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„Gerechtigkeit bedeutet zuallererst Recht dem Rechtlosen“

(Mol Jurinac, Rede auf den Tempelstufen in Meerandtemm)

Mol Jurinac ist ein junger Ritter aus Karalo- Floran, der sich dem Patron Artan verschrieben hat. Als nicht erbberechtigter dritter Sohn eines selbstverständlich chnumgläubigen karanischen Barons war er ihm eine Karriere als Priester in der Reichskirche bestimmt. Aber seit dem Jahr 431 n.P. folgen einige Jahre mit schlechten Ernten aufeinander und das Volk leidet Hunger. Mol weigert sich, zusätzlich zu den staatlichen Abgaben auch den Chnumteil von Bauern einzuziehen, deren Ernte zum Leben nicht reicht. Deswegen zum Hilfspriester degradiert und in den großen Tempel Tridek-Unu bestellt verweigert er diesen Befehl, legt seine Roben nieder und wählt für sich den Artankult. Als es zu Hungerrevolten kommt verteidigt er die Aufständischen vor den Richtern von Tempel und Reich. Nach einigen Jahren endet die Not durch einige gute Ernten. Mol aber wird als Unruhestifter gebrandmarkt, aus seiner Familie ausgeschlossen und des Reiches verwiesen. Das Jahr der Flut spült ihn schließlich 436 n.P. als einfachen Wandermönch nach Chalkis. Er ist überzeugt, dass es ein höheres Götterrecht gibt, das zum Beispiel dem Menschen Nahrung zusichert und welches lokales Steuerrecht bricht.

Mol Jurinac ist ein großer, starker Mann, der eine schlichte braune Kutte trägt, dessen gepflegtes Äußeres aber verrät, dass er die Attribute des Adels freiwillig abgelegt hat. Seinen Wanderstab aus Eiche weiß er gegen Wölfe und Räuber zu gebrauchen. Seine wichtigste Waffe aber ist das Wort. Er kennt die Gesetzestexte und heiligen Schriften genau und weiß sie anhand entsprechender Referenzen auszulegen und im Interesse der Rechtlosen gegen die Machthaber zu gebrauchen.
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