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Die Welt weint... Bearbeiten

neFallinn ò Maìri war die zierliche kleine Königin von Cuilleann Croi-Tor. Sie hatte ihre Jugend im Zauberwald von tUisge mFhial verbracht und liebte Kunst, Musik und Literatur über alles. Nun bedeckten die Reste ihres seidenen Morgenmantels den schönen jungen Leib nur spärlich.

Sie hatte bei der Ankunft des Fremden nicht genug auf die äußeren Anzeichen geachtet. Im letzten Herbst war Rambot "Rabenschnabel", nachdem er einen Plünderzug gegen Cuilleann Croi-Tor gemacht hatte, von Kriegern des Landes gefangengesetzt worden, konnte dann aber entfliehen. Kurz nach seiner Flucht war ein Fremder erschienen, der angeblich ein innerster Feind des Finsternis sein sollte. Eine merkwürdige Aura umgab ihn, ein Glimmer von Fremdheit.

Wer hatte ahnen können, daß dieser Mann der verkleidete Rambot der Rassler war? Wer konnte vermuten, daß er nur die Feldherren von Croi-Tor durch Geldgeschenke auf seine Seite bringen wollte, um selbst Herrscher des Landes zu werden.

In jener Nacht konnte neFallinn nicht schlafen. Merkwürdige Träume raubten dem jungen, wunderschönen Geschöpf den Schlaf. Als vom Hain der Druidin tFhaìlinn ni Shuinoìnn Schreie herüberdrangen, warf die junge Königin sich ihren Mantel über die Schultern und wollte nach dem Rechten sehen. Doch sie kam nicht weit:

Mit aufgelöstem Haar und in ihrem seidenen Morgenmantel begegnete sie auf den Stufen ihres Palastes dem Üblen, dem Mann, der sich ein halbes Jahr in ihrer Stadt aufgehalten hatte. Es war Rambot der Schwarze mit seinem finstren Rabenschnabel, umschwärmt von einem Dutzend dunkler Raben. Neben ihm standen die beiden Hohen Feldherrn der Hochländer, die dereinst einen Eid auf die Königin geschworen hatten, durch Geld gekauft...

Der mächtige Rambot warf neFallinn mit einem mächtigen Schlag beiseite, um sich auf den altehrwürdigen Thron von Croi-Tor zu setzen, auf dem seit vielen Generationen nur Frauen Platz genommen hatten. Harte Hände ergriffen die zarte Königin und warfen sie in den dunkelsten Keller, in dem einst Rambot schmachten mußte.

Tränen rollen nun von ihren Wangen, die so von ihren eigenen Kriegern ent�täuscht wurde. Ihr Volk leidet unter der Gewalt des fremden Usurpators. Das liebliche Geschöpf, von der Hand der Natur selbst in zartesten Farben und Formen gemalt, trauert sitzend und hofft, daß dereinst ein starker Held sie errette.

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