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Mezzaroc von Quelstenn - Ex-HER
Crown Ex

Ex-HerrscherIn

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Ehemals Herrscher des Einhornclans auf Drachenland um Allumeddon, zusammen mit seiner Gattin, der Alchemistin Domerina von Quellstenn. Regierungssitz war Burg Quelstenn, mit Sitz an den machairischen Ausläufern des Tanurgebirges. Ein Magischer Ort den er suchte war der Einhornfriedhof. Noch dringender war ihm an vielen Tagen jedoch die Suche nach dem passenden Reim für sein Poetisches Epos über das Einhorn als Wesen an sich - in seinem Tagebuch schreibt er darüber - und über die Plagfen die seine Frau Domerina ihm bereitet:

„Aus dem geheimen Tagebuch der Domerina zu Quelstenn, verfaßt am siebenundvierzigsten Tag nach der fünften Wiederkehr ihres dreißigsten Geburtstags:

Ich werde ihn umbringen, ich halte es nicht länger mit ihm aus. Was war ich für eine Törin, auf das Liebesgestammel dieses Mannes hereingefallen zu sein. Ich Närrin glaubte tatsächlich, an seiner Seite ein Leben in Freuden führen zu können. Was habe ich statt dessen? Einen Mann, der dürr und hager ist, von fahler Farbe, daß er aussieht wie einer, der schnellstens eingesargt gehört. Einen Mann, der sich den lieben langen Tag lang nicht von seinem Lager erhebt, alberne Verse zusammenkritzelt und dabei unablässig jammert und nörgelt, daß mir die Galle siedet. Ein Jammerlappen von Mann, ein unfähiger Tropf als Herrscher und ein Narr unter den Poeten. Und ich brauche ihn. Noch kann ich mich seiner nicht entledigen. Er ist es, der seinen Namen unter die Urkunden kritzelt, mit denen ich meine Macht festige und ausbaue. Er hat es bewilligt, aus seinem Säckel bezahle ich sie - die zehn Tausendschaften Einhornkrieger. Mir gehorchen sie, dafür habe ich gesorgt. Wenn Mezzaroc endlich das ist, wonach er aussieht - tot -, werden sie meinen Anspruch auf die Führung des Einhornclans unterstützen. Mezzarocs Verwandte werden es nicht wagen, sich mir in den Weg zu stellen - ein Teil hat solche Versuche bereits büßen müssen. Aber noch kann ich Mezzaroc nicht den Trank würzen, der seine eingebildeten und meine echten Leiden beenden würde.

Der klapprige Halunke kennt das Geheimnis des Einhornfriedhofs, und er rückt es nicht heraus. Er scheint es in den alten Schriften gefunden zu haben; ich habe sie auch gelesen, wieder und wieder, aber ich habe die Spur nicht entdecken können.“

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„Aus der Chronik des Mezzaroc zu Quelstenn, Beherrscher des Einhornclans, Gebieter des Tals der Wunder, Herr über die Lande und Auen, Fürst der Winde, geschrieben am einhundertdreizehnten Tag im ersten Jahr des sechsten Jahrzehnts seines ruhmvollen Lebens mit eigener Hand: Sie will mich umbringen. Ich weiß es ganz genau, sie trachtet mir nach dem Leben. Ich kann es in ihren Augen sehen, wenn sie sich über mich beugt. Zu all meinen Leiden und Gebrechen nun auch noch dies - Mordränke, Intrigenspiel zur Kürzung meines Lebensfadens. Werde ich mein gewaltiges Werk noch vollenden können? Ich leide unsäglich, und sie tut alles, um meine Qualen zu vergrößern. Sie bedeckt mein Siechenlager mit so vielen Kissen, daß ich herabzugleiten drohe. Sie deckt mich mit Leinentüchern zu, daß ich vor Hitze schier umkomme; sie reinigt meinen gebrechlichen Leib mit entsetzlich kaltem Wasser, daß mir die Glieder vor Schreck erstarren. Und warum das alles? Was für einen Grund hat sie, einen ehrwürdigen Greis zu martern? Vor keinem Mittel schreckt diese Frau zurück. Gestern noch, zur Abendstunde, nachdem ich mein karges Mahl eingenommen hatte - die beiden Kapaune waren nicht schlecht, der Frischlingsrücken sehr gut aber an der Schnepfenpastete hat der Lump von Koch mit der Butter gespart - schmiegte sie ihren buhlerischen Leib an mich und flüsterte mir Worte ins Ohr, die mein Herz schneller schlagen ließen und meine Säfte erhitzten. Hätte ich sie nicht zurückgedrängt, ich hätte diesen Morgen nicht mehr erlebt. Unablässig drängt sie mich, Entscheidungen zu treffen. Wofür habe ich sie - unverzeihlicher jugendlicher Leichtsinn meines vierten Jahrzehnts - zum Weibe genommen? Daß sie Entscheidungen von mir will? Erlasse, Verordnungen, Anordnungen, sogar den Befehl zu Hinrichtungen. Wohin soll das noch führen? Sie will mich morden damit. Ich soll mein Werk nicht vollenden dürfen, mein Epos über die Legenden des Einhorns, geschmiedet in meisterlichen Versen, die sich mitunter sogar reimen. Was weiß dieses schwarzgelockte Ungeheuer von den Qualen eines Poeten? Seit vier Nächten habe ich nicht geschlafen, zermürbe ich mir den Geist - einer meiner glanzvollsten Verse lautet: Will’s Einhorn dreist aufs Horn dich stülpen, und nun gebricht es mir am Wort, das mit jenem sich klangvoll reimt. Hinrichtungen, pah - woher nehme ich einen Reim auf stülpen?“

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