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MyK046

Lage der Provinz Narein in der Nachbarschaft zum Hexenschlag - Detailkarte 014 von Helmut Pesch aus #My47 der Mythor-Serie

Narein - Burg, Geschlecht und Provinz auf dem Inselkontinent Ganzak in der Ophiswelt im Altertum.

DAS GESCHLECHT DER NAREIN - Die N. sind eines jener zehn Amazonengeschlechter, die vor dreieinhalb Großkreisen unter der Führung der weißbemantelten Hexe des 12. Grades, Raem, gegen ihre abtrünnige Zaubermutter rebellierten und sie schließlich stürzten. Raem nahm danach deren Stelle ein und wurde zur Zaem. Aus Dank für die tatkräftige Unterstützung teilte sie das eroberte Land (damals Süd-Singara genannt) Ganzak unter die zehn Amazonengeschlechter auf, die es auch heute noch beherrschen. Beim Sturz der abtrünnigen Z. der Namenlosen, die in der Gegenwart als Schwarze Mutter im Nassen Grab Angst und Schrecken verbreitete und an ihre früheren Machtbestrebungen anschließen wollte, versanken zwei Drittel des Landes Singara, und zurück blieb Ganzak in seiner heutigen Form.

Bei den Kämpfen gegen das Alte Volk von Singara, deren Nachfahren sich an die Lebensbedingungen unter Wasser angepaßt haben und aus denen die Tritonen hervorgegangen sind, hat sich die Amazone Garbica von Narein besonders hervorgetan. Neben anderen Heldentaten hat sie mit ihren Kriegerinnen etwas vollbracht, was keiner anderen Amazone je gelungen war. Sie stellte den legendären MANN CAERYLL in einer Bai, die danach den Namen Schattenbucht erhielt, zum Kampf, fügte ihm die einzige Niederlage zu und trieb ihn dadurch mit seiner Schwimmenden Stadt Carlumen zur Flucht in die Schattenzone. Garbica wurde daraufhin von Raem/Zaem besonders geehrt, indem sie den Vorzug vor allen anderen erhielt und sich als erste eine der zehn Lehnschaften aussuchen durfte. In Erinnerung an ihren Triumph über Caeryll, wählte sie jenes Land, das an der Schattenbucht liegt. Dies neidete ihr jedoch Soja von Horsik, die für sich in Anspruch nahm, die Tapferste gewesen zu sein, und darum brach sie mit Garbica einen Streit vom Zaun, der nie geschlichtet wurde und über Jahrzehnte und Jahrhunderte zu unzähligen blutigen Fehden führte. Es gab Zeiten, da schwelte die Feindschaft bloß, dann wieder schien sich eine Versöhnung anzubahnen, doch durch irgendwelche nichtige Anlässe wurden alle Versuche zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts immer wieder zunichte gemacht - und in der Gegenwart scheint aller angestauter Haß urplötzlich freizuwerden und nur durch die endgültige Ausrottung einer der beiden Sitten gestillt werden zu können. Und wie schon in der Vergangenheit, ist der Anlaß ein geringer. Garbica legte den Grundstein für den Sitz ihres Geschlechts auf einer markanten Felserhebung nahe der Grenze zum Innenland, der bei den Kämpfen gegen das Alte Volk aus Singara eine bedeutende Rolle gespielt haben soll - doch welche, ist nicht bekannt, denn in der Chronik von Burg Narein finden sich darüber keine Angaben, was zumindest ein wenig dubios erscheint und den Feinden derer von Narein Nahrung für Gerüchte gibt. Denn es ist bekannt, daß Adelsgeschlechter Ahnenforschung nur gewissenhaft betreiben, sofern sie nicht einen Makel aufdecken, der auf ihrem Namen liegt. Dagegen taucht in der Chronik von Burg Narein der Name des Mannes Caeryll immer wieder auf, und es gibt eine eigene Bibliothek, in der sich nur Schriften finden, die sich in dieser oder jener Form mit diesem legendären Mann befassen. So betrachtet, sieht es fast so aus, als wollten die von Narein diese Legende nur darum beleben, um die Heldentat ihrer Vorfahrin Garbica ins rechte Licht zu setzen und ihren Ahnenkult mit dem erforderlichen Stolz betreiben zu können. In der ersten Ausbaustufe war Burg Narein nur eine rechteckige Wehr aus hohen, düsteren Mauern und vier Ecktürmen, einigen Ställen. Gesinde- und Kriegerinnenunterkünften und dem Herrschaftshaus an der schroff und fast senkrecht abfallenden Nordflanke. Fast einen Großkreis lang bestand die Burg in dieser Form und hat in dieser Zeit zwei Belagerungen derer von Horsik standgehalten. Während dieser eineinhalb Jahrhunderte haben die Narein - unter Liefe, der Wutschäumenden und unter Nende, der Sanftmütigen - insgesamt vier Feldzüge gegen die Horsik geführt, ohne jedoch entscheidende Siege erringen zu können.

Für einen halben Großkreis lang kam dann eine Zeit des Friedens, in denen die schwelende Fehde in keine größeren Schlachten ausartete. Dies dauerte jedoch nur solange Landola, die Taube (Tochter der sanftmütigen Nende) der Sippe vorstand. Ihr sagt man ein Alter von 12 mal 12 Jahren nach, und die Hälfte davon erarbeitete sie ihrem Geschlecht Wohlstand und Reichtum und ging allen Händeln aus dem Wege. Landola war es auch, die als erste von ganz Ganzak Sklaven ins Land brachte, um sie den Boden urbanisieren und die Felder bestellen zu lassen. Sie schickte sogar ihre Schwestern ins Land der Wilden Männer und machte aus diesen Menschenfressern Bauern. Unter ihrer Herrschaft erlebte Burg Narein die zweite Ausbaustufe, wurde bis an den Fuß des Felsens und sogar ins flache Umland ausgeweitet und erhielt damals ihren stadtähnlichen Charakter. Allerdings - und das machten spätere Generationen der Taube zum Vorwurf - vergaß sie fast völlig, auch für die erforderlichen Verteidigungsanlagen zu sorgen. Und als nach ihrem Tod die Horsik-Sippe Morgenluft witterte und zu einem offenbar von langer Hand vorbereiteten Vernichtungsschlag gegen die von Narein ausholte, wäre dieses Vorhaben beinahe gelungen. Nur dem Umstand, daß Landola mit der regierenden Matria Hergete eine gute Freundschaft verband und diese als Unparteiische eingriff und einen einjährigen Waffenstillstand erwirkte, rettete die von Narein vor der Ausrottung.

In dieser einjährigen Kampfpause war es Darieme, die Kluge, die die dritte Ausbaustufe in Angriff nahm und das Gesicht von Burg Narein prägte, wie es sich einem auch heute noch darbietet. Sie zog alle Leibeigenen und Sklaven von den Feldern ab und ließ sie die Wälle um die Burg erbauen, an denen sich später noch viele Horsik-Generationen die Schädel einrennen sollten. Darieme baute die Labyrinthgärten, durchsetzte den Ahnenfriedhof mit jenen Gellsteinen, aus denen die Stimmen der Toten sprechen und den Eindringlingen das Gruseln lehrten, sie legte überall auf den Verbindungswegen und in den Gängen der Burg Fallen und machte die Großanlage der Burg ganz allgemein zu einer waffenstarrenden und zu einer schier uneinnehmbaren Festung. Es war Darieme, die ihrem Geschlecht zu dem Ruf verhalf unbesiegbar zu sein. Es gibt ein Sprichwort im Lande Ganzak, das nicht von ungefähr kommt: »Sicher wie Burg Narein!«

Darieme hätte ihr gigantisches Werk jedoch nie in solch kurzer Zeit ohne die Unterstützung der Anakrom-Sippe vollbringen können. Es war Burras Urahnin Sheek, die Darieme in ihren Bestrebungen mit Rat und Tat unterstützte, worauf letztlich die enge Freundschaft zwischen den beiden Amazonengeschlechtern begründet ist. Und als Burra durch den gemeinen Verrat ihres Vaters Jodrel praktisch vor dem Nichts stand, waren es die von Narein, die ihr bei der Begründung ihrer Amazonenschule halfen. Als Gegenleistung vermachte Burra der Narein-Sippe das Lehnrecht über ihr Land - was letztlich wiederum die von Horsik aufbrachte und zu den Waffen greifen ließ und zur angespannten Lage in der Gegenwart führte.



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