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Irr'an, Erster von Vanxor, entstammt dem führenden Adelsgeschlecht Vanxors und vereint zwei Abstammungs­linien in sich: Durch seinen Vater Fl'mak von Vanxor kann er seine Ahnen­reihe bis nach P'nan'ar (bzw. P'njanar) zurückführen, durch seine Mutter Sira Vanxin aus einer der besten vanx-o-ritischen Familien reicht sein Stammbaum bis in die Zeit der Zhaketer zurück.

Wie viele Patriziersöhne wurde Irr'an aus dem Haus der Fl'mak-Vanxin zunächst bei der Stadtmiliz zum Reiteroffizier ausgebildet. Später bekam er ein Kommando in der Reichsmarine, wo er zwar Kompetenz und strategisches Gespür bewies, aber zugleich wenig Ehrgeiz zeigte, in der militärischen Hierarchie zu höchsten Ehren aufzusteigen. Stattdessen interessierte er sich damals mehr für die Provinz­politik und den Handel. Nachdem er im Rang eines Kommodore aus der Kriegsmarine ausschied, trat er zunächst als Teilhaber in ein Handelskontor ein und engagierte sich in der Stadt- und Provinzpolitik. Bei der Rückkehr von der ersten Handelsfahrt unter seiner Leitung wartete jedoch bereits die Berufung ins Amt des Ersten auf ihn, mitten in einer schweren Krise des Reichs, von allen Seiten durch Aggressoren und Invasoren bedroht.

Irr'an, im Kodex der P'nan'ara und in der Tradition der Vanx-o-Riten erzogen, ist loyal zum Reich und Herrscherhaus, solange dies loyal zu ihm ist. Dennoch verfolgt er auch eigene Ideen und Ziele: Er will seine Heimatstadt zur wohlhabendsten des Reichs machen – nicht unbedingt auch zur mächtigsten.

Religiös ist er wie viele andere Gebildete seiner Generation nicht auf einen einzelnen Kult fixiert. Regelmäßig wohnt er den Riten zu Ehren Dondras bei, wie es seine Pflicht als Erster der Stadt und der Pro­vinz ist. Im Privaten verehrt er seit seiner Zeit bei der Marine aber auch H'ralv, den Dachs und dessen Sohn Nor'tton. Das Große Amulett des »Vaters des Volkes« dagegen, das sein Vater noch unter der Rüstung trug und nur selten ablegte, ruht nun meist in der Schatz­kammer seines Hauses; Irr'an erscheinen die in den ererbten Schuppenpanzer eingearbeiteten kleineren Amulette, die Schwarzen Schuppen, völlig ausreichend. Auch diesen trägt er allerdings nur auf Kriegszügen oder bei offiziellen Anlässen. In Kreisen der P'nan'ara-Kriegerkaste jedoch achtet er darauf, den »Vater des Volkes« mit Respekt zu zitieren, die entsprechenden Segensfloskeln zu gebrauchen und die alten Riten genauestens zu vollziehen.

Der Hausaltar der Fl'mak-Vanx ist allerdings Ildru geweiht, der alten Stadtgöttin der Provinz­haupt­stadt, sind doch Mutter und Schwester Irr'ans Priesterinnen der Ildru. Schon vor der Gründung Vanxors soll es hier ein Heiligtum dieser Göttin gegeben haben. Irr'ans Mutter Sira Vanxin bedauert bis heute, das seine Augen während der Puber­tät das göttliche Grün der Ildru verloren; sie sind heute bräunlich-grün, manchmal ins oliv­grüne spielend.