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Die Kheitara vom Violetten Sägefisch ist eine Ordnungsmacht im Silurischen Viertel von Chalkis

„Hier geht’s ja zu wie in Kaisers Keller“ - Bentzman Demme, im Jahre 429 n.P., angesichts krakeelender Trinker vor seinem Kontor.

Im silurischen Viertel der Kaiserstadt Chalkis stoßen die Kulturen Silurs und Antharlans aufeinander. Während die zurückgezogen lebenden Silurer öffentlichen Radau verabscheuen ist er für die sich stolz von den Piraten der Bruderschaft herleitenden Antharlaner begeistert begangener Teil der Geselligkeit.

Die Silurer in Chalkis haben als Gäste des Kaisers das Treiben der Antharlaner in ihrem Viertel einige Jahre lang hingenommen. Aber während sie immer selbstverständlicher Einwohner des Kaiserreiches wurden wuchs zugleich ihr Anspruch dort in Ruhe und Frieden leben zu können. Bitten an Kaiser Bofri die Ordnung zu wahren versickerten in der Bürokratie von Chalkis, Eingaben an König Anian Turcas von Antharlan wurden mit Unverständnis, gar mit Gelächter kommentiert.

Deshalb entschieden sich die Alten Jungs, ein Kreis einflussreicher Männer im gesetzten Alter aus dem Silurischen Viertel die Dinge selber zu richten. Breggebyk Sogri, ein Offizier auf den Handelsschiffen von Bentzman Demme, dem einflussreichen Handelsherrn wurde gebeten, sich der Sache anzunehmen.

Nach Art der Silurer wurde eine Kheitara, ein Bund von Personen mit einem gemeinsamen Interesse gegründet. Breggebyk Sogri wurde Ulf- da- Kheitara, einige Männer und ein paar Frauen, zumeist Hafenarbeiter und Matrosen traten bei. Man erkennt sie an ihrem Weidra, der großen und aufwändig gearbeiteten Gürtelschnalle mit dem Zeichen der Kheitara, dem violetten Sägefisch. Bewaffnet sind die Pal, die Mitglieder der Kheitara mit Schlagstöcken, zusätzlich führen viele aus seemännischer Tradition ein Entermesser mit sich „falls mal ein Apfel zu schälen ist“, oder einen Marlspieker „so man irgendwo ein Tau spleißen muss“.

Man findet stets einige Pal- da- Kheitara des Violetten Sägefisches auf den Straßen des Viertels und natürlich mindestens einen auf dem Großen Platz am Hafen. Sie werden von einer Umlage der Bürger des Viertels bezahlt und sind gehalten, stets hilfsbereit und freundlich auf deren Wünsche und die Bitten von Gästen einzugehen. Ihre wichtigere Aufgabe ist es aber, Ruhe und Ordnung zu wahren. Diese Aufgabe meistern sie erfolgreich, größere Auseinandersetzungen gab es nur kurz nach der Gründung der Kheitara, als sie sich einige Male mit Gruppen von Antharlanern messen musste „um die Dinge klar zu stellen“.

Heute sind die Pal- da- Kheitara des Violetten Sägefisches geschätzter und unverzichtbarer Teil der silurischen Gemeinschaft in Chalkis. Ihr Status im Kaiserreich ist offen, ob man sie als private Söldnertruppe oder als Heer Silurs betrachten muss und ob derartige Gruppen im Reich oder in Antharlan überhaupt zulässig sind könnte man hinterfragen. Aber „die Pal leisten anständige Arbeit“, sagt Bentzman Demme, und deswegen macht sich auch kein Silurer Gedanken um die Meinung des Kaiserreiches.

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