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Familie Weswald

Wappen der Familie Weswald.

Prinz Merok von Silur war Mitte 436 n.P. Kandidat für die Generalstatthalterschaft von Gorgonya im Kaiserreich Karcanon. Auch er stammt wie seine älteren Geschwister Dorim und Nyra aus Weswald auf der Insel Silur, fühlt sich aber mehr dem Kaiserreich verbunden, wo er seit dem Sommer im Jahr der Dämmerung 437 n.P. Silur im Kaiserlichen Rat vertritt.

König Ragall begleitete Prinz Merok in den Saal des Kaiserlichen Rates im Palast von Chalkis, wo bereits verschiedene Würdenträger versammelt saßen.

„Ich möchte Euch Prinz Merok von Silur vorstellen“, begann Ragall. Natürlich war Prinz Merok allen in der Runde bekannt. Der Hohe Adel des Kaiserreiches kannte seinesgleichen und begegnete sich ständig, auf Konferenzen und Konzilien, in Kaufhäusern und Kontoren, bei Tanzvergnügen und bei Jagden.

Prinz Merok hatte seinen Vater auf dessen Brautfahrt nach Karalo-Floran begleitet, war dann aber in der Kaiserstadt geblieben, um die hoch angesehene Kaiserliche Schule der Rechte und Pflichten zu besuchen. Hier lernte der junge Adel des Kaiserreiches und in selten Ausnahmefällen auch bürgerliche Schüler die Gesetze des Kaiserreiches zu interpretieren, die Verwaltungsvorschriften umzusetzen und natürlich ein getreuer Untertan des Kaisers und ein gläubiger Anhänger Chnums zu sein. Hier wurde die kommende Elite des Kaiserreichs geformt, Herren und Damen, welche im glücklichsten Fall ganze Provinzen zu verwalten oder zumindest einen angesehenen Posten im wachsenden Verwaltungsapparat des Kaiserhofes erringen würden.

Prinz Merok war ein Absolvent, dem eine erfolgreiche Zukunft bescheinigt wurden. Er entstammte höchstem Adel und konnte sich auf die Unterstützung seiner Eltern und deren weitreichende Beziehungen verlassen. Vor allem aber hatte er beim Schulbesuch und in der gewöhnlich darauf folgenden Bewährungsphase als frisch ernannter Verwalter der Baronie Sandhügel, einer kleinen Herrschaft zwischen Serlandor und Chalkis alles richtig gemacht.

Prinz Merok ist der zweite Sohn von König Ragall von Silur aus dessen erster Ehe. Er wurde im Jahr der Bindungen, 404 n.P. in Belfalas, der Hauptstadt Silurs geboren und Merog genannt. Als Kleinkind musste er mit seinem Vater im Jahr des Feuers 407 n.P. vor der Wergolinvasion seiner Heimat fliehen. Seine Mutter, Froya von Archrim starb auf der Flucht bei einem Attentat. Er verbrachte seine frühe Kindheit an Bord der Evakuierungsflotte und im Exil in Yslannad. Erst im Jahre 413 n.P., nach Abschluss des Vertrages von Silur und der Rückkehr der Exilierten kehrte er nach Silur heim.

Möglicherweise ist es die Erfahrung des Exils und der Rückkehr in die fremde und zerstörte Heimat, die in Prinz Merok eine beständige Ablehnung des Königreiches seines Vaters wachsen ließ. Der Satz: „Das ist nicht meine Insel“ wurde oft von ihm gehört. Schon als Kind sammelte er Muscheln am Strand von Yslannad, später als Jüngling in Silur auch Schmetterlinge und Käfer. Seine Erzieherin, Otwela von Memmering förderte diese Leidenschaft nach Kräften und heute sind die Muscheln und Insekten als Sammlung des Prinzen Teil der Bibliothek der Magierakademie von Belfalas.

Die Neigung zu fleißiger und systematischer Arbeit begleitet ihn bis heute, ebenso wie die Liebe zum Detail. Hingegen hatte er, ähnlich wie sein Vater wenig Freude an den militärischen Übungen der Ritter des Weißen Kreuzes. Nach Rücksprache mit König Ragall begleitete er statt dessen die Nazairs, die Waldläuferelite Silurs.

Beim Ritual von Trumau sprach der Schamane Harden Blaustein über ihn den gefürchteten Satz „Die Geister erkennen ihn als einen der Ihren“. Damit blieb ihm die Thronfolge auf Silur verwehrt. Denn nach der Landnahme der menschlichen Silurer bald nach Pondaron kam es vor, dass die Geister der Wesen, welche vor Pondaron auf der Insel lebten von Menschen Besitz ergriffen und sie gegen ihren Willen zu Schamanen machten. Nun bilden die Schamanen zwar eine der Hohen, das heißt magiemächtigen Kheitara der Insel, doch die Würde des Herrschers ist ihnen verwehrt, da sie allzuoft in den Diensten der Geister nicht anwesend, ansprechbar oder zurechnungsfähig sind.

Darüber keineswegs unglücklich ließ Merok seine Heimat und seine Muscheln zurück und betrat im Jahr des Tors 421 n.P. die Kaiserstadt um dort als Merok von Silur sein Glück zu suchen.

Durch sorgfältige und systematische Arbeit wurde er der Mann, auf den die Kaiserstadt gewartet hatte. Nun, für seine ersten vier Jahre in Chalkis mietete er, wenig beachtet ein großen, aber abseitig gelegenen Haus im Silurischen Viertel in Chalkis. Hier versammelte er ein sorgfältig ausgesuchtes Gefolge um sich, eine gesellschaftliche Karriere zu starten: Einen Schneider und einen Friseur, denn ein gutes Aussehen öffnet viele Türen; einen Herold um ihn durch die verwirrenden Verwandschaftsverhältnisse des Adels am Grünen Meer zu lotsen; eine Tanzlehrerin, als unverzichtbare Hilfe auf dem glatten Parkett von Chalkis; einen Koch um einen guten Geschmack zu entwickeln, eine Hofkaplanin mit Beziehungen zu den großen Tempeln des Chnum, eine Mathematikerin, denn für den, der sich aufs Rechnen versteht ist das Glücksspiel ein Chancenspiel, dazu mehrere Leibwächter und Leibwächterinnen, bereit verbindlich oder grimmig zu gucken und bei Bedarf die Fäuste oder die Schwerter fliegen zu lassen.

Von diesen Lehrern und Helfern perfekt vorbereitet musste er im Jahr des Sturms, 425 n.P. die Türen, welche ihm von Geburt an offen standen nur noch durchschreiten, um Erfolg zu haben. Er war der Mann des Jahres, der Mann des Jahrzehnts. Sein Auftritt war perfekt. Er kannte die Menschen und wusste sie anzusprechen. wirbelte bei den Tänzen der Saison die Damen (und so es dazu kam auch die Herren) übers Parkett

Der Prinz ist sechs Fuß groß, hat damit eine für einen Silurer durchschnittliche Körpergröße. Anders als König Ragall, der im Alter und im Wohlleben von Chalkis ein wenig Fülle angesetzt hat ist Merok sehr schlank. Wie sein Vater hat er dunkle lockige Haare, welche er lang und offen trägt.

Nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung wurde er zum Stellvertretenden Rechtsdiplomat von Chalkis in Helion ernannt. Dort war er zuständig für Rechtsstreitigkeiten, die über die Angelegenheiten der Freien Handelsmetropole Helion hinaus gingen oder Angehörige mehrere Gebiete des Kaiserreichs Karcanon betrafen. Er sollte dabei jeweils zu Schlichtungen beitragen, die der örtlichen Rechtssprechung und der örtlichen Regierung, dem Rat von Helion, akzeptabel erscheinen, aber den Rechtsgebrauch der Heimatländer der Betroffenen berücksichtigen. Keine einfache, aber eine interessante Aufgabe, da Rechtsdiplomaten immer das Recht des Zielgebiets und oft das vieler anderer Teile des Kaiserreichs besser kennenlernen – ebenso wie wesentliche Akteure vor Ort.

Stammbaum Bearbeiten


 
 
Baron Nidgren von Archrim
 
 
Herzog Dolph von Weswald
 
Ernestine
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Froya von Archrim
 
König von Silur Ragall *371
 
 
 
 
 
 
Martyna von Belgaran
 
 
 
 
Herzog Lindolf von Weswald *383
 
 
Baron Wissman von Barkan *384
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nyra *401
 
Dorim *401 nP
 
Reiji
 
Merok *404 nP
 
Marana *421 nP
 
Rif *422 nP
 
 
 
Yule von Barkan
 
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