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Die Mei'itei findet man vor allem in den Hochländern unterhalb der Ruika-Berge, die an die Ebenen zwischen Ruiji und Zwergengebirge grenzen. Sie ziehen in kleinen Herden im Frühsommer ins Hochland hinauf und kommen im Herbst zurück in die Tiefebene, um dort zu überwintern. Obwohl sie halbwild leben, trägt jede Herde die Brandzeichen eines Stammes oder einer Dorfgemeinschaft der Torreken oder der Sirrin; die besten Jungtiere des zweiten Jahres werden jeden Winter von der Herde abgesondert und zu wahrhaft beeindruckenden Reittieren erzogen.

In diesem Alter entspricht ihre Schulterhöhe etwa der eines durchschnittlichen Trang-Mannes; allerdings haben Mei'itei eine nach oben gewölbte Rückenpartie, durch eine Art Höcker in der Mitte gekrönt, der dann schon jeden Trang überragt. Wenn sie ein Jahr später geschlechtsreif werden, sind sie schon anderthalb Mal so groß. Mit doppelter Mannshöhe, die sie im sechsten Jahr erreichen, gelten sie dann als voll ausgewachsen; einzelne Mei'itei wachsen aber auch danach noch weiter.

Fremden fällt meist zuerst der lange, schwanenartig geschwungene Hals auf, gekrönt von einem gewaltigen Haupt mit einer gefährlich wirkenden Schnauze, aus der gewaltige Hauer nach unten und oben herausragen. Den Züchtern ist die Eleganz des Halses ein ebenso wichtiges Anliegen wie die Form und Schärfe der Hauer.

Mei'itei sind Allesfresser; sie lieben die in einigen kleineren Eichenschonungen in der Ruiji-Ebene vorkommenden schwarzen und weißen Trüffel, die sie mit überraschender Sicherheit finden und ausgraben. In dieser Region wird auch eine kleinere Abart nicht als Reittier, sondern ausschließlich zur Trüffelsuche gezüchtet.

Ihr hervorragender Geruchssinn führt wildlebende Mei'itei aber auch zu Aas, das die meiste Zeit des Jahres über ihre bevorzugte Nahrung neben verschiedenem Grünzeug, Früchten und Nüssen darstellt. Wenn im Herbst die Lachse den Ruiji und seine Nebenflüsse hinauf ziehen, sieht man sie sich aber auch mit großem Geschick als Fischer betätigen; sie schwingen ihre Schnauzen mit geschmeidigen Bewegungen des langen Halses durch das Wasser und tauchen fast jedes Mal mit einem Lachs im Maul wieder auf.

Ansonsten jagen sie aber so gut wie nie frisches Fleisch. Allerdings wird berichtet, dass in Banden organisierte Jungtiere gelegentlich einige Zwergschweine, Rehe oder Ziegen zusammentreiben, um sie dann mit ihren Hauern zu Tode zu stoßen oder mit den Vorderhufen niederzutrampeln.

Die gespaltenen Hufe der gezähmten und zu Reit- und Lasttieren abgerichteten Mei'itei werden von toltekischen Schmieden mit je zwei blattförmigen Hufeisen beschlagen; dadurch ist es möglich, mit den Karawanen oder Jagdbanden auch Straßen zu benutzen, ohne dass sich die Hufe zu schnell abnutzen und sich die Füße der Tiere entzünden.

Durch die Verwendung zweier einzelner Hufeisen wird zugleich erreicht, dass sie ihre Zehen weiterhin spreizen können, was ihnen in sumpfigen Gelände, in Sand, vor allem aber im winterlichen Tiefschnee des Berglands gegenüber Pferden einige Vorteile verschafft.
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