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Nisan bis Elul im Jahr der Stille 424 n.P. Bearbeiten

Worüber redet man auf Karcanon im Frühjahr und Sommer im Jahr der Stille?

Das kaiserliche Kind, das die Kaiserin Kafrya von Erendyra dem Kaiser Bofri von Karcanon geschenkt hat, ist noch immer namenlos, doch soll sich das bald ändern, weshalb es in den letzten Monaten grössere diplomatische Aktivitäten rund um das Kaiserkind gab, und nun, da die Taufe, die Zeremonie der Namensgebung, unmittelbar bevor steht, auch grössere Reisetätigkeiten aus allen Richtungen auf die Kaiserstadt Chalkis am Grünen Meer zu.Viele, die sich dort zu diesem Anlass treffen, werden alte Bekannte sein, die sich in den letzten Jahren schon getroffen haben, etwa bei der Krönung des neuen Premierministers von Karalo-Floran, des Thronfolgers Florian, zum Erzgrossherzog von Reanndt-tenn vor wenigen Jahren oder den darauf folgenden Hochzeiten von Erzgrossherzog Florian mit Fürstin Jirina von Beralia und der von König Ragall von Silur mit Fürstin Martyna von Belgaran (siehe Bericht in diesem Boten), oder bei der Feier zum zehnjährigen Amtsjubiläum des Generalkapitäns des Grünen Meeres von Antharlan die in Anwesenheit hoher Würdenträger aus Ataris und des Kaisers Bofri sowie der Amazonenkönigin Jelantha von Am'y Syrren vor wenigen Monden in Serlandor, der Hauptstadt von Thumgal, stattfand. Fürstin Karia von Ataris, die Regentin Thumgals und Gefährtin des General, hatte alle nach Serlandor geladen, um Casan de Valece persönlich für die erhöhte Sicherheit des Grünen Meers zu danken (siehe Berichte im letzten Boten). Zusammen mit Olias Freiherr Sandhügel, einem Adeligen aus Thumgal, war de Valece anschliessend in seine Heimat Rhemis gefahren, doch wird erwartet, dass auch er von dort aus zur Namensgebung stossen wird. Es scheint, als würde des Grüne Meer enger zusammenrücken... ob das auch für die Finsternis am Grünen Meer gilt?

Magierakademien werden, wie es scheint, populäre Pilgerstätten, die in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch bekommen haben – und in den nächsten Jahren wohl immer mehr Absolventen erwarten dürfen. Die Magierschule von Z'ar etwa bekommt, vielleicht durch den neuen Ruf des Dunkelkaisers Zardos, Zulauf aus weiten Teilen der Dunklen Union, darunter auch ehemalige Absolventen, die vielleicht zur Weiterbildung kommen, vielleicht auch um dort ihre besonderen Fähigkeiten als Lehrer zu vermitteln oder an den langfristigen Forschungsvorhaben der Magierschule teilzunehmen. Andere langfristige Forschungen, die im Lauf der Jahrzehte in Vergessenheit gerieten, könnten rund um die einstige Nirsee bedeutende Veränderungen bewirken, da ein Mann beginnt, sich daran zu erinnern. Immer grössere Bedeutung bekommt auch die Manablanda Magierschule auf Rillannon an die von ganz unerwarteten Gegenden neue Schülerinnen und Schüler strömen – und Hilfeersuchen gestellt werden. Für die Anrainerstaaten des Grünen Meeres wird die Manablanda zur ernsthaften Konkurrenz zur Magierschule von Hermund, die am Mare Dardanum ihre Position ausbaut. Am Inneren Meer Karcanons gilt es unter Adeligen inzwischen als chic, seine intelligenten Kinder an die Magierschule von Hermund zu schicken, um ihr Talent zu entdecken und zu fördern. In Silur hat unterdessen König Ragall eine neue Magierakademie ins Leben gerufen, die von Magister Vallö Kalundgrag geleitete Akademie „Sieg des Geistes über die Materie“ zu Cryon (siehe Mitteilung in diesem Boten).

Und die MSM Esoteria, die Grosse Alte Dame unter den Magierschulen Myras? Jahr für Jahr gibt es neue Absolventen, welche die drei- bis fünfjährige Ausbildung des Grossen Weges dort mit dem nächsten oder ersten Zaubergrad abgeschlossen haben, jedes zweite Jahr Absolventen des nicht weniger aufwändigen Kleinen Weges, so auch dieses Jahr wieder. Diese Abschlussklasse der MSM aber unterscheidet sich von anderen durch durchaus weitreichende Ziele, von denen erst die Zukunft zeigen muss, was sich davon bis wann erreichen lässt.

Als wäre das Jahr der Geister nicht genug gewesen... Die Geistererscheinungen, von denen in der Vergangenheit berichtet wurde, wollen nicht aufhören. Der Geist Chaireddins de Valmore, des grossen Archons der Purpurnen Bruderschaft, heisst es, wehe wieder mancherorts am Grünen Meer, und selbst sein wilder Weg- und Kampfgefährte, Ursus Goldmaske der Aeri, der doch wohl vor vielen Jahren schon in den Fluten des Grünen Meers ertrunken ist, wird immer mal wieder gesichtet, im Jahr der Geister noch in der Grossen Ebene nahe dem Jong-Sai Fluss, bei den Beratungsfelsen am Rundweg der Brontos. Nach verschiedenen Erscheinungen dieses Geistes soll er jetzt mit einer Gruppe Elfen im Hochland von Nautir aufgetaucht sein. Eine Bestätigung für eine dieser Sichtungen gab es bisher jedoch nicht. Ein anderer Geist, der des einstigen Herrschers Sleig von Darhgond, soll in Llyn-Dhu-Morth gesichtet worden sein – wenn es nicht einfach ein Doppelgänger von ihm war. Und war es tatsächlich Bogo der Söldner, der in den letzten Monden zu Besuch in Ligurien war, wie Lamonten berichten?

Von Geistern geplagt ist auch Bakanasan in seinen Provinzen Midlifee und Samnium, von den Geistern der vielen gefallenen Soldaten des Reiches am Grossen Wall des einstigen Kaisers Wachholder XXIV und von den Geistern, denen viele dieser Soldaten in einer Katastrophe zum Opfer fielen. Erneut leidet die Gegend am Rande der Götterberge unter Dresamoas Hand und droht unter seiner Faust zerdrückt zu werden. Ein anderer Geist aber soll dem Willen mancher Bakanasaner zufolge das Reich in eine besser Zeit zurück führen: Der des Protector Maximus Adesus Ducates.

In den letzten Jahren war mehrfach, vor allem von Reichen des Bunds der Blumen (BdB), versucht worden, die Schwarze Armada aufzuhalten, die einen schier unglaublichen Weg über viele Meere dieser Welt hinweg gemacht hat, auf welche Weise auch immer. Heere im Gefolge Gläubigen des chaotischen Sturmpeitsche der Meere, des Halbgottes Anrash, vor allem der Reiche Dor-Niun Amarath und Kanarys, waren aus Kiombael nach Kezunsea gekommen um die Schwarze Armada der Gläubigen des Mannanaun zu vernichten. An der Machairasspitze Kezunseas kam es zur Schlacht am Nathanmund (siehe Bericht in diesem Boten) und das Berusinische Meer wurde zu einem Meer der Balken. Die Reste der Invasoren flohen, verfolgt von dem Grossteil der übrigen Schwarzen Armada. Wo aber ist die Schwarze Flotte, der Rest der Schwarzen Armada, jetzt? Eine Ziellose Suche hat in diesen Monden eingesetzt, ob von Unterstützern oder Feinden ist dabei ebenso unklar wie wo sie denn suchen sollten – vielleicht bei Desarachnia, wo vor einer Weile eine ganz andere Invasorenflotte angekommen war (siehe Bericht in diesem Boten).

An anderer Stelle fragt man sich, wie es wohl in Athanesia weitergeht, das mit seinen weitverteilten Schutzgebieten nicht erst seit der Herrschaft des Söldnerherrschers Kjeld Oran eine echte Macht auf Kezunsea wäre, wenn es nicht die meiste Zeit mit sich selbst beschäftigt wäre. Nachdem zuletzt noch die Frage war, ob Kjeld Oran bald von einem neuen Herrscher, einem neuen König gar abgelöst werden würde, ist er jetzt bemüht, seine Herrschaft zu festigen. So hat er einen erfahrenen Baron aus Scandalon jetzt eng an sich gebunden: Togon der Schreckliche ist seit neuestem einer der Feldheeren seines Heeres. Kommt statt eines Machtwechsels in Athanesia eher einer in Scandalon? Ein anderer Söldnerführer muss sich dafür nach einem neuen Heerführer umsehen, da die Fürstin Salti Ekstren die Söldnerarmee Nadoors verlassen hat. Religiöse Streitfragen beschäftigen in nächster Zeit wohl nicht nur Fürstin Karia von Ataris, die damit zu kämpfen hat, dass die einheimische Bevölkerung in Thumgal gerade in diesem Jahr der Stille nicht nur in Serlandor die Adlerfahne Dondras hochhält, während der Chnumhohepriester Uzori, in dessen Gefolge die neuesten atarischen Truppen kamen, etwas mehr Entgegenkommen auch in religiösen Fragen erwartet. Spätestens seit dem Auftauchen des Riesen Argon als Priester des Riesen der Götter haben die Dondragläubigen das Ducken verlernt, sie verstecken sich nicht mehr hinter den Sandhügeln, die an der Küste zu ihrem Schutz aufgetürmt sind. Religiöse Streitfragen beschäftigen aber auch Karias Gegner, denn während es in den letzten Monaten zu wilden Schlachten direkt vor Serlandor kam, da der Havariat Takan-Taan seine Naaliten (Seth) gegen die Priestergarde des Uzori (Chnum) antreten liess, ist beim Freistaat Aerinn und seinen Verbündeten keineswegs ausgemacht, dass dort Genral gegen des Generals Volk das Mass aller Dinge sein muss. Die Shrch Rssn aus dem direkter benachbarten Shodo Wun etwa haben da ganz andere religiöse Vorstellungen, und haben nicht nur mit vermehrten Spähpatrouillen in letzter Zeit ein Auge auf Thumgal geworfen. Gut wenn wenn Freunde hat, besser wenn die Feinde sich nicht einig sind...

Wie wird es weitergehen? Ihr werdet sehen... und mitentscheiden! Agape n'Or – Rassulu d'Or


Weltbote 58 – Winter 2004/2005 7 Verein der Freunde Myras e.V.


Überblick Karcanon bis Schewat im Jahr der Stille 424 n.P. Bearbeiten

Was ist geschehen in all dieser Zeit auf Karcanon? Wenig und unglaublich viel zugleich. Was in den einzelnen Reichen geschehen ist sollen die ChronistInnen dieser Reiche beschreiben – es wird seinen Weg in die kommenden Ausgaben dieses Boten finden. Hier soll es einige Momentaufnahmen geben, die nur einen kleinen Einblick geben in all das Geschehene.

1: Der Tag der Entscheidung Bearbeiten

Das gigantische Heer belagerte die Stadt schon eine ganze Weile, doch etwas hatte sich verändert. Von einem Tag auf den anderen waren dutzende, ja hunderte von Lagrfeuern in der Nacht verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt, und schloss man eine direkte Einmischung des Adlergottes in diesem Jahr der Ruhe vor dem Sturm aus, dann war der Grosse Drachen, sein Reiter oder Beherrscher oder Sender die einzig verbleibende logische Erklärung für dieses Problem. Diese Demonstration der Macht hatte zumindest etwas bewirkt: Von Luyen war keine Unterstützung zu erwarten, denn der Exedron hatte klargemacht dass er nicht vorhatte, seine Elite in einem Kampf zu verheizen, der in der Luft selbst stattfand. Nun, der Havariat beschloss, sich dieser Regelung anzuschliessen und zog seine Heere ab. Serlandor war befreit. Als in der folgenden Nacht die Feuer der Naaliten verschwunden waren, nickte der Elfenkönig wohlwollend von der Stadtmauer und gab den Befehl zur Abreise: Seine Arbeit in Serlandor war getan.

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Er hatte Jahre damit verbracht, die Streitkräfte zusammenzuziehen für diesen Kampf. Jahre in denen Fortschritte im ganz wörtlichen Sinne nur schrittweise zu geschehen schienen. Er hatte Monate damit verbracht, mögliche Verbündete mit Botschaften über seinen Stand zu informieren, mögliche Gegner zu Verbündeten zu machen und diese ganz unterschiedlichen Menschen hier zu versammeln. Jetzt war der Tag gekommen, da mit den letzten Überredungen und Bestechungen auch die letzten Verbündeten dazu überredet waren, das zu tun was sie tun sollten, ihre Rolle in seinem grossen Feldzug zu spielen, dessen Bedeutung die Welt nicht sehen wollte. Jetzt sollte ihm keine Mauer mehr im Wege stehen, kein Mensch und kein Ungeheuer, schon gar kein Heer. Heute würde der längste Tag beginnen, den dieser jahrelange Feldzug bisher kannte. Der Anfang vom Ende der Dämonen. Er war nicht nur ein Legendensänger, er war auch ein Bannsänger, und er, der Telidayin, würde sie verbannen aus der Nachbarschaft seines Reiches zumindest.

Die Geschichte von Karcanon Bearbeiten

Die Geschichte von Karcanon ist in eine Reihe anderer Artikel ausgelagert worden. Die aktuelle Zeitgeschichte von Karcanon findet sich in den aktuellen Boten von Karcanon:

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