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Merrem - Krieger

Ein junger Krieger der Aegyr, der im Altertum ein junger Mann in der Ausbildung auf Burg Elschwog im Aegyrland war. Zusammen mit anderen verfolgte er ein Mädchen der Burg, Gwynn, wobei sie zu Tode kam. Zurück auf Elschwog schob er Kalaun, der die Gruppe gesehen hatte, die Schuld in die Schuhe. Als ein Duell die Wahrheit entscheiden soll, siegt der bessere Kämpfer, nicht der Ehrlichere:

"„Sie", er deutete auf die jungen Männer und Frauen, „haben Gwynn getötet." „Du lügst", wurde ihm geantwortet. „Du selbst hast sie ins Wasser der Aegyser gestoßen." „Wieso hätte ich das tun sollen? Ich liebte sie." „Aber sie hat dich verschmäht. Deshalb. Ich verachte dich für deine Tat." Der Jüngling Merrem, der das sagte, spie ihm ins Gesicht. Kalaun stand einen Herzschlag lang wie erstarrt, dann sprang er den jungen Mann an, und seine Finger schlossen sich um dessen Kehle. Gemeinsam stürzten sie zu Boden, und erst dem Burgherrn gelang es, sie voneinander zu trennen. „Ihr seht es!" Merrem rang keuchend nach Atem. „Wäre er unschuldig, würde er sich nicht an mir vergreifen." Kalaun beherrschte sich mühsam. „Die Götter sollen entscheiden. Morgen, wenn die Sonne im Mittag steht, werdet ihr gegeneinander antreten." In dieser Nacht fand Gwynns Gefährte kaum Schlaf. Er sah dem Kampf mit gemischten Gefühlen entgegen, und als es endlich soweit war und er den Schild und die schwere Eisenkeule trug, verließ ihn schier der Mut. Merrem war einer der Stärksten seines Alters. Während Kalaun sich abwartend verhielt, griff sein Gegner sofort an. Dröhnend schmetterte seine Waffe auf den abwehrend hochgerissenen Schild. „Komm schon, du Schwächling. Die Götter wollen dich sehen." Die wuchtigen Hiebe dröhnten über den Turnierplatz. Merrem war schnell und geschickt. Als beider Schilde aufeinanderprallten, traf er Kalaun in die Seite und warf ihn durch einen zweiten Schlag zu Boden. Die umstehenden Aegyr brüllten vor Freude, doch ehe Merrem erneut zuschlagen konnte, trat die Burgherrin zwischen sie."
My149/22 [Quelle]

Als er später versuchte, den geflohenen Kalaun zu fassen, kam es erneut zu einem Duell, in dessen Folge er durch die Unterstützung Kalauns durch die Mächte der Finsternis seinen Tod fand:

"Er stürzte sich auf die goldene Rüstung und riß das Breitschwert des Ritters an sich. Aber noch während er die Klinge hochwirbelte und gegen Kalaun richtete, ging eine erschreckende Veränderung mit ihm vor. Sein Gesicht war plötzlich von Falten und Runzeln übersät, die Backenknochen traten unter der ledern wirkenden Haut hervor. Zugleich färbte sein Haar sich schlohweiß. Merrem stieß einen krächzenden Aufschrei aus. Vergeblich versuchte er, sich des Schwertes zu entledigen; es war ihm unmöglich, die Finger vom Knauf zu lösen. Er taumelte, konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten. Zum Greis geworden, starrte er Kalaun an, der sein Entsetzen nicht zu verbergen vermochte. Dann stürzte Merrem, und als er den Boden berührte, zerfiel sein Körper. Gleichzeitig begann die Rüstung sich zu bewegen. In den leeren Augenhöhlen der Mumie glühte ein gespenstisches Feuer. Mit steifen, abgehackt wirkenden Bewegungen bückte sie sich nach dem Breitschwert."
―My149/26f [Quelle]

Als Untoter, als unbelebter Diener eines Geists der Finsternis musste er seine Existenz fristen

"Der goldene Ritter war vor dir auserwählt, aber te Soyah hat versagt - in dem Moment, in dem er das Schwert gegen mich erhob, mußte er sterben. Nun erfüllt Merrems Geist die Rüstung. Er wird ruhelos sein, bis ihn eines Tages jemand von seinem Schicksal erlöst, und er soll die Seelen gefallener Aegyr um sich scharen. Sie werden weder leben noch ins Totenreich eingehen.""
―My149/27 [Quelle]
Erst Mythor und Torcay erlösten ihn schliesslich im Dunklen Zeitalter - wahrscheinlich.
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