger und demütiger Verehrer des großen Kur-Tulmak

Segment: Karnicon - Reich: Kamenolan - Myra-Fundort: Kc57/21-22
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