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Mirikor-Gewebe - Stoff oder Tuch

So heißt der Stoff, dessen Produktion aus Mirikor weise Männer und Frauen der Gilde der Tuchmacher des thersländer Versorgungssplitter entwickelten. Das Rohmaterial dazu stammt vom Mirikor-Baum.

Das Mirikor-Gewebe oder kurz Mirikor ist dehnbar, flexibel und vor allem Wasser- und Luftdicht - je nach Verarbeitungsqualität. Da dieser Stoff noch relativ neu ist, wird er in zahlreichen Anwendungsgebieten getestet. Textilien, Windtücher, Segel und Wasserschläuche werden aus Mirikor gefertigt. Da er in unterschiedliche Qualitäten und Stärken hergestellt werden kann sind seine Anwendungsgebiete sehr weit ausgelegt.

In folgenden Schritten wird Mirikor hergestellt: Es werden Mirikorbäume gefällt und in handliche Stücke gehackt. Diese Holzteile werden in einem großen Zuber unter beigabe von Zucker ca. 5 Stunden gekocht, bis das faserige Holz zerfällt und ein milchiger, dickflüssiger Saft entsteht. Die schweren, hölzrigen und langen Fasern sinken zu Grund des Zubers, sodaß nur die jungen feinen Fasern im milchigem Saft schwimmen.

Nun wird mit einem Stock der Saft "angelupft". Das heißt, daß ein Stab in den Saft getunkt wird, welcher beim Herausziehen ein Faden -ähnlich geschmolzenem Käse - mit herauszieht. Dieser Faden wir auf eine 2 m im Durchmesser messende Holztonne gespannt, wobei anzumerken ist, daß die Tonne mit Eckspannten versehen ist, sodaß der Mirikorfaden nur an diesen Eckspannten aufliegt.

Der Faden umwickelt diese Tonne 6 mal, bevor er direkt an einen Webstuhl weitergeleitet wird. Der Faden der sich dich ganze Zeit aus dem Zuber zieht, endet erst, wenn der gesamte Saft im Zuber verbraucht ist, und in Fadenform gebracht ist. Auf dem genannnten Webstuhl werden die Fäden in ihrem angetrocknetem Zustand zu großen Stofflappen verwebt. Je größer hier der Webstuhl, desto größer die Mirikorlappen. Jedoch ist an dieser Station der Stoff noch nicht fertig.

Die Zuckerkristalle beginnen nun langsam sich mit den Fasern zu verbinden, und wieder zu kristallisieren. Bevor dieser Prozess in vollen Gang kommt, werden dich noch nicht fertiggetrockenten Mirikorlappen mit einer schweren Steinwalze gewalzt. Dies dehnt die Lappen erneut. Sie werden dünner, und der Stoff wird vor allem dichter. Man kann in diesem Stadium auch Lappen übereinander legen, und somit ein dickeres, jedoch reißfesteres und dichters Material erzeugen. Man kann weiterhin mehrere Lappen an den Enden großzügig überlappen lassen, und so große zusammenhängende Mirikorstücke produzieren. Das Walzen muß jedoch abgeschlossen sein, bevor die Lappen komplett getrocknet sind. Ist die Produktion gelungen, so ist nun zu beobachten, wie die Fasern durch sehr kleine Zuckerkristalle aneinandergeklammert werden. Die Fasern sind somit leztendlich die Ursache für die Flexibilität des Mirikor.

Tritt Mirikor in Kontakt mit Wasser, so werden ausschließlich die äußersten Zuckerkristalle abgewaschen, jedoch dringt das Wasser nicht durch die äußere Faserschicht, welche durch innenliegende Zuckerkristalle zusammengehalten wird.

Es wird noch nicht genau verstanden, wieso sich die innenliegenden Zuckerkristalle nicht auflösen, jedoch vermutet man, daß Zucker selber aus anderen, kleineren Substanzen besteht, welche durch Wasser getrennt werden könne, wenn sie große Kristalle bilden, da die gegenseitige Anziehungskraft in diesem Falle nicht so groß sei. In kleinen Kristallen hingegen, ziehen sich diese kleinen Substanzen zu stark an, als das sie durch das Wasser getrennt werden könnten.

Andere Theorien vermuten, daß Wasser selbst aus vielen kleinen Wasserteilchen besteht, und das diese kleinen Wasserteilchen schlichtweg zu groß sind um durch das feine Mirikorgewebe zu dringen, und somit die innenliegenden Zuckerkristalle aufzulösen. Sollte die geplante Herstellung in großen Mengen funktionieren, so könnte Mirikor ein Ersatz für allen herkömmlichen Textilien werden.
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