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Olvar Talier - FÜR

Fürst und Stadtoberhaupt von Richal in Taron don Umn und Innenminister des Reiches.

Die Reisen des Olvar Talier Bearbeiten

Ein Bericht aus der Zeit 431 n.P. welcher im Tewet verfaßt wurde:

Das erste Jahrhundert nach Pondaron Bearbeiten

Ein kurzer Auszug aus dem Lebenslauf von Fürst Olvar Talier, der Innenminister vom Tal des Lebens und Taron don Umn und das Stadtoberhaupt von der Stadt Richal. Er wurde kurz nach Pondaron als viertes Kind von seiner Mutter „In dem Haus auf dem Lande“, welches der Familie seines Vaters gehört, geboren. Seine Kindheit verlief, obwohl zumeist Krieg herrschte, sehr geordnet und abgeschirmt. Er wurde von damals notwendigen Leibwächtern und anderem Personal seiner Eltern erzogen. Seine Eltern sah er eigentlich nie, da er als viertes Kind in der Erbfolge unerheblich war. Sie waren aber so gnädig, ihm eine Art Lohn oder eher Taschengeld zu geben, von welchem er gut leben konnte. Er entschied, auf das dringende Anraten seiner Erzieher hin, eine Schule in einer etwas weiter entfernten Stadt zu besuchen. Sein Augenmerk fiel dabei auf die Stadt Gaudron, welche sich in der Nähe der gerade im Bau befindlichen Stadt Dannan befindet. Dort wollte er die neu errichtete Schule der Geisteswissenschaften besuchen. Dort angekommen bemühte er sich zwischen einem Angriff der Harpyien und der danach erfolgten Siegesfeier um eine Audienz bei dem Stadtoberhaupt, wo er nach der Klärung der Positionen und der Stände ein ansehnliches aber doch eher bescheidenes Stadthaus erwarb. Er wollte auf jeden Fall kein Aufsehen in der Stadt erregen solange er da war, da er während seines Studiums seine Ruhe haben wollte.

Zuerst schrieb er sich mal ein, das heißt: Er ging zur Schule, wo er dem Rektor, zu welchem er erst über viele Stationen und einigem Ärger und Missverständnissen gebracht wurde, seine Zeugnisse vorlegte. Der empfahl ihm seiner Herkunft entsprechend sich bei der Heerführerakademie einzuschreiben, da dieses sich in der gebotenen Zeit für einen aufstrebenden Adligen eher gezieme. Gegen diesen Rat mußte er sich auflehnen. Aber da das Land schon seit langem sich mit unterschiedlichen Ländern im Krieg befindet und kein Ende abzusehen war, fiel es ihm schwer, dabei diplomatisch zu bleiben ohne sein Gesicht zu verlieren. Dieses kleine Wunder gelang ihm, als das warme Aufgussgetränk am Nachmittag gereicht wurde, indem er, nach einer langen Rede, das Wort als Waffe bezeichnete, mit welchem man nicht nur kämpfen sondern auch ganze Kriege gewinnen kann. Das ließ der Rektor gelten, verwehrte ihm nicht mehr den Zugang zur Schule, wo er sich dann einschreiben konnte. Die Studienzeit war sehr erquicklich für ihn, er blühte förmlich auf. Nach der für jeden Studiengang vorgeschriebenen Zeit, beendete er, nur durch die immer wiederkehrenden Kampfhandlungen unterbrochen, welche die Stadt bedrohten, seine Schulzeit. Er hat in knapp hundert Jahren sich durch alle, damals in der Schule angebotenen Studiengänge durchgearbeitet und die damals möglichen Abschlüsse erworben. Das war auch damals durchaus ungewöhnlich, aber wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen, hatten die bis dahin gültigen Schulregeln (Gesetze) keine Handhabe dagegen. Wie auch immer, seine weiteren Pläne sahen eigentlich vor, dass nach einem längeren Auslandsaufenthalt mit ausführlichen Rundreisen er eine Stelle im Staatsdienst sich sucht.

Aber auf einmal war der Krieg zu Ende. Alle, die er kannte, sprachen von einem Sieg, nur niemand wußte so genau wo und wie? Auf jeden Fall hörten die offiziellen Kampfhandlungen auf und die fremden, zumeist feindlichen Truppen verschwanden aus dem Tal und seiner Umgebung, zum späteren Imperium von Khasan am Rande der Wüste des Schnellen Todes, auf die Insel im Golf von Vartir und an den Rand der Welt. Von Aushängen, welche auf allen öffentlichen Plätzen ausgehängt waren, erfuhr er, daß Leute mit Fremdsprachenkenntnissen und oder einem diplomatischen Geschick bei den Truppen gesucht werden, das erschien ihm interessant zu sein. Darum schickte er einen seiner Bediensteten zur Meldestelle, um über ihn genauere Informationen zu erhalten. Nach dessen Rückkehr und seinem Bericht, überdachte er für sich die Möglichkeiten, die sich daraus entwickeln könnten.

Es erschien ihm ein außergewöhnlicher Zufall zu sein, welcher seine beiden Wünsche für seine Zukunft vereinte. Also entschied er, daß das Angebot für ihn ideal wäre und sich dabei vielleicht eine Chance ergeben könnte, durch welcher er sich verwirklichen könnte. Also ging er persönlich zum Anwerbungsbüro, um sich und seinen vertrauenswürdigsten Leibwächter anzumelden. Als er zur vorgeschriebenen Zeit mit seinem Gepäck und Leibwächter eintrifft, sieht er ein riesiges Heerlager, das sich gerade im Aufbruch befindet. So etwas hat er bisher noch nie gesehen. Ein für ihn enormes Chaos, das wohl nie eine Ordnung finden wird. Da er fasziniert ist, bleibt er stehen und beobachtet das Treiben. Dabei bemerkt er nicht, dass ein Bote sich im gebührenden Abstand ihm genähert hat. Sein Leibwächter machte ihn auf diesen Umstand aufmerksam. Worauf er ihn herbei winkt und die an ihn gerichtete Nachricht in Form eines versigelten Briefes entgegen nimmt. Der Bote bedankte sich nach dem Erhalt eines Silberstücks und entfernte sich. Daraufhin steckte Olvar die Botschaft in seine Innentasche und begab sich zu dem Treffpunkt zu welchem er gebeten worden ist. Dieser Ort war das Hauptquartier der Garnison. Dort angekommen wird er ohne Umwege zu einem größeren Raum geführt in welchem mehrere gerüstete Personen standen. Der Älteste von ihnen, welchen er sofort als den obersten General und Kriegsminister des Landes erkannte, winkte ihn herbei und teilte ihm mit, dass er sehr willkommen wäre und drückte ihm sein Beileid aus. Das erschütterte ihn ein wenig, aber als gelernter Diplomat ließ er sich nichts anmerken und unterdrückte seine Neugier und bedankte sich bei ihm angemessen. Nach einer kurzen Verschnaufpause teilte der General ihm mit, dass er zu einem größeren Erkundungsheer eingeteilt ist, wo er die Aufgabe übernehmen soll die diplomatischen Probleme zu lösen, welche bei der Begegnung von Fremden und Einwanderern entstehen werden, denen sie bei der Ausübung ihres Auftrags begegnen werden. Sein Vorgesetzter wird der Offizier und Heerführer Adrian Yrum sein, den er am nächsten Morgen vor den Toren der Stadt bei der Standarte des Flammenden Pfeils treffen soll. Von dort soll die Reise gegen Mittag losgehen. Nach diesem Gespräch wird er entlassen und höflich aus dem Raum begleitet. Wo er alles ignorierend fast rennend sich nach Hause begibt. Dort angekommen zieht er die Botschaft aus seiner Innentasche, öffnet sie hastig und fängt an, sie zu lesen. Danach verstand er das seltsame Verhalten des Generals. Sein Vater und sein ältester Bruder waren vor etwas mehr als zwei Monaten bei einem Jagdunfall gestorben. Sie hatten eine Horde Iguanodons verfolgt, die ihre Scheu vor den Bauern verloren hatten und Lebensmittelvorräte aus ihren Scheuern raubten. In der Botschaft wurde er noch aufgefordert: daß er, sobald er in die Nähe seiner Heimat kommt, seinem Vater und Bruder die Ehre erweist und seinen älteren Bruder aufsucht und ihn als Familienoberhaupt anerkennt. Darauf setzt er sofort selbst eine Botschaft auf, in welcher sein Bedauern ausdrückt und die Zusage macht, bald vorbei zu kommen.

Am darauf folgenden Tag trifft er wohl etwas bekümmert aber pünktlich an der Standarte ein, wo er von einem großgewachsenen jungen Elfen in robuster aber einfacher Lederkleidung erwartet wird. Was ihn dabei erstaunt, ist eine neben ihm liegende Großkatze mit fast unterarmlangen Reisszähnen, die ihm gelangweilt mit ihrem Kopf über den Oberschenkel streichelt. Von diesen Tieren hat er schon gehört, aber gesehen hat er sie bisher noch nicht. Was ihn am meisten erstaunt, ist der Sattel auf dem Rücken des Tieres, er scheint irgendwie nicht dorthin zu gehören. Als er gerade dabei war, weitere Gedanken und Vermutungen zu ersinnen, spricht ihn der Elf an: „Seid ihr Olvar Talier, der Diplomatische Berater, welcher für den Flammenden Pfeil angeworben wurde?“ Er antwortet sofort: “Ja der bin ich!“ „Nun dann kommt, das Heer steht bereit! Um mich vorzustellen: ich bin Adrian Yrum, wir sollten uns jetzt an die Spitze des Zuges begeben, damit die Reise losgehen kann!“ Gesagt getan, die Reise ging los und wie nach ungefähr fünfzehn Meilen taten ihm die Füße weh, was für eine Katastrophe, zum Glück war der Tag fortgeschritten, so dass das Nachtlager bald darauf aufgeschlagen wurde. Da entdeckte er, dass er ein Zelt und das dazu passende Picknickgerät vergessen hatte. Aus früheren Ausritten wusste er, dass unweit des Lagers ein Dorf sich befindet, wohin er sich in Begleitung seines Leibwächters hinschleppte. Das Dorf erschien ihm seit dem letzten Mal, als er hier war, sehr aufgeräumt um nicht zu sagen leer, denn nur aus der Hälfte der wenigen noch existierenden Gebäude steigt aus den Kaminen Rauch auf. Das ließ ihn nicht an seinem Erfolg zweifeln und begab sich zu dem größten Haus des Dorfes, von dem er wußte, dass in diesem das Wirtshaus und der Krämerladen sich befinden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte er dort die nötigen Waren, Pferde und Ausrüstung bekommen, die ihm fehlte. Die Schwierigkeiten bestanden darin, daß der Bauer, welcher den Hof übernommen hatte nach dem Tod des ursprünglichen Besitzers, den Laden und die Restauration loshaben wollte. Also kaufte er, nach langen vergeblichen Verhandlungen, eben notgedrungen das Wirtshaus mit dem Laden. Daraufhin schrieb er seinem Verwalter, der in seinem Haus in der Stadt wohnte, einen Brief, in welchem er ihn beauftragte, sich um dieses Problem hier zu kümmern solange er unterwegs ist. Nun kann er endlich loslegen. Was er dann auch gleich am nächsten Tag mußte. Denn sein Chef, also sein Arbeitgeber, der Heerführer, gab den Befehl: Die Umgebung zu durchstreifen, da ab hier, in den vielen Jahren des Krieges, feindliche Truppenverbände die Ländereien im Ophis des Tals nicht nur geplündert sondern auch erobert hatten. Die Aufgabe ist, die Ländereien zurück zu gewinnen und die Bewohner davon zu überzeugen, sich wieder dem Land anzuschließen. Seine Aufgabe war dabei, mit den Uneinsichtigen zu reden. Er nahm seine Aufgabe sehr ernst. Er bemühte sich wirklich und er hatte am Anfang zumeist, dann später fast immer, Erfolg. Auch bei dieser Arbeit vergrößert die Übung das Können. Nach ein paar Monaten war er so überzeugt von sich, daß er sich zutraute, mit einem Feenwesen eine Verhandlung zu führen. Diese Wesen waren, wie auch die einst in Feenor beheimateten Feen, bisher wie Halbgötter behandelt worden, so dass eine Debatte oder Verhandlung mit ihnen nie versucht oder gewünscht wurde. Denn da wo sie sich aufhielten, war die Welt in Ordnung und alles gedieh auf wundersame Weise wesentlich besser als dort wo sie nicht waren. Aber irgendwann muß das auch mal sein und dann wird er bereit sein.

Die Reise ging weiter und so langsam war das Ziel absehbar. Das Tal war wieder vereint, also ein Land. Als dies geschehen war, trafen die dabei beteiligten Heere sich zu dem ersten Herbstfest im Tal, zu welchem auch die Bewohner alle eingeladen waren. Das war eine gigantische Geschichte, die so sicher nicht so oft auf Myra durchgeführt wurde. Der Festplatz erstreckte sich über mehrere Quadratmeilen in der Mitte des Tals, aus denen die Urtiere für diesen Zweck mit Zäunen ausgeegrenzt worden waren. Es wurden mehrere Zeltstädte und Märkte um diesen Bereich herum aufgebaut, in welchen die Besucher nächtigen und einkaufen können. Auf dem Platz gibt es mehrere Bühnen, Wettkampfstätten und Verpflegungsbereiche, bei welchen man sich vergnügen und verpflegen kann. Das Fest muß wohl schon länger angekündigt gewesen sein, da eine unübersehbare Masse an Menschen, Elfen, Feenwesen und sogar einige Zwerge sich eingefunden haben. Der Krach auf dem Platz war ohrenbetäubend.

Die Vergnügungen waren in vollem Gange, als auf einmal auf der zentralen Bühne des Platzes Fanfaren erschallten. Daraufhin wurde es ruhig und bevor das Gespräch usw. wieder einsetzte, kamen eine Anzahl Würdenträger auf die Bühne. Er konnte, weil er zu weit weg stand, leider nicht genau erkennen, wer diese Personen genau waren, aber es schien ihm so, daß einer der Würdenträger die Farben seines Hauses tragen würde. Worauf er, nach kurzem Überlegen, sich ziemlich sicher war, daß das der Rat der Elfen sein muß. Dann erschallte die Stimme des Bewahrers, des Königs der Elfen welcher der Herrscher der Elfen von Taron ist, über den gesamten Platz, was natürlich nur mit Magie möglich ist, und verkündet den Grund des Festes…

Am Schluss seiner Rede kam noch eine große Überraschung, er erklärte dass er einen Ehemann für seine Tochter, Prinzessin Quinty, gefunden habe. Die schönste Maid der Talelfen war bewundert und von Tausenden aus der Ferne begehrt worden – nun also sollte ein auserwählter Elf ihre Hand und das Erbe des Elfenreiches erhalten.

Der Schock war bei vielen Heerführern und Edlen gross, als er seinen Schwiegersohn und Nachfolger vorstellte: Es war der, welcher von dem Anführer der Hauptstreitmacht gegen das Böse, vom Lichtboten nach Pondaron, ins Tal entsandt worden ist, um das Land und die Wesen in ihm zu beschützen. Als sein Name genannt wurde, Katuum, trat ihm sein Leibwächter auf den Fuß und sagte: “Der ist ja gar kein Elf!“ Nach dieser Aussage konnte er nur die Schultern hochziehen und erwidern:“Dann kann es ja nicht lange andauern, wenn es ein Problem mit ihm gibt! Aber wie alt muss der denn jetzt schon sein? Da ja Menschen im Allgemeinen nur 40 Jahre, bei guter Lebensführung vielleicht 60 Jahre alt werden können muss dieser Hüter, 100 Jahre nach Pondaron, doch schon ein Greis sein. Da kann uns ja nicht viel passieren, denn bis eine einschneidende Veränderung bei den Elfen eintritt, kann schon etwas Zeit ins Land gehen. Also wenn wir die Ohren anlegen und den Nacken einziehen, werden wir das schon überstehen!“

Auf seine Worte nickt sein Gesprächspartner verständnisvoll und anscheinend beruhigt und dreht sich weg, um sich eine andere Unterhaltung zu suchen. Den Namen des Vorgestellten wird er sicher noch erfahren, da macht er sich keine Sorgen. Das Fest ging noch einige Tage weiter. In dieser Zeit besuchte er seinen Bruder, den er unter den Ratsmitgliedern erkannt hatte, denn niemand würde es wagen, unerlaubt die Zeichen einer fremden Familie zu tragen. Er fand ihn nach kurzer Suche in dem für Würdenträger abgesperrten Bereich am Rande des Festplatzes. Dort verneigte er sich vor seinem Bruder und erkannte ihn unter Zeugen als Familienoberhaupt an. Nun war er sich sicher, daß er nicht verstoßen wird und seine monatliche Abfindung weiter bei ihm ankommt. Es folgte die glanzvolle Hochzeit, die manchem Elfenadeligen das Herz brach, und die Krönung des überraschend gut erhaltenen Hüters des Tals des Lebens zum König der Elfen, die manche Ambition eines Ratsmitglieds zu Staub zerfallen liess, und um die Zweifler zu beruhigen verwandelte Katuum, der sich nun Analon Thuatha Annwn nannte, sich vor den Augen aller in einen strahlenden, hochgewachsenen Talelfen und es wurde doch noch ein schönes Fest für fast alle.

Nach dem Fest war irgendwie vor dem Fest. Nun hatte er alles erledigt und war wieder frei. Als erstes reiste er wieder nach Hause nach Gaudron, wo er ein wenig Urlaub machen und sich von seinem einjährigen Dienst erholen wollte, dann hatte er vor, eine „vernünftige“ Arbeit zu suchen, bei welcher er sich wohl fühlen wollte. Aber dazu kam es nicht, denn sein ehemaliger Arbeitgeber Adrian Yrum machte ihm ein Angebot:

Die Eroberung der Berge des Tals Bearbeiten

„Es habe Eile, den Bereich zwischen dem Tal und der Ebene von Zun an das Land anzuschließen! Es gab Gerüchte, dass in diesen Ländereien ein neuer Staat entsteht. Das muß unbedingt verhindert werden! Aus diesem Grund hat der Rat einige Armeen des Landes entsandt. Wollt ihr meine Truppe mit Eurem diplomatischen Geschick unterstützen? Wenn ja, kommt zum Anfang des nächsten Jahres zu den Garnisonen bei der Stadt Mallomar, wo sich bis zu diesem Zeitpunkt die Truppen sammeln werden, die bei dieser Aufgabe eingesetzt werden!“

Er überlegt kurz und antwortet:“ Hört sich gut an, ich werde es mir überlegen und wenn ich mich dafür entscheide, werde ich da sein. Habt eine gute Zeit und Chnums Segen möge immer bei Euch sein!“ Nach diesem Gespräch ändert er seine Pläne und reist, nicht nur weil es auf seinem Weg liegt, zu dem Landgut, also die Residenz seiner Familie. Sie liegt zwischen den Städten Sakilia und Mallomar in einer wunderschönen Senke, deren Hänge parkähnlich angelegt wurden. Die gesamte Anlage besteht aus mehreren, anscheinend getrennt voneinander stehenden Häusern, zwischen welchen zum Teil enorm große Bäume wachsen. Wie er weiß, stimmt das nicht, denn die Bäume sind in die Gebäude integriert oder ein Teil von ihnen. Dieser Baustil ist bei den Grauelfen, welche an den Hängen vom Golf von Vatier und den Oklishängen vom Tal des Lebens leben gebräuchlich, früher sogar üblich. Bei diesen Gebäuden stimmt der Spruch:“ Das Haus wächst mit den Jahren!“

Nach einem mehrtägigen, also einem kurzen Aufenthalt, bei welchem er hauptsächlich bei seiner Mutter war, wusste er wieder über alles, was seine Familie angeht und was im Land geschehen ist, Bescheid: Seine Schwester ist gerade unterwegs, ihren Ehemann kennenzulernen, welcher ihr versprochen wurde. Er ist der Sohn einer alten Familie aus dem Kernland der Hochelfen, welches in den Bergen des Bathron-Rand liegt. Er stammt aus der hoch angesehen Familie Lordanon, welche den Pfad der Tradition und des Althergebrachten im Elfenrat vertritt. Nun, das ist nicht seine Einstellung, aber wenn seine Schwester das will, kann es ihm recht sein. Darüber hinaus erfährt er, daß der neue starke Mann im Land ein Streiter des Lichtboten, des Rassulu d’Or, war und dass der neue Name Analon Thuatha Annwfn im Übertragenen so viel heißt wie der, der aus dem Schatten trat. Das scheint ein guter Namen zu sein, aber für den normalen Gebrauch einfach zu lang. Weshalb er auch mit dem Namen angesprochen werden darf, den ihm seine Feinde im Krieg gegeben haben welcher lautet, Katuum bei Bedarf auch mit dem Titel „der Elfenkönig“, denn auch wenn er nicht als Elf geboren sein mag ist er doch als Gatte der Elfenkönigin Quinty jetzt König der Elfen.

Während seines Heimataufenthalts kam Olvar Talier die Idee, auf dem Weg zu der Stadt Mallomar das Haus aufzusuchen, in welchem er seine Kindheit verbracht hatte und bei der Hauptstadt Sakilia einen Zwischenstopp einzulegen. Das machte er dann und stellte fest, daß in seiner Abwesenheit sein Bruder den Landsitz vermietet hat und seine persönlichen Sachen in einen Schuppen unweit davon eingelagert hat. Als er in der Hauptstadt eintrifft, stellt er fest, daß dort eine unglaubliche Enge herrscht, welche ihm früher nicht aufgefallen ist, aber jetzt richtig stört.

Diese Enge kann natürlich auch durch die vielen Tier- und Lebensformen sowie manche Neusiedler entstanden sein, die der neue Herrscher aus allen Herren Ländern seit Pondaron zusammen sammelt und seit neuestem hier absetzt. Angeblich sind diese dort, wo er sie findet gestrandet oder wegen dem Vormarsch der menschlichen Rassen im Weg und in Gefahr, unterzugehen. Oder aber durch das Anderssein der Geräusche und Gerüche, die Olvar jetzt hier antrifft. Wie auch immer, Talier fühlt sich hier nicht mehr wohl und reist mit der nächsten Karawane in Richtung der Stadt Ravary weiter.

Dort angekommen, sieht er daß die Stadt, ob wohl der Krieg schon seit einigen Jahren vorbei ist, noch immer deutliche Brand- und Belagerungsschäden aufweist. Das ist nicht verwunderlich, da die Stadt im Krieg an der einzigen Handelsstraße errichtet wurde, die von Umntor herauf führt. Auf dieser Straße kamen die feindlichen Truppen aus dem Machairas ins Tal, wo sie sich zumeist als Erstes an der Stadt versuchten. Wegen diesem Umstand und der großen Präsenz des Militärs flüchteten die normalen Stadtbewohner und ließen die eigentliche Verteidigung allein zurück. So wurde die Stadt Ravary zu einer befestigten Garnison, die mit der Hilfe von Architekten aus dem Volk der Zwerge, dessen Reste nun den Elfen untertan sind, in kurzer Zeit zu einem Bollwerk optimiert wurde. Jetzt scheint in das zweckdienliche Gemäuer wieder normales Leben zurück zukehren. Die Stadtviertel erblühen wieder von ihren Plätzen aus.

Er sieht sich hier ebenfalls ermutigt etwas Neues anzufangen. Er geht, sobald er für sich und seinen Begleiter eine Unterkunft gefunden hat, zur Stadtverwaltung und erkundigt sich nach einer gehobenen Herberge die zum Verkauf steht. Da er Zeit hat schaut er die wohl baufälligen aber günstigen Angebote an die für seinen Zweck geeignet erschienen. Seine Wahl viel dabei auf ein ehemaliges Herrenhaus mit Gesindeanbau und Stall. Nach den Kaufverhandlungen und dem Unterzeichnen des Kaufvertrag sucht er einen Verwalter und einen Bewirtschafter der dieses Projekt beaufsichtigt und nachher leitet, sobald die Gebäude instandgesetzt sind, was die Stadtverwaltung erledigen muß, wie im Kaufvertrag vereinbart wurde. Er schreibt die Stelle öffentlich aus und leitet die Vorstellungsgespräche. In der Folge ist er mal wieder knapp bei Kasse, darum ist es günstig dass die Zeit nahe ist, an welchem sein nächster Landesauftrag anfängt. Zu diesem Zweck reist er zu der Stadt Mallomar, wo er mehr als pünktlich eintraf, um sich wieder bei der den Truppen einzuschreiben.

Zur vorgeschriebenen Zeit geht die Reise los. Wegen erwarteter Kampfhandlungen hat der Elfenrat bei der lokalen Chnumpriesterschaft Unterstützung angefordert. Deswegen machen die Truppen oder Heere, welche zu dieser Aufgabe eigesetzt werden, einen Umweg über den Tempel Hoch Hessing. Dort angekommen sehen sie eine prächtige Tempelanlage mit mehreren dorfähnlichen Ansiedlungen in seiner Nähe. Irgendwie wurden sie erwartet den aus dem Tempelgebäude tritt eine Prozession von Kuttenträgern heraus, welche den Weg in unsere Richtung einschlägt. Die Heerführer begrüßen die Ankömmlinge und nehmen diese in ihre Reihen auf. Danach geht es weiter, den uralten Karten folgend, erst in Richtung Machairas bis zum Ende des Berglandes, wo dieses fast schlagartig ins Tiefland übergeht. Dort teilt sich das riesige Heer in mehrere Truppen auf, welche ab da parallel zueinander ungefähr 50 Meilen voneinander entfernt, ebenso wie das Gelände es ermöglicht, in den Ophis zu ziehen. Auf diesem Weg werden alle Siedlungen und Gehöfte besucht und ihre Bewohner ersucht sich Taron don Umn anzuschließen. Dabei wird davon ausgegangen, daß es dabei zu kriegerischen Handlungen kommen wird, da nicht alle intelligenten Bewohner der Berge auf diplomatischen Weg überzeugt werden können. Außerdem wird damit gerechnet, daß noch versprengte Truppenteile von ursprünglich feindlichen Armeen und Banditengruppen hier in den Bergen ihr Unwesen treiben. Diese sollen weder befriedet oder gefangengenommen werden.

Der Weg ist beschwerlich, aber die Unterstützung aus dem Kloster machte es ihm erträglich. Wie er bald herausfand, waren die Priester alle weiblich, die die Truppen begleiteten. Er fand eine sehr junge Hochelfin mit kaum zwanzig Lenzen als sehr angenehm. In der besonderen Atmosphäre des Tals des Lebens halten sich nicht nur anderswo ausgestorbene Lebensformen, sondern reifen auch die jungen Elfinnen schneller heran – so dass sie die reife Jugend schon mit zweimal anstatt wie einst an den Gestaden der Nirsee, erst mit zehnmal acht Jahren erreichten. Sie war, trotz ihrer wenigen Jahre, ein interessanter Gesprächspartner, welcher gut belesen und erstaunlich redegewand, sich gab. Eben ein Naturtalent, welches ihm in seinen Überlegungen zumeist folgen kann. Ihr Name ist Leschij Ralima Merlek, ein Kind aus einer alten, aber leider im Krieg ausgemerzten, Familie. Wie er auf ihrer gemeinsamen Wanderung erfuhr, wurde sie kurz nach ihrer Geburt im Kloster abgegeben und dort von einer Novizin aufgezogen. Das war im Krieg so üblich mit Weisen welche kein Verwandter mehr hatten.

Nach wenigen Monaten teilte sich die Armee und zog dann dem Plan folgend in Richtung des Blutigen Bandes. Auf dem Weg wurden alle Siedlungen, Unterkünfte, Behausungen und so weiter aufgesucht und deren Bewohner darauf aufmerksam gemacht, dass sie ab jetzt als Bewohner von Taron don Umn angesehen werden.

Das war in der Nähe der Siedlung Rockander etwas mühsamer, da die dort lebende Bevölkerung hauptsächlich Zwerge sind. Die Zwerge haben wohl im Krieg mit den Elfen zusammen gearbeitet, aber das geschah zumeist nur aus ähnlichen Interessen heraus und nicht aus Zuneigung zu einander, was jetzt geändert werden soll. Das nach Pondaron stark dezimierte Zwergenvolk war für den Wiederaufbau von der Unterstützung des neuen Elfenkönigs abhängig. Dazu werden finanzielle und soziale Vorteile angeboten, die sie bisher noch nicht in ihrer Abgeschiedenheit hatten oder nutzen konnten. Wie zum Beispiel Schulen, Händler, Krankenversorgung, Nothilfe und dergleichen - und wenn das nicht reicht, gibt es noch für Einzelne eine zeitweilige Steuerbefreiung und eine befristet freie Zugehörigkeit zum Reich ohne Pflichten. Nebenher werden die Karten aktualisiert. In diese werden als Besonderheit die Flugechsennester und die alten Drachenhorde eingetragen. Für diese Aufgabe nehmen sich die Truppen viel Zeit, obwohl sie eigentlich immer darauf achten schnell voran zu kommen.

Die Reise verläuft eigentlich eher ruhig, obwohl immer wieder Banditenbanden und kriegerische Bergnormaden die Langeweile unterbrachen. Auch ein Blick über die große, karge Ebene, welche angeblich einmal eine fruchtbare war, konnte ihn nicht mehr begeistern. Es passierte aber auch gar Nichts, eine der wenigen Ausnahmen war die, wenn ein Soldat verabschiedet wird was mit einem kleinen Fest begangen wird, was nur der Fall war wenn er eine Frau für sich gefunden hatte und mit dieser einen Hausstand gründen wollte oder wenn seine Dienstzeit vorbei war. Eine weitere Ablenkung ist immer dann, wenn der Versorgungstrupp oder ein fahrender Händler vorbei kommt. Als sie schon fast die Wüste erreicht hatten, erreichte sie ein Bote. Er teilte ihnen mit, dass der Rat der Elfen den Bereich, welcher von den Elfen und ihren Getreuen bewohnt wurde, als gemeinsames Land bezeichnet. Der Name des das ganze Tal umfassenden Landes soll lauten Taron don Umn.

Nun ja, meinte er dazu. Irgendwie war das Tal und die daran anschließenden Hänge schon immer das Land der Elfen. Diesen offiziellen Anstrich braucht wohl der neue Herrscher. Wie auch immer, es ändert sich dadurch Nichts. Man wird sehen wie es weiter geht. Auf jeden Fall will er seinen Auftrag, welchen er freiwillig angenommen hat, beenden und seine Arbeit dabei korrekt zu Ende führen. Nun also weiter; Er möchte endlich den Sand am Rande der Wüste erreichen.

Nach nur wenigen Monaten war das auch der Fall. Er stand im Sand, einige Schritte von den Anderen entfernt, und genoß das Gefühl am Ziel zu sein. Dann nach wenigen Tagen der Ruhe, in welchen die Späher das umliegende Gelände nach Bewohnern auskundschafteten, wo sie leider keine fanden, ging es endlich in die Richtung seiner Heimat los.

Durch den Sand zurück nach Hause Bearbeiten

Die Reise ging am Harpyienland vorbei über die Einhornwälder zu der Stadt Gaudron. Dort trafen sich die Truppen um sich in die Richtung der Stadt Sakilia einzuschiffen. Er nahm dann aber seinen Abschied von der Truppe, um nicht mit zu müssen. Denn er war schon wo er hin wollte und begab sich zu seinem Stadthaus. Irgendwie hatte sich dieses verändert seit er das letzte mal da war. Es erschien ihm nicht mehr so bescheiden zu sein wie er es in Erinnerung hatte in seiner Studienzeit. Irgendwie hatte es einen Wandel durchgemacht, solange er weg war! Es scheint etwas fremdes Einfluß genommen zu haben. Aber nicht zu seinem Nachteil! Es hat dadurch irgendwie gewonnen! Ihm erscheint es jetzt, wie wenn es angenehmer währe vor ihm zu stehen als früher. Egal, es ist noch da und an der Tür steht noch sein Name! Alles Weitere wird sich schon klären, wenn es jemand für nötig hält. Nachdem er angeklopft hat, wird er und sein Leibwächter hereingelassen und im Empfangsraum von seinem Verwalter empfangen.

Es war jetzt ungefähr zehn Jahre her, seit er hier aufgebrochen ist. In dieser Zeit ist viel passiert, berichtet sein Verwalter: Nicht nur das heruntergekommene Gasthaus mit Laden, das ihr gekauft habt, wirft jetzt Gewinn ab, es liegt jetzt an der Handelsstraßenkreuzung welche die Stadt Gaudron mit der Stadt Sakilia und der Fähre nach der, noch immer im Bau befindenden, Stadt Dannan verbindet, sondern auch für das Anwesen in der Stadt Ravary ist ein Mieter gefunden worden. Dazu habe ich eine neue Haushälterin eingestellt, welche dieses Haus in bestmöglichen Zustand gebracht hat. Das Fazit:“ Es könnte im Moment nicht besser laufen und es ist schön dass ihr wieder da sind!“

Danann, die neue Hauptstadt Bearbeiten

Nach einer so tollen Begrüßung, machte er sich daran sich ein wenig zu erholen und sich mit seinen Freunden zu treffen. Bei diesen Treffen, oder besser Vergnügungen genannt, kommt immer wieder das Gespräch auf die noch immer nicht fertiggestellte neue Hauptstadt. Man vermutet, obwohl der neue Herrschersitz, die Sozialbauten, die Wasserver- und Entsorgung und die Befestigung der Stadt schon fertig ist, dass irgendetwas noch fehlt, weshalb die Bevölkerung davon absieht in der Stadt sich anzusiedeln. Als er wieder Zuhause ist, überlegt er wie dieser Umstand ihm von Nutzen sein kann. Dabei kam ihm nicht die rettende Idee. Also bat er seine Hausbedienstetten ihm zu helfen. Bei dieser Diskussion kamen mehrere Gründe und Punkte zusammen, warum und wie das Problem entstand und wie man es lösen könnte. Allerdings waren alle sich einig, daß eine Besichtigung der Stadt einem Lösungsvorschlag an den Rat vorrausgehen muß. Man will sich ja nicht blamieren oder sein Ansehen schädigen.

Um bald zu einem Ergebnis zu kommen, brechen die drei mit seinem Leibwächter zusammen auf in die Richtung zur Stadt Dannan. Auf dem Weg dorthin machten sie Rast im eigenen Gasthaus und übernachteten dort auch. Am darauf folgenden Tag, gingen sie zur Fähre und ließen sich übersetzen und erreichten ihr Ziel kurz vor dem Abendrot. Am Tor angekommen fragten sie wann dieses geschlossen werden würde und blieben solange es möglich war vor den Mauern, um ihre imposanten und gewaltigen Ausmaße auf sich wirken zu lassen. Dann gingen sie in die Siedlung hinter dem Tor und suchten sich bei dem einzigen Gasthof den sie fanden eine Unterkunft.

Am darauffolgenden Morgen waren sie schon früh auf, sie wollten an diesem Tag so viel wie möglich von der Stadt anschauen. Ihr Wirt empfahl ihnen zuerst zur Burg zu gehen. Von ihren Zinnen herab, sagt er, hat man eine gute Sicht auf alles was in den Stadtmauern der Stadt bisher errichtet und gebaut worden ist. Also folgten sie diesem Hinweis und gingen, der Hauptstraße folgend, den Hügel hinauf durch einen Wald bis zum Burgeingang. Dort angekommen, werden sie von einem Stadtgardisten angehalten und gefragt was sie hier wollen? Sie antworten ihm wahrheitsgemäß und werden von diesem abgewiesen. Mit der Empfehlung zu der offiziellen Führung wiederzukommen, welche einmal täglich zur dritten Mittagsstunde durchgeführt wird! Also drehen sie noch ein paar Runden um die Burg. Kurz vor der angegebenen Zeit stehen sie wieder vor dem Tor. Da sehen sie, daß der ihnen bekannte Wachsoldat in sein Wächterhäuschen geht und dort mit einem bemalten Schild wieder heraus kommt. Auf dem Schild steht: Schloßführung: Bitte folgen! Sie sind die Einzigen, die die Schloßführung machen wollen (siehe die Beschreibung des Schloßes DeDannan). Sie sehen bei der Führung, daß die Planer für das Gemäuer etwas gedacht haben.

Wie auch immer, irgendwann standen sie auf den oberen Zinnen der gigantischen Burg und sehen von dort aus die Stadt, welche sich in fünf Bereiche aufteilen wird. Diese Bereiche kann man jetzt schon erkennen. Im Zentrum liegt, um die Burg herum, die Verwaltungsgebäude der Stadt und des Landes. Daran, an dessen Ecken anschließen, die Wohngebiete usw. Das besondere an dieser Anordnung sind die großen grünen Flächen dazwischen, welche alles irgendwie aufgelockert erscheinen lässt. Dieser Umstand macht sicher den Erholungswert der Stadt größer, aber die Wege für seine Bürger zwischen den Wohnvierteln länger und ihre Versorg für sie zeitaufwändiger.

Das hat er unter Anderem vermutet als Grund warum die Stadt noch immer unterbevölkert ist. Natürlich wird sich noch einiges ändern, wenn die Regierung sich hier einquartiert hat. Aber bis dorthin muß die Stadt genug Anreize bieten, sie, wie geplant, hier her zu locken. In ihm reift ein Plan wie er das hoffentlich beschleunigen kann. Er bespricht sich kurz mit seinen Begleitern und bricht mit ihnen die Schloßführung ab und geht mit ihnen zu ihrer Unterkunft. Dort angekommen bespricht er mit seinen Begleitern vor und nach dem Abendessen seinen Plan, wobei seine Haushälterin sich dabei positiv hervortat.

Nach dem Frühstück war der Plan fertig und er ging zu Bett, um am nächsten Tag fit zu sein. Dann am nächsten Morgen, nach einer unruhigen Nacht und den üblichen morgendlichen Tätigkeiten, bricht er mit seiner Begleitung auf um den Rat der Stadt zu sprechen. Er weiß, aus dem üblichen Vorgehen der Stadträte, welche bisher kennengelernt hat, daß sie sich in der Mitte der Woche treffen. Vom Wirt erfährt er, daß sie sich, so wie erwartet, heute am Mittag, am Fuße der Burg, im Goldenen Schwan sich treffen. Er meint noch, mal sollte sich bei diesem anmelden, wenn man ihn wirklich sprechen will, ansonsten könnte es passieren das er Einen übersieht und man eventuell vergessen wird. Diesem Rat folgend geht er mit seiner Begleitung zum Tagungsort und meldet sich an. Während der Wartezeit erzählt ihm seine Haushälterin, daß sie vor Jahren unweit vom Tor zum Licht (Kanal) am Rabenschnabel (ein alleinstehender Bergvorsprung) den Dauerlauf gewonnen hat, der dort am Fest der Versöhnung durchgeführt wird. Dann werden sie aufgerufen und in den Ratssaal gebeten.

Sie treten in einen edlen aber sehr unaufdringlich eingerichteten Raum ein, in welchem ein runder Tisch die Einrichtung dominiert. An diesem Tisch sitzen drei Elfen ein Mensch und ein Zwerg, die erwartungsvoll in seine Richtung blicken. Er stellt sich und seine zwei Begleiter vor und fängt, ganz aufgeregt, sofort darauf an sein Projekt vorzustellen. Der Rat hört zu und am Schluss seiner Rede fragen die drei elfischen Räte noch nach Details seines Vorhabens.

Als alles gesagt war, ergreift der Mensch am Tisch das Wort und sagt: „Wir werden einen Vertrag aufsetzen, welcher Euch die vier Ladenstandorte und einen Platz für ihr Kontor an der Hauptstraße sichert. Die Ansprüche von der Stadt werden wir dafür noch festlegen, aber sie werden für euch erfüllbar sein! Wenn ihr damit einverstanden seid, dann schickt den Vertrag, sobald ihr ihn habt, unterzeichnet an den Stadtrat zurück. Wir werden sobald wie möglich diesen ausarbeiten und ihnen zukommen lassen! Chnum möge eure Wege segnen!“

Danach waren sie endlassen und wurden von den Bediensteten aus dem Ratssaal hinausgebracht. Da standen sie nun und wussten nicht was sie machen sollten. Also gingen sie nach Gaudron zurück, zu ihrem Zuhause. Dort verbrachten sie in relativer Normalität ein paar Tage zu, bis ein Bote ein versigelten Umschlag abgab und seine Überbringung bestätigen ließ. Natürlich waren daraufhin, fast augenblicklich, alle Bewohner des Hauses um ihn versammelt, um den Inhalt des Selben sehen zu können. Aber dann als er das Sigel brach erscheint ein Magischer Mund. Der Mund spricht: „In diesem Umschlag befindet sich der erwünschte Vertrag in doppelter Ausführung! Der Unterzeichner wird unser Geschäftspartner! Gezeichnet vom Stadtrat von Dannan.“

In dem Umschlag befindet sich zwei engbeschriebene Pergamentbündel, welch jeweils mit zwei Sigeln beglaubigt wurden. Das erste Sigel zeigt das Stadtwappen von Dannan und das Zweite von Katuum, wie ihm sein Verwalter erläutert. Den Vertrag versteht er nicht, obwohl er eigentlich sprachbegabt ist. Er schaut hilflos in die Runde, wo nach seine Haushälterin sofort die Initiative ergreift und die Zweitschrift in die Hand nimmt und nach kurzem anlesen, für ihn völlig unerwartet, erklärt was da geschrieben steht. Am Schluß ihres Vortrags, sehen ihre Zuhörer sie erstaunt an.

Bevor irgendwelche Fragen kommen und sie von ihrer Verlegen übermannt wird erklärt sie: „Nun ich bin ein Kind aus der Familie Tulpe und wie ihr wisst ist mein Vater schon seit vielen Jahren Außenminister und der Handelsberater für die Geschäfte mit den Völkern außerhalb des Landes! Mein Vater legte viel Wert darauf, das seine Kinder das verstanden was er macht und ließ sie eine entsprechende Ausbildung machen. Nun ja dabei wurde bei meinem jüngeren Bruder sein magisches Talent entdeckt. Ihr habt sicher von ihm schon gehört, er heißt Fleron Lufus Tulpe und ist einer der Adepten im Dienst des Landes. Wie auch immer, ich verstehe was da steht und kann euch dabei helfen.“

Er ist wiedermal angenehm überrascht über seine Angestellte und bittet sie darum ihm zu helfen. Was sie dann mit viel Eifer macht. Nach einer geraumen Zeit haben sie die Details des Vertrags erkannt und gefunden. Und erkennen, das er wohl durchdacht ist. Die Stadt bietet vier Bauplätze, in jedem Stadtviertel einen, an. Der Bauplatz an der Hauptstraße zum Schloß ist besonders groß, wo zum Ladengebäude auch ein Warenlager und ein Stall gebaut werden soll. Im Vertrag ist auch eine Handelserlaubnis für Lebensmittel und Gebrauchsgegenständen für Haus und Hof in den Grenzen der Stadt enthalten. Ansonsten soll der Vertrag vorläufig hundert Jahre lang gelten und einen Einmalpreis von 300 (Myra) Goldstücken kosten.

Im Vertrag steht auch noch, daß die in der Stadt stationierten Arbeiterkrieger gerne bei den Bauprojekten kostenlos helfen werden. Am Ende der Vertragsbedingungen steht noch, das die Vertrags Summe in der Vertragslaufzeit entrichtet werden muß, sonst fallen die Gebäude und die Rechte an ihnen an die Stadt. Diese Bedingung lässt ihn zweifeln. Aber seine drei, mittlerweile Vertrauten, sprachen ihm zu über die Sache noch einmal zu schlafen bevor er sich endgültig entscheidet. Was er dann auch tat.

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, nahm er den Vertrag, bat seinen Leibwächter ihn zu begleiten und Reiste mit diesem nach Dannan, wo er den Stadtrat aufsuchte. Was jetzt einfacher war, da er von mehreren die Namen jetzt kennt, und nach ihnen fragen konnte. Bei dem Treffen war wieder der Mensch dabei, der schon sein fast zwei Jahrzehnten die Regierungsgeschäfte des Landes leitet. Irgendetwas an ihm stimmt nicht? Denn seit dem er ihn auf dem Festplatz gesehen hat scheint er kein Tag gealtert zu sein. Er hat kein graues Haar bekommen oder scheint irgendwie gebrechlich geworden zu sein, so wie es andere Menschen getan hätten in dieser Zeit? Wie auch immer, er ist offensichtlich doch etwas Besonderes. Aber jetzt zum Geschäft!

Die Verhandlungen waren kurz, da der Rat keine weiteren Zugeständnisse machen wollte als die im Vertrag zugesicherten. Da er nichts weiter erreichen konnte unterschrieb er den Vertrag und verabschiedet sich. Nun da der Tag noch jung war geht er zu der Garnison der Bausoldaten und besucht dort den Heerführer also den Bauleiter auf. Mit diesem bespricht er wie die Gebäude, die er braucht, aussehen sollen. Daraufhin bekommt er eine Zusage, dass er die Baupläne, sobald sie fertig sind, einsehen kann. Bis dorthin geht er wieder zu seinem Haus nach Gaudron zurück. Dort bespricht er mit seinen Angestellten, wie er mittlerweile empfindet Freunde, wie seine weiteren Pläne aussehen werden. Danach erkundigt er sich bei der Provinzverwaltung wo sich größere Höfe um Dannan und Gaudron befinden. Dabei erfährt er daß sein ehemaliger Kommandant Adrian Yrum seit neuestem hier arbeitet. Die Gerüchte behaupten das er diese Stelle angenommen hat weil er eine Partnerin gefunden hat die das gewünscht hat. Weiter vermutet man, daß er bald sie fragen wird ob sie eine Verbindung mit ihm eingehen will. „Nun ja jeder wie er will!“ Aber nun hat er die Informationen die er gebraucht hat um Waren für seine Läden zu beziehen.

Er geht bei seinem Haus, packt ein paar Sachen für einen mehrtägigen Ausflug fragt seinen Leibwächter ob er mitkommt und reist dann in der Bekleidung von ihm seine Einkaufsliste, nein die Produzentenliste, ab. Die Reise geht von Großbauer zu Großbauer, wo er Angebote einholt. Nach der Beendigung seiner Runde vergleicht er Diese und prüft dann die Besten auf ihre Machbarkeit. Wenn das zutrifft setzt er einen Vertrag auf, bei welchem er immer darauf achtet das er nicht zu viel bezahlen muss und der Bauer noch genug Gewinn macht von welchem er leben kann. Das gesteht er sich ein zu können nach den hunderten von Angeboten die er bekommen hat aus dieser Region des Landes und von den Waren und Produkten die er braucht. Am Anfang kauft er nur kleine Mengen an Ware ein, welche er im Dauerauftrag liefern lässt. Denn bis seine Läden fertiggestellt sind braucht es noch einige Zeit und bis dorthin müssen diese an Ständen verkauft werden was wesentlich mühsamer ist.

Im zweiten Jahrhundert mach Pondaron Bearbeiten

Als er nach Hause kommt stellt er fest, dass schon wieder ein großer Teil des Jahres verstrichen war. Er begrüßt seine Vertrauten und berichtet ihnen von seinen Erfolgen bei seiner Handelsreise. Und sie erzählen ihm was in Dannan und hier vor Ort während seiner Abwesenheit alles passiert ist und wie sie die Baupläne modifiziert haben. Danach erfolgte eine Besprechung was als nächstes ansteht. Dabei kam heraus, dass noch Verkäufer, Transporteure und mehrere Hilfskräfte fehlen um die Läden in Dannan zu betreiben. Dazu und für die entstehenden Gebäude und die dafür notwendige Einrichtung braucht er ein wenig mehr Kapital als er im Moment zur Verfügung hat. Bei diesen Summen fallen fast die Kosten für die von ihm georderten Waren nicht auf. Er bildet sich fort und geniesst wenige Jahrzehnte zuhause die Ruhe. Er überlässt seinen Angestellten die Einstellung des noch notwendigen Personals und sagt ihnen eines Tages, dass er einen dringenden Besuch bei seinen Leuten machen muß.

Bevor er geht, beauftragt er noch seinen Verwalter, dass er, solange er unterwegs ist, nach den Liegenschaften und den Baufortschritten in Dannan zu sehen. Seinem Leibwächter bittet er darum den Warenkreislauf in den Läden zu kontrollieren und die Verkäufer auf die Finger zu schauen. Und seine Angestellte bittet er die Finanzen zu verwalten und den Papierkram zu machen. Als alle zugestimmt und gesagt haben das sie ihr bestes geben wollen. Verabschiedet er sich und reist allein mit der nächsten Karawane nach Sakilia und sucht dort seinen Bruder auf den er nach einer Ratsversammlung in seinem Stadthaus antrifft. Nach einem längeren Gespräch, bei welchem er sein Vorhaben erläutert ein Handelshaus zu gründen, gewährt sein Bruder ihm einen Vorschuss auf seine Bezüge von der Familie. Er bekommt fünfzig (Myra)Goldstücke, mit dem Hinweis, dass er, bis der Betrag ausgeglichen ist, kein weiteres Geld mehr von seiner Familie bekommt. Dazu bekommt er von seinem Bruder einen Tipp: Wenn er so dringend Gold braucht, soll er sich doch bei dem Expeditionscorps einschreiben, welches im nächsten Monat aufbricht die Berge auf der Phialae Seite des Golfs von Vartir zu erkunden und zu sichern. Gerüchte besagen, dass dort eine Gruppe von Elfen leben soll, welche mit dem momentanen Führungsstil des Rates nicht einverstanden sind. Wenn das der Fall ist sollen diese zumindest formell zum Reich hinzugewonnen werden.

Die Eroberung der Berge rund um den Golf von Vartir Bearbeiten

Das hört sich für ihn interessant an und scheint eine anspruchsvolle Aufgabe zu sein, die sein Können sicher besser fördert und in Anspruch nimmt als das verhandeln mit irgendwelchen Bauern und Handwerkern um ihre Waren. Er schreibt seinen Angestellten einen Brief in welchem er erklärt was er vor hat und das vorläufig wieder genug Gold da ist um weiter zu machen. Dann verabschiedet er sich mit den Worten: Möge Chnum Euch segnen, ich komme bald wieder nach Hause. Bis dann euer Olvar Talier.

Da nach begibt er sich durch die Straßen der total überfüllten Stadt zu der Garnison der Selben. Dort angekommen sieht neben dem Tor der Selben eine Tafel auf welcher Freiwillige gesucht werden für einen Spezialauftrag vom Land. Da er schon mehr weiß als auf der Tafel steht geht er sofort zum Anmusterungsbüro und schreibt sich dort für diesen Auftrag als geübter Diplomat und Berater ein. Der dort arbeitende Staatsdiener war begeistert über seinen Entschluss und schickt ihn sofort zu seinem Vorgesetzten Ekyrion Guinever, dem Innenminister. Dieser empfängt ihn sofort und bedankt sich nach seiner Vorstellung und der Schilderung seines Lebenslaufs dafür sich für diese Aufgabe gemeldet zu haben. Er sagt ihm, dass er für diese Aufgabe geschaffen wurde und das er mit seinen Informationen unbedingt Erfolgreich sein wird.

In den darauf folgenden Tagen bekommt er, also Olvar Talier, eine Auffrischung der Benimmregeln eine detaillierte Schilderung der Gründe warum das Volk der Elfen aus ihrer Heimat flüchten mußte und wie sie im großen Krieg für die Lichtseite tätig und gekämpft haben. Für diesen Auftrag ist es wichtig die Originalberichte zu kennen da die Abtrünnigen ein Teil von diesem sind. Die Sagen, Lieder und Geschichten welche im Land erzählt und gesungen werden sind wie üblich und zum Teil gewollt ein wenig geschönt und verändert worden damit sie den Zuhörern besser gefallen. Aber damit kann man bei diesen Elfen sicher Nichts Positives erreichen. Aber dann nachdem er die nahe an der Wahrheit liegende Geschichte gehört und ihre Zusammenhänge verstanden hatte, wurde ihm verboten diese an Fremde weiter zu geben, um keine Missverständnisse im Volk und Sonst wo entstehen zu lassen. Das dauerte einige Tage wonach die Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Zu diesem Zweck werden mehrere Leute hinzu gerufen welche sich mit dem Land und seinen Möglichkeiten auskennen. Dazu gehören mehrere der Ratsmitglieder und auch der König des Landes. Er, also Katuum, gibt dabei noch zu bedenken, dass sie die zurückgewonnen werden sollen ja eigentlich nichts dafür können da sie ja nicht den Wandel und Weiterentwicklung des Elfenvolkes miterleben konnten, da sie in diese Zeit, welche mehr als hundert Jahre andauerte, nicht Zuhause waren da sie für das und die Welt heldenhaft sein mussten

Mit einer Auswahl an schriftlich niedergelegten Vorschlägen und Angeboten wird er dann losgeschickt um sich der Arme anzuschließen welche er als Gesandter bekleiden soll.

Die Reise geht von Sakilia über Ravary nach Richal. Hinter den Stadtgrenzen von Richal beginnt so zu sagen das unbekannte Land, den unweit von dieser verläuft der Grenzwall, welcher bis dahin das Ende des Landes anzeigte und bedeutete. Hinter dem Wall teilt sich die gigantische Streitmacht in mehrere riesige Heere auf. Und ziehen so wie es der Plan vorsieht getrennt voneinander in ungefähr hundert Meilen Abstand in die Richtungen Thysias, Phialae und Oklis davon um neues Land zu erobern. Diese Aufgabe soll ohne mit einem Nachbarland Krieg anzufangen durchgeführt werden.

Bei dieser Arbeit, welche ihm so langsam sogar Spaß macht, kann er sich, wie er schon fast bestürzt feststellt, entspannen und sich erholen. Die Verhandlungsgespräche, welche er hauptsächlich führt, sind wohl so ähnlich wie die Ein- und Verkaufsgespräche von Waren die er sonst so geführt hat, aber irgendwie doch anders. Und dieser Umstand bewirkt diesen positiven Zustand den er immer mehr zu schätzen lernt. Noch weiß er nicht warum, aber seine Überzeugung dabei ist, dass er etwas richtig macht.

Bei dieser Arbeit und dem dazu gehörigen kreuz und quer durchs Land reisen vergeht ihm die Zeit wie im Flug, so dass es ihn fast überraschte als er eines Morgens am Rande eines Waldes erwachte, welcher sein Sichtfeld überstieg. Er war einfach riesig! So eine Landschaft hat er bisher noch nie gesehen. Da können nicht einmal die Einhornwälder mithalten, welche wohl eine größere Fläche einnehmen aber eben nicht so dicht und geschlossen sind. Er genießt die Eroberung dieses Landstriches. Die Gerüche, Farben, Geräusche, wie das Licht seinen Weg zum Boden bahnt und das Spiel des Wassers nimmt er in Gedanken mit. An diese Eindrücke will er sich noch lange erinnern, aber die Reise geht weiter und seine Begeisterung wird von anderen Geschehnissen schon bald gedämpft.</span></p>

Dazu gehört das schon von weitem zu sehende nächste Hindernis, ein nach Oben nicht enden wollendes Gebirge, welches auf dem Weg zu ihrem Ziel liegt. Man könnte es wohl ignorieren und es im Phialae umgehen, aber das ist nicht der Plan wie er weiß. Also geht es monatelang immer aufwärts. Ihre Pläne fanden mache der ortansässigen Nomaden nicht akzeptabel trotz seiner Verhandlungsbemühungen und so kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Das kostet dann zumeist Leben so wie das unwirkliche Gelände das man mit großer Mühe durchkämpfen muß. Man kann aufpassen wie man will man rutscht irgendwann einfach einmal aus oder wird ungünstig von einem Stein getroffen. Das macht im großen Ganzen eigentlich nicht viel aus wenn man sich nicht gerade an einer gefährlichen Stelle des Weges befindet.

Dass die Ureinwohner so uneinsichtig sich zeigen und sich gegen jegliche Veränderung sträuben, versteht er nicht. Irgendwie scheint jede Siedlung ein eigenes Königreich zu sein, das gegenüber den anderen Misstrauen, Argwohn und Intrigen schürt und hegt. Dieser Umstand macht sie schwach, aber vielleicht brauchen sie das um ihre Mangelwirtschaft besser verkraften und verwalten zu können? Wie auch immer das wird jetzt nachhaltig geändert. Er rechnet damit, dass das Sozialsystem hier einige Jahre braucht bis es greift und sie erkennen, dass es hauptsächlich nur Vorteile bringt.

Diese Erfahrungen musste eben auch machen und das es im Gebirge kalt extrem Kalt sein kann. Zum Teil hatte er seine gesamte mitgeführte Kleidung an. Manchmal sah er auch wie ein Soldaten seine Metallrüstung auszogen um nicht zu erfrieren. Der Versorgungstross, welcher die Arme mit Nachschub versorgt, tut ihm leid. Dieser muß, weil es für so viele Personen nicht genug Versorgungsgüter hier oben gibt, fast alles herauf schaffen.

Das Wenige was ihn hier oben gefällt ist die grandiose Aussicht und das weiße Pulver das manchmal auch ziemlich hart sein kann.

Mit diesen Eindrücken kehrt er gern dieser Gegend den Rücken und ist froh nach einer längeren Zeit wieder im normalen Bergland zu sein wo ihm nicht nur das Atmen leichter fällt sondern auch irgendwie das Essen besser schmeckt. Die Heerführer veranlassen, dass sich die Heere, die an dieser Mission sich beteiligt haben, an einem strategisch günstigen Punkt treffen. Wo ein rauschendes Fest veranstaltet und an die verlorenen Kollegen gedacht wird. Dann nach einer kurzen Erholungszeit wird, bevor die Heere sich wieder trennen um ihrer Aufgabe nach zu kommen, ein Erkundungstrupp zurück geschickt. Dieser soll den Rat um eine Flotte bittet mit welcher die Soldaten, nach getaner Arbeit, wieder über den Golf nach Hause gebracht werden können.

Nun endlich geht es weiter, die Truppen formieren sich und marschieren in die ihnen vorgegebenen Richtungen los. Der Auftrag für sie lautet: Das restliche Gelände um den Golf von Vartir herum zu erobert.

Die Kundschafter wurden losgeschickt und haben in dem vor ihnen liegenden Gelände keine Anzeichen eines fremden Reiches entdeckt. Er, also Olvar Talier denkt sich, der Weg scheint frei zu sein bis zu seinem Ziel. Also los, denkt er weiter, jetzt steht seine eigentliche Aufgabe bevor. Der Ort an welchem er diese durchführen soll ist in greifbarer Nähe.

Von diesem Auftrag weiß nur der Kommandant Gadalat Guinever, welcher der ältere Bruder von Tryamour Guinever ist, und die Heerführer dieser Arme befehligt. Er teilt die Meinung des Rates, die Krieger, solang sie noch nicht im Einflussgebiet des Problems sich befinden, nicht zu informieren. Es wurde davon ausgegangen, dass ansonsten der Heeresauftrag nicht so geordnet und erfolgreich durchzuführen wäre. Der Rat der Elfen, welcher diese Maßnahme vorgeschlagen hat, hat damit bisher offensichtlich recht gehabt. Jetzt aber so langsam so knapp vor seinem Ziel muß er wohl das Schweigen brechen. Denn der Truppenteil, welcher als Erstes die vermissten Helden zu sehen bekommen, soll nicht ebenfalls zu einem Problem für das Land werden. Er spricht mit den dafür zuständigen Personen, hält mit diesen Sitzungen und Konferenzen ab. Bis es eine gemeinsame für alle akzeptierbare Lösung gefunden wurde. Sie lautet: Alle nicht für die Leibwache nötigen Krieger ziehen unbewusst, außer Sichtweite, im angemessenen Abstand an der Siedlung vorbei. Dafür müssen die eingeweihten Heerführer und ihre Späher sorgen. Und wenn dann die Verhandlungen beendet sind mit den Abtrünnigen, wird, egal mit welchem Ergebnis, eine Erinnerungs- oder eine Begrüßungsfeier veranstaltet.

Also so wird es gemacht! Die Heere ziehen links und rechts um das Zielgebiet herum und machen dort ihre Arbeit. Nur ein kleiner Teil bewegt sich, durch die Kundschafter geführt, direkt zu dem Ort an welchem die Veteranen sein sollen. Dort sind sie dann auch, in einem fruchtbaren Tal in dessen Wände sich mehrere Höhlen befinden, haben sie an einem Bach eine kleine Siedlung errichtet. Sie scheinen, als sie in das Tal einbiegen wollen, erwartet zu werden. Denn auf einer Lichtung unweit des Taleingangs brennt ein Feuer an welchem sich mehrere gerüstete Elfen sich aufhalten. Sie tragen eine längst nicht mehr verwendete Reituniform, welche wohl zu ihrer Zeit sehr modern war aber jetzt durch eine etwas praktischere und leichter in Stand zu setzende ersetzt wurde. Um das Feuer herum liegen mehrere auf Wolldecken liegende Reitsättel.

Die abtrünnigen Elfenreiter der Berge im vierten Jahrhundert nach Pondaron Bearbeiten

Drei der Elfen kommen dann, anscheinend unbewaffnet, auf uns zu. Sie blieben vor unserem Kommandanten stehen und warten. Der Kommandant blickt sich nach mir um und winkt mich herbei und fragt mich im Flüsterton was er nun machen soll? Ich sagte es ihm: Also als Erstes eine förmliche Begrüßung in welcher alles endhalten ist. Dann ein Dank dafür, dass sie da sind um mit uns zu sprechen. Wenn sie das richtig gemacht haben, werden sie das auch tun und uns zum Feuer einladen. Der Kommandant sagt zu mir: Machen Sie das, Olvar Talier! Ich habe es nicht so mit den Förmlichkeiten und so weiter und wir wollen ja beide nicht, dass es schon am Anfang zu Unstimmigkeiten kommt. Also legte er los: Das Folgende ist nur das Wichtigste was er dabei erwähnen muß: Zuerst wer ihn geschickt hat, welcher König gerade regiert, eine Danksagung an den gemeinsam verehrten Gott, eine Beschreibung des momentane Wetters und wie fabelhaft es ist wahr und wahrscheinlich werden wird, die Namen der Begleiter und zu welcher Familie sie gehören, dann der Eigenename und Familienzugehörigkeit, ein Versprechen der Aufrichtigkeit und so weiter.

Eine derartige traditionelle Begrüßung unter Elfen dauert im Normalfall bis beide Parteien fertig sind, mindestens eine Stunde. Danach wird bestenfalls zuerst von dem Angesprochenen und dann von dem ersten Redner zu dem gebeten um was es eigentlich bei dem Treffen gehen soll. In diesem Fall soll es um eine Erlaubnis für die Verhandlung der wieder Eingliederung der Reste der ehemals ausgesandten Flugechsenarmee gehen, die bei Pondaron gekämpft hat. Alles geht anscheinend Gut, da sie zum Feuer eingeladen werden. Also gehen sie zum Feuer und legen ihr Gepäck nahe demselben ab. Es wird zu Abend gegessen, wobei jeder sein mitgebrachtes Essen isst. Danach ziehen sich ihre Gastgeber zurück und man begibt sich am Feuer zu Ruhe. Während der Nachtruhe hat Olvar sehr intensive Träume bei welchen er immer wieder grüne Augen sieht. Daran kann er sich nach dem Erwachen erinnern. Aber bevor sich darüber sinnieren konnte stupft ihn etwas Hartes vorsichtig am Rücken. Er schrickt auf und als er sich umdreht schaut in ein Echsengesicht. Das ihn, wie er meint, auffordernd anschaut. Wie jetzt sieht gehört dieses Gesicht zu einer etwa 6 Fuß langen Echse mit Stummelflügeln. Eine Babyflugechse, ein Nestling? So ein Wesen hat er noch nie gesehen! Dann fällt ihm ein was diese will. Seine Hände greifen unter ihren Kopf und fangen an sie am Hals zu kraulen. Nach kurzer Zeit sieht er wie die Farben der Flugechsenaugen sich von Grau zu Grün verfärben und hört wie sie zufrieden anhörende Laute von sich gibt. Aber dann tritt sie sich von ihm weg und watschelt mit erstaunlicher Geschwindigkeit in die Richtung eines gerade beginnenden leisen Geräusches entgegen, das wie ferne Trommeln klingt. Die Töne kommen von einem außerhalb des Rastplatzes liegenden Ort den er gerade nicht ausmachen kann. Jetzt, nach dem er wieder freie Sicht hat, bemerkt er das einige dieser Echsen in der Nacht dagewesen waren. Denn bei jedem seiner Kameraden hat sich gerade eine von ihnen abgewandt.

Dabei fällt ihm auf das zwei von ihnen wie in einem anregenden aber geräuschlosen Gespräch vertieft den Echsen folgen. Das findet er irgendwie unpassend in dieser Situation. Aber bevor ihm die Idee kommt zu handeln erscheinen am Rand ihres Lagerplatzes mehrere ihrer Gastgeber, welche unmissverständlich alle aus ihrer Gruppe, welche den Beiden folgen wollten, aufhalten. Nachdem die Unruhe sich gelegt hat, bitten diese dann zu einer Unterredung welche beim Frühstück stattfinden soll. Diese Unterredung war wegen der am Anfang sehr erregten Gemüter einer Partei äußerst hektisch und unbesonnen. Aber zum Glück für die eigentliche Aufgabe, wegen welcher man eigentlich hier ist, konnten die Vertreter der Abtrünnigen die Situation mit ihrer wortreichen Erklärung entschärfen. Da sie nur das Beste für ihre Schutzbefohlenen wollten. Denn eine Verbindung die im Vorfeld nicht vorbereitet wurde wird erfahrungsgemäß wesentlich besser und harmonischer verlaufen als eine Geplante. Auch gaben sie an, daß ein ausgebildeter Offizier mit Erfahrung in seinem Beruf für die Flugechse sehr sinnvoll und hilfreich sein kann wenn sie einmal in ihrem Einsatz in kriegerische oder turbulente Handlungen verwickelt werden sollte. Das war wohl redlich und gut! Aber ihr Vorgehen und ihr eigenmächtiges Handeln ohne eine Ankündigung und einer daran angeschlossene Diskussion zumindest mit dem Chef der Truppe, also dem Kommandanten, werden von diesem so gewertet wie ein Angriff. Mit der Begründung, daß der Verlust von Teilen des Führungspersonals die Truppe, also die Arme, genauso stark schwächt wie den Verlust der Einheiten welche sie befehligt haben.

Nun da Olvar Talier und die Armeführung die Aufgabe haben die Abtrünnigen wieder für das Reich zu gewinnen gehen die Verhandlungen weiter. Bis eine Einigung gefunden wurde. Diese konnte aber erst nach mehreren Wochen getroffen werden, da einige der Wiederstände und Wiedersprüche welche die Sache fast unmöglich machten nicht so einfach auszuräumen waren. Aber der vermeintliche Verlust an Zeit war nicht so schlimm, da die Arme weiter ihrer Aufgabe verfolgte für welche sie hier war. Sie schloss weiterhin das noch nicht zu einem Reich gehörenden Gebiete im Ophis an das Land an. Und damit verging die Zeit bis zur Rückreise.

Die Rückreise verlor für ihn nach dem Einschiffen im Golf von Vartir jegliches Interesse, da nichts mehr geschah was seine Aufmerksamkeit fesselte, ihm wurde langweilig! Das war schlecht für sein Gefühlsleben! Er hatte jetzt viel Zeit zum Nachdenken.

Er merkte schon während der gesamten Zeit der Reise, daß ihm etwas fehlte. Nun erkannte er auch was es war, er war allein! Bei seiner letzten langen Reise hatte er angenehmen Umgang, da störte es ihn nicht. Und in der Stadt Dannan war auch immer Jemand da bei welcher er sich wohl fühlte. Nun fehlte ihm das!

Zurück zu Heim, Herd und wem? Bearbeiten

Der Weg führte durch den Golf von Vartir durch den Kanal „Der Weg zum Licht“ zur für ihn neuen Hauptstadt Dannan. Ja, wirklich zur Hauptstadt. Der Rat der Elfen muß wohl während seiner Abwesenheitszeit umgezogen sein! Das brachte, hoffte er, den für sein Unternehmen gewünschten Aufschwung.

Im Hafen von der Stadt Dannan angekommen, erstaunte ihn das lebhafte Treiben auf dem Landungsplatz. Als er das letzte Mal hier stand, war er fast allein und bis auf eine einfache Uferbefestigung und einem Verwaltungsschuppen mit einem gelangweilten Hafenmeister sonst nicht viel los. Aber jetzt besteht er aus mehreren zum Teil belegter Anlegeplätzen, an welchen Schiffe liegen die gerade beladen und gelöscht werden. Dazu sind viele mehrstöckiger Häuser um das Hafenbecken errichtet worden, von welchen die meisten Warenlager sind. Eines dieser Gebäude, wie er verwundert feststellt, trägt das Zeichen seines Hauses. Aber dann als es genauer anschauen wollte um mehr Details zu erkennen, konnte er das nicht, weil das Schiff, auf welchen er sich gerade befindet, sich zu einem ihm unbekannten Hafenbecken zugewandt hat. An diesem befinden sich Docks, Magazine und eine Garnison. Was ihn als Marinehafen ausweist. Dort lässt der Kapitän es unweit einer Anlegestelle gelegenen Ankerplatz ankern. Das war nötig da sonst alle anderen Liegeplätze belegt waren. Es scheint dass der Rat eine Kriegsflotte gerüstet hat!

Nun das geht ihn nichts an! Er will jetzt seinen Lohn und dann zu seinem Anwesen in der Stadt. Das ging dann auch nach dem er seinen Bericht an Gadalat Guinever abgeliefert und er ihn dann auf seinen Wunsch hin ausgemustert hatte. Er lässt sich dann mit seinen Habseligkeiten an Land bringen wo er eine Kutsche mietet welche ihn zu seinem Anwesen bringt. Dort angekommen, ist er erstaunt was in nur wenigen Jahrzehnten aus seinen Plänen geworden ist. Sein Firmensitz ist fertig gebaut und mit einer schmucken Mauer umgeben worden. Er sagt dem Kutscher. er möge ihn am Haupthaus absetzen! Als er dann vor der Eingangstür stand und das rege Leben auf dem Hof und den daran angeschlossenen Gebäude beobachtet, öffnet sich die Tür und ein ihm unbekannter Mann bittet ihn herein und führt ihn in den Empfangsraum. Dort lässt der Mann ihn allein. Mit der Auskunft: Die Herrin kommt in Kürze! Er findet das lustig, da er ja der Hausherr ist und der eingetragene Besitzer des Anwesens. Also er beschließt zu warten! Nach einer geraumen Zeit, also so eineinhalb Stunden, kommt seine ehemalige Haushälterin in Begleitung eines Schreibers in den Raum und bleibt wie vom Blitz getroffen stehen. Ihm fällt in der kurzen Zeit der Ruhe ihr Namen ein: Erika Tulpe. Dann öffnet er Arme und setzt zu einer ausschweifenden Begrüßung an. Diese beinhaltet so wie üblich eine kurze Beschreibung was ihm seit seiner letzten Verabschiedung so passiert ist. Dann als er fertig ist, hat sie ihre Fassung wieder erlangt und begrüßt ihn ebenfalls auf das höflichste. Seit ihrer letzten Begegnung sind schon wieder fast zehn Jahre vergangen. Nun fühlt er sich ein wenig müde! Aber, wie er weiß, die Geschäfte warten nicht! Nach einigen Höflichkeitsfloskeln bittet er sie nach eine kurzen Erholungspause und schnellen Essen ihn auf den neusten Stand zu bringen. Das war dann doch etwas zu viel verlangt. Da er ja wieder etwa zehn Jahre unterwegs war! Aber er merkte sofort nach ihrem Kurzbericht, daß ihr gesamtes Tun, in dieser Zeit, für das Geschäft und das Unternehmen dienlich war. Sein Herz blühte darauf hin auf und endlich sah er sie so wie sie wirklich war und ist. Sie ist die Erfüllung seines Lebens! Nach dem Gespräch verabschiedet er sich herzlich und bittet den Hausangestellten, der offensichtlich vor der Tür gestanden hat, ihm seine Gemächer zu zeigen! Wo er dann sein Quartier bezog und sich über die Nacht hinweg erholte.

Am nächsten Tag läßt er sich nach dem Frühstück die Geschäftsunterlagen von einem der Bürobediensteten geben. Dann blättert er diese so lange durch bis seine Verwalterin Frau Tulpe neben ihm auftauchte und ihm grob den Verlauf der momentanen Geschäfte mit diesen Papieren erklärte. Sein privates Fazit davon ist eindeutig: Dem Betrieb geht es gut, er wirft mittlerweile Gewinn ab von welchem der größte Teil zur Schuldentilgung verwendet wird und er wird niemals ein Bürokrat werden!

Was ihn besonders erstaunt hat ist, daß sein Bruder Serdar ein Exklusivvertrag mit seinem Handelshaus abgeschlossen hat. Seine Familie besitzt einen großen Landbesitz, auf welchem hauptsächlich Narung produziert wird. Diese hat sie aber, soweit er weiß, bisher nur in den Städte im Machairas verkauft? Wenn er Zeit hat wird er ergründen warum das jetzt nicht mehr der Fall ist! Nach dem er diesen Gedanken beendet hat, kommt ein Angestellter mit zwei Weidenkörben gefüllt mit Briefen auf ihn zu und sagt, dies sind die Briefe die in ihrer Abwesenheit hier angekommen sind. Madam also Frau Tulpe hat sie gesichtet und die Briefe die sie konnte im Sinne des Handelshauses für euch beantwortet. Eine Zweitschrift von ihren Antwortschreiben liegt dann immer dabei. Das macht ihn neugierig. Er wusste bisher nicht, das er für so viele Leute an ihm Interesse haben. Also ging er ans Werk. Er brauchte mehre Wochen um alle Briefe zu sichten und mit seine Verwalterin die für ihn wichtigen und von ihr noch nicht beantworteten Schreiben zu bearbeiten. In dieser Zeit versuchte er sie besser kennen zu lernen und eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Denn ihr bisheriges zusammenarbeitet war eigentlich nur Fachlich oder besser Beruflich also nur auf die Arbeit beschränkt. Jetzt will er aber mehr ohne die bisherige Beziehung zu zerstören, den diese könnte nicht besser sein, wenn man die Geschäftszahlen anschaut! Um keine Katastrophe zu verursachen beschließt er sich zu informieren. Das scheint für ihn am besten zu sein bei einer erfolgreichen Frau. Die sollte wissen wie man das richtig macht und was einer Frau gefällt. Da bietet es sich an mal wieder bei seiner Schwester vorbei zu schauen. Auch wegen dem Umstand das er eine Einladung unter seinen persönlichen Briefen gefunden hat. Die ihn zu ihrer Hochzeit eingeladen hat. Welche nach dem Datum zu Folge schon vor ungefähr sechs Jahren war. Das sollte sie ausreichend qualifizieren um seine Fragen zu beantworten. Außerdem erhoft er noch einige Tipps zu bekommen für besonderen Situationen in welche er im Notfall kommen könnte.

Bis er ohne eine Missstimmung zu erzeugen seinen Besuch machen kann arbeitet er fleißig und versucht seine Aufgabe als Chef eines wachsenden Unternehmens gerecht zu werden. Dabei gelingt ihm einen Marktstand auf allen Lebensmittelmärkten in der Region zu bekommen. Nach der Zeit, welche die Logistik, die Kosten- und Leistungsrechnung und die Personalplanung dafür in Anspruch nimmt, geht er zu seiner Schwester.

Besuch in der Lordanon-Burg Kanaris Bearbeiten

Die kurze Reise über Land erscheint ihm wie ein Erholungsurlaub, so daß er ausgeruht bei seiner Schwester ankommt. Wie er feststellt wohnt sie in einem großen Herrenhaus das an eine Garnison angrenzt. Oder man könnte auch sagen, sie wohnt in einer Burg, Kanaris, welche mit mehreren Fernwaffenstellungen erweitert wurde. Als er vor dem Haupttor steht sieht er über diesem das Wappen von der Familie Lordanon und ist beeindruckt! Ein wirklich stattliches Anwesen! Wie er so in der Betrachtung auf seinem Pferd sitzt, kommt ein gerüsteter Zwerg auf ihn zu und bittet ihn herein. Wie ihm sofort auffällt hat er ihn mit der Händlersprache angesprochen welche auch gerne von den Menschen im Tal benutzt wird. Er folgt ihm und reitet in den Hof hinein wo er vor dem Pferdestall absteigt und sein Pferd anbindet. Er nimmt sein Gepäck und geht auf den Haupteingang des Hauses zu wo ihn der Zwerg, welcher ihn hereingebeten hat, erwartet. Nach einem kurzen erklärenden Gespräch, bittet ihn dieser hier zu warten bis er ihn angekündigt hat. Der Zwerg verschwand darauf hin im Haus und schließt die Tür hinter sich. In der Zeit in der er warten muß beobachtet er wie ein wie ein menschlicher Stallbursche aus dem Stall kommt und sein Pferd in den Stall führt. Dann passiert eine Zeitlang nichts und er kann die grandiose Aussicht genießen welche man vom Hof aus hat wenn man durch die Wehranlagen der Burg sieht. Die Burg steht an einem Steilhang zur Küste hin die am Golf von Vartir liegt. Als er genaueres in Augenschein nehmen will öffnet sich die Tür vom Haupthaus der Burg. Seine Schwester steht im Türrahmen und bittet ihn nach der üblichen wortreichen Begrüßungsrede in das Haus. Er folgt ihr nach dem er ihren Begrüßung freundlich geantwortet hat. In ein düster wirkendes Labyrinth von Gängen und Räumen mit nur wenigen aber dann schmaler Fenstern. Die Einrichtung in den Räumen scheint zweckdienlich zu sein, aber irgendwie fehlt ihm daran der elfischer Einfluss oder eine weibliche Hand. Dann am Ziel, der wahrscheinlich unabsichtlichen Führung durch das Gebäude, steht er, nach der Überwindung eines engen Treppenhauses, in einem anscheinend ganz anderen Haus.

Der Raum, in welchem er mit seiner Schwester jetzt steht, scheint vom Stil und der Einrichtung entsprechend alles zu besitzen was ihm davor in den anderen Räumen gefehlt hat. Der Raum hat große Fenster durch welche das Sonnenlicht hereinscheint und durch welche man die Umgebung der Burg sehen kann. Der Boden und Teile der Wände sind mit vielen prachtvollen Teppichen verdeckt. Die Einrichtung besteht aus kunstvoll gestalteten Möbeln welche den Raum wohnlich gestalten. Bei diesem Raum erscheint man in einem privaten Wohnzimmer zu sein. Was ihn angenehm überrascht. Bevor sich richtig wider gefasst hat, bietet ihm seine Schwester auf einen der Stühle bei einer Sitzgruppe an einem der Fenster einen Platz an. Dort setzt er sich hin und erwartet die nächsten Schritte. Seine Schwester zieht darauf hin an einer breiten Kordel, welche neben der Eingangstür an der Wand herunter hängt und nimmt dann ihm gegenüber Platz. Dann bevor er das Wort ergreifen kann kommt eine Dienerin mit einem vollen Tablett herein gelaufen und deckt den Tisch, welcher zwischen seiner Schwester und ihn steht, mit einem Teeservice ein. Nun aber legt er los und schildet so genau wie möglich sein Problem. Wonach sie an ihrem Beispiel erklärt wie er vorgehen kann sein Ziel zu erreichen. Dabei lässt sie immer wieder Bemerkungen und Andeutungen fallen wie es ihr gerade geht und warum sie mal wieder alleine ist. Zur Erklärung: Ihr Stiefvater ist ein großer Winzer welcher hier am Golf von Vartir große Ländereien besitzt. Auf diesen baut er, je nach Fruchtbarkeit, Kohlköpfe oder Reben an. Er lässt seinen Sohn regelmäßig die Arbeiter auf seinen Feldern und Weinbergen kontrollieren. Weshalb dieser von Zeit zu Zeit nicht bei seiner Frau sein kann. Sie ist deswegen nicht übermäßig glücklich, aber sie ist sich sicher, daß sie ihn trotzdem mehr als nur gerne hat.

Nun da dieses Thema bis kurz vor die Schmerzgrenze erörtert ist wechselt er zu einem Anderen. Aber bevor er in dieses eintaucht beendet er das Gespräch, welches bisher schon mehrere Stunden gedauert hat, und bittet seine Schwester um eine Unterkunft.

Sie gibt ihm ein Gästezimmer unweit des Küchentraktes der Burg. Von dort geht er in den Speisesaal, in welchem er ein spätes Abendessen einnahm. Die Nacht war ruhig und das Frühstück reichhaltig. Also alles wunderbar. Danach fragt er wieder nach einer Audienz bei seiner Schwester an. Er bekommt diese dann am späten Vormittag, was ihm gerade recht ist, da er gerne noch einen kleinen Spaziergang um die Burg machen möchte, um den schönen Ausblick über den Golf und den Eingang zum Weg zum Licht zu genießen. Bei seiner Betrachtung sieht er um die gesamte Bucht, an welcher der Kanal ins Tal mündet, Befestigungsanlagen mit Geschützstellungen, in der Art, in welcher seine Schwester wohnt. Die Burgen sind gekonnt in das Panorama der Steilküste, durch welche der Kanal gegraben wurde, eingebettet und stiltechnisch angepasst worden. So daß sie nur einem guten Beobachter auffallen. Als er so in Gedanken auf dem Höhenweg, welcher die Burg mit einem Aussichtspunkt nahe einem ehemaligen Bergsturz verbindet, dahin schritt, kommt auf einmal aus dem Oklis ein starker Wind auf. Dieser Wind überlagert die bis gerade von der See her wehenden Brise und weht ihm fast den Hut vom Kopf. Was ihn ein wenig überraschte, da solche Phänomene nur durch eine Magie wirkende Hand hier in der Gegend geschehen können. Nun ja, da er im Moment so oder so nichts Besseres vor hat wartet er auf den Grund dieses Vorfalls. Er setzt sich auf eine Bank beim Aussichtspunkt und entspannt sich. Schon nach kurzer Zeit sieht er Schiffe im Kanal auftauchen welche in Richtung des Golfs von Vartir unterwegs sind. Diese Schiffe, welche tief im Wasser liegen, sammeln sich unweit der Kanalausfahrt zu einer beachtlichen Flotte. Welche dann sich, nach dem sie vollständig ist, dem magischen Wind folgend, in Bewegung setzt. Also in Richtung Machairas.

Dann als nach diesem Spektakel die Besuchszeit, also der Termin mit seiner Schwester immer näher rückt, geht er zur Burg zurück und macht sich ein wenig frisch in seiner Unterkunft. Dann marschiert er, zur ausgemachten Zeit, zu seinem Termin. Dort wird er, obwohl er pünktlich ist, schon erwartet. Das Gespräch geht dann nur um die Familie und was in den letzten Jahren so in ihrem Umkreis passiert ist.

Da er eigentlich nie so richtig mit und in der Familie gelebt hat, kann er sie mit seinen Fragen so richtig in Schwung und ins Schwärmen bringen. Wobei sie bei manchen Teilaspekten und Punkten ihrer Rede ein wenig vom Thema abkommt. Aber das macht ihm nichts aus, da diese Abschweifungen ihm einen besseren Bezug zu den ihm bekannten Ereignissen und der Zeitfolge in welchen sie stattgefunden haben verschafft.

Handelsgüter der Talier Bearbeiten

Aber nun zu der Zusammenfassung des doch mehrere Tage dauernden Vortrags oder Berichts: Sein Bruder und Familienvorstand, Serdar Talier, hat mit der Hilfe seiner Angestellten den Familienbesitz gut verwaltet und ihn in manchen Bereichen vergrößert. Er hat bei der Lehmgrube in der Nähe der Stadt Sakilia mit der feinkörnigen Erde eine Töpferei errichten lassen, welche Keramik produziert. Dann hat er die Sägerei bei den Bergwäldern in der Nähe von der Stadt Richal mit einer Möbelschreinerei erweitern lassen. Dieser Ausbau hat das Angebot der Handelswaren der Familie stark vergrößert.

Aber dann vor ungefähr zehn Jahren hat der Rat mehrheitlich beschlossen zu der schon lang fertiggestellten neuen Hauptstadt Dannan umzuziehen. Das ließ den Absatz der Waren, welche für die Stadt Sakilia bestimmt waren, stark schrumpfen. Da ein Großteil der Kunden welche bisher in der Stadt Sakilia, also der ehemaligen Hauptstadt, gelebt haben, weggezogen waren. Unsere Familie suchte daraufhin neue Absatzmärkte. Was sich nicht ganz einfach gestaltete, da in den anderen Städten dort ansässige Familien den Markt beherrschen. Also kamen wir auf Dich und deine Firma. Wir haben uns, also vielmehr unser Bruder, dann mit deiner Verwalterin in der Stadt Dannan in Verbindung gesetzt. Und dann nach langen und für beide Seiten erfolgversprechenden Verhandlungen einen Vertrag vereinbart und unterschrieben. Nach diesem Vertrag muß unser Bruder den Transport der Waren übernehmen. Was dazu geführt hat, daß die Familie jetzt auch eine kleine Binnenfrachtflotte besitzt und ein Lagerhaus mit Kontor im Handelshafen von der Stadt Dannan. Dieses Gebäude und der Platz auf welchem es steht gehören euch also dem Handelshaus und das Nießrecht allerdings unserem Bruder.

Serdar und die Fee Bearbeiten

Als weitere Neuigkeit erzählt sie ihm noch unter anderem was ihr gemeinsamer Bruder Serdar Talier so im privaten so macht: Er hat vor kurzem dem Rat der Elfen offenbart, das er sich jetzt öffentlich zu seiner Liebe bekennt. Er lebt schon seit Jahrzehnten mit einem Waldgeist zusammen. Einem Feenwesen der Bäume mit welchem er nicht nur glücklich ist sondern auch ein Kind hat. Dies ist wohl gesellschaftlich soweit in Ordnung, aber das er sich jetzt auch gesetzlich mit ihr binden will geht eigentlich gar nicht. Dies gab es zumindest unter Führungspersönlichkeiten noch nie. Da Feenwesen, soweit bekannt, sehr ortsgebunden, geistig eher unstetig, ihre Sonderfähigkeiten sie unberechenbar machen und ihre Kinder immer reine weitere Feenwesen sind, die sich nicht so einfach oder gar nicht in die Gesellschaft eingliedern lassen. Dazu kommt noch, das Feenwesen bei der normalen Gesellschaft einen Sonderstatus haben welcher ihnen Sonderrechte einräumt. Dazu gehört auch sie soweit wie möglich in Ruhe zu lassen. Denn ihre Anwesenheit bedeutet Glück, Wohlstand und eine gesunde Natur. Das will eigentlich Niemand von sich weisen oder sich von diesem Einfluss absichtlich trennen. Diese Offenbarung vor dem Rat hat große Unruhe unter den Ratsmitgliedern ausgelöst und sogar manche der Räte zu einem Unmutsausbruch hinreissen ließ. Was soweit führte, daß der Ratsvorstand, also Katuum, zur Ordnung mahnen mußte.

Nach diesem Auskünften und Berichten fühlt er sich ausreichend Informiert um für seine weiteren Aufgaben ausreichend gerüstet zu sein. Er bedankt sich bei seiner Schwester und lädt sie ein auch einmal vorbei zu schauen wenn sie mal nach Dannan kommt. Dann verabschiedet er sich von ihr, bedankt sich überschwänglich für alles was er erfahren hat und reist bestärkt wieder in sein neues Zuhause in der Hauptstadt. Ihm scheint, daß in Kürze, also in den nächsten hundert Jahren, großes auf ihn zu kommen wird.

Auf der Rückreise macht er einen kleinen Umweg über einem Bauernhof mit entsprechendem Garten, bei dessen Besitzer er ein paar Blumen kauft. Dabei läßt er sich von dem menschlichen Brauch beeinflussen die Wurzeln der Pflanzen im Beet zurück zu lassen. Es kommt ihm ein wenig seltsam vor, aber nach dem Bericht seiner Schwester, soll daß der neuste Brauch sein.

Dann in der Stadt Dannan angekommen kauft er bei einem Süßwarenbäcker einen Korb voll Teegebäck oder wie man das nennt. Und geht dann so gewappnet nach Hause. Dort angekommen begibt er sich in seine Räumlichkeiten erholt sich dort ein wenig und wäscht sich um einen gepflegteren Eindruck zu machen. Bei seinem bisher größten diplomatischen Auftrag, wie er meint!

Olvar und die schönen Seiten des Lebens Bearbeiten

Um die Sache ein wenig kürzer und kurzweiliger zu gestalten übergeht der Autor die paar Jahre mit Olvars Liebesbemühungen und stellt nur fest, daß er in dieser Zeit sein Interesse an schönen Dingen wie Musik, Theater und Kuscheltieren entdeckt und erweitert hat. Auch mußte er feststellen daß seine Angebetete wesentlich fitter ist als er und sie in ihrer freien Zeit Unmengen an Meilen laufend zurücklegt was ihm bisher immer entgangen ist. Aber das hat auch sein Gutes. Solang sie unterwegs ist arbeitet er sich in die für ihn ungeliebte Buchhaltung ein um ein wenig mehr von dem Führen eines Geschäftes zu verstehen. Nun ja man tut was man muß um seinem Erfolg näher zu kommen. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit, erhört sie ihn und eine öffentliche Vermählung wird beantragt! Wie zu erwarten war stimmten die Familienoberhäupter diesem Antrag zu. Der dafür übliche Ehevertrag lag nach unglaublich kurzer Zeit zur Unterzeichnung bereit. Das erschien Olvar Talier mehr als verdächtig, aber da dies in seinem Sinne war stellte er noch keine Fragen.

Das Geschäft läuft und der Umsatz steigt. Natürlich ist mit Lebensmitteln und Hausrat keine große Gewinne zu erwirtschaften, aber bei der erstaunlichen Maße oder Menge welche jeden Tag verkauft wird ein einträgliches Geschäft. Die Schulden von dem Stadtrat von Dannan schrumpfen. Es sieht sogar so aus wie wenn sie in absehbarer Zeit verschwunden sein werden. Nun kann man sich auch privaten Themen wieder widmen wie zum Beispiel den Hochzeitsvorbereitungen. Natürlich sind da dazu die Familien zuständig welche das Fest, wie im Land üblich, als das wesentliche Geschenk an das Brautpaar zugesagt hat. Aber die persönlichen Gäste müssen eingeladen werden, die eigene Festkleidung muß noch besorgt werden und natürlich muß man auch an den Ort der Zeremonie und des darauf folgenden Festes rechtzeitig kommen. Ja, das wäre nicht schlecht! Die ganze Sache soll auf der großen Wiese vor dem Sommerhaus der Familie Olvar stattfinden. Diese liegt unweit der alten Hauptstadt Sakilia welche knapp tausend Meilen von der neuen Hauptstadt Dannan entfernt liegt. Das muß bedacht sein und deswegen vor allem Anderen die Einladungen das mit den Einladungen erledigt werden. Also frisch ans Werk. Zuerst werden, um etwas Besonderes zu verschicken, große Pflanzenblätter mit wenig Rippen besorgt. Was im Tal in welchem subtropisches Klima herrscht kein Problem ist. Auf deren Oberfläche wird mit einem Stichel vorsichtig der Text der Einladung geritzt. Diese Rillen werden damit sie besser und auch noch wenn das Blatt getrocknet ist zu sehen sind mit in Pflanzenöl gemischtem Holzkohlestaub gefüllt (Das Blatt wird vollständig dabei eingeschmiert und dann mit einem Tuch abgerieben wonach nur in den Rillen die Farbe zurückbleibt). Auf diese Weise entsteht ein außergewöhnliches und langlebiges Schriftstück welche das Interesse der Empfänger zusätzlich steigern wird. Nach dem die Einladungen mit dem Botendienst unterwegs sind kommt ein wesentlich anstrengender Teil der Vorbereitungen. Die Kleiderfrage! Ein großes Thema für Frau Tulpe! Er fügt sich, nach dem Besuch mehrerer Kleidergeschäfte und dem Aufsuchen einiger Schneider, ein seit mehreren Jahrhunderten veraltetes bodenlanges Wickelgewand (der richtige Namen dafür hat er sofort wieder verdrängt) zu tragen welches in grün und weißtönen gehalten ist. Dazu gehört ein dunkelgrüner Umhang der das Gewand angeblich betonen soll. Nun was sie dazu passend tragen wird muß angeblich ein Geheimnis bleiben weil es ansonsten, nach einem ihm unbekannten Brauch, Pech bringen soll wenn der Partner dieses vor dem Festtag sieht. Nun anscheinend eine kleine Folter um die Sache ein wenig spanender zu machen. So jetzt endlich ein weiterer Punkt erledigt. So nun muß noch ein Vertreter für das Unternehmen gefunden werden solang sie beide unterwegs sind. Eine gar nicht so einfache Aufgabe. Denn bisher hat seine Zukünftige oder er die Entscheidungen für ihr Handelshaus und das Unternehmen getroffen. Eine Lösung, trotz langer Diskussion, scheint sich nicht abzuzeichnen. Ein Verwaltungsrat muß her. Dazu wird jeder Bereichsleiter geladen. Erstaunlicherweise sind alle Geladenen begeistert über die Mitwirkung und die zusätzliche Verantwortung in ihrem Betrieb bei welchem sie arbeiten. Dies war bisher für ihn unbekannt, daß jemand Freude daran haben kann seine eigene Arbeit in der Abhängigkeit anderer zu organisieren und anzupassen. Er nimmt sich vor sobald er wieder vor Ort ist das Ergebnis dieser Übereinkunft und dessen Vor- und Nachteile zu überprüfen.

Also dann zum Aufbruch, es ist kaum noch ein Vierteljahr hin bis zum Fest. Der Vater seiner Versprochenen hat seinen Schnellsegler für diese Fahrt zur Verfügung gestellt ein erfreulicher Zufall dass dieser im Hafen von Dannan geankert hat. Nach einer ruhigen aber verhältnismäßig schnellen Fahrt kommen sie erholt in der Stadt Sakilia an. Die Stadt, welche er bei seinem letzten Besuch als überfüllt und hektisch bezeichnet hat, liegt jetzt ruhig auf den mit Brücken verbundenen Inseln da. Sie scheint jetzt, obwohl sie noch immer eine überdurchschnittliche Anzahl an herrschaftlichen Häusern mit Gärten und Parks hat, fast einer normalen Provinzhauptstadt zu gleichen. Eben einer herausgeputzten! Nach einer kurzen Verabschiedung bei der Schiffsbesatzung beauftragt er einige Mietkutscher unweit der Mole ihr reichliches Gepäck und sie zum Herrenhaus der Familie Talier zu bringen.

Der Plan war eigentlich die Nacht in dem Herrenhaus zu verbringen bevor die große Hektik ausbricht die bei der Vorbereitung eines so großen Festes normalerweise ausbricht. Sie haben ja nur noch drei Wochen. Dann sollte man so langsam damit anfangen die Pläne der Eltern an die Eigenen anzupassen. Soviel zum Plan! Aber irgendjemand hat wohl an ihrem Vorhaben nicht gefallen gefunden. Den nach ungefähr der halben Strecke hält ihre Kutsche vor einem Landgasthof. Vor dem Eingang der Gaststube wartet eine Doppelreihe farblich aufeinander abgestimmte Gruppe von Leuten welche offensichtlich darauf warten dass sie aussteigen. Das ist wahrscheinlich das Personal des Hauses! Er vermutet, dass der Kutscher nicht der Verursacher dieses Auflaufs ist. Weshalb er ihn nicht rügt. Aber eine Teilschuld hat er sicher schon. Das Ganze scheint wohl von langer Hand vorbereitet worden zu sein und sehr wahrscheinlich sind viele Tauben wegen ihnen unterwegs gewesen. Aber eine so unvermutete Unterbrechung ihrer Reise kann nur etwas Besonderes bedeuten. Also nimmt er sich vor der Angelegenheit so viel wie möglich Positives abzugewinnen und die Sache ein wenig zu genießen.

Nach seiner kurzen Bedenkzeit öffnet ihr Kutscher die Tür vom Wagen und fordert sie mit einer schwungvollen Geste auf auszusteigen. Dieser Aufforderung kommen sie dann auch nach. Daraufhin löst sich ein ihm irgendwie bekannter Mann aus den Reihen der Warteten und kommt auf sie zu. Bevor er sie erreicht erkennt er ihn. Er ist ein ehemaliger Jugendfreund mit welchem er viel unternommen hat als er noch in der Nähe von Sakilia wohnte. Mit ihm verbrachte er seine Jugend und besuchte mit ihm die lokale Dorfschule. Er bedauert es jetzt ihn aus den Augen verloren zu haben als er zur Stadt Gaudron zog um mit seinen Studien zu beginnen.

Nun ja das ist jetzt auch schon bald zweihundert Menschenjahre her was auch für Elfen eine beachtliche Zeit ist. Man begrüßt sich freundlich wonach er beim Abschreiten der Reihe der Bediensteten erklärt das er der Besitzer des Lokals hier ist und ihn aus dem Anlass der kurz bevorstehenden Feier einlädt bei ihm den Abend zu verbringen. Er möchte mir also uns zeigen was zu dem Fest zu welchem er beauftragt ist das Essen zu kochen und aufzutischen fähig ist. Außerdem werde Olvar schon sehen. Nach einem kurzen Gang durch das Haus und der wirklich vornehm eingerichteten Gastwirtschaft nähert man sich dem erstaunlich großen Innenhof des Gebäudes. Von dort hört man Musikanten spielen. Als sie in diesen hinaustreten sind sie enorm überrascht. Sie meinen in das Reich oder den Hain einer Blumenfee hineingetreten zu sein. Ein Gebiet mit vielen Blumenrabatten blühenden Büschen und Pavillons. Die vor kurzem noch etwas hektischere Musik umschmeichelt jetzt das Blumenmeer und lässt einen fast wie in einem Traum empfinden. Selbst für einen Elfen der sich gerne mit Natur und Kunst am besten miteinander verbunden umgibt ein beeindruckendes Erlebnis.

Aber wie sooft endet ein derartiges Erlebnis abrupt. In diesem Fall geschieht es so das fast hinter jedem Busch und aus jedem Pavillon Leute heraustreten. Eine wahrscheinlich vorgesehene Unruhe entsteht in welcher jeder Anwesende möglichst schnell und zum Teil auch übertrieben laut und freudig sich ihnen vorstellen will. Während dieser Aktion welche auch seine Überraschungen bereit hält wird ihm ein Glas Rotwein in die Hand gedrückt. Wie er dann irgendwann später erfährt ein Tropfen vom Blut des Landes. Dieser Titel wird nicht jedes Jahr vergeben. Dies sollte aber in diesem Zusammenhang nur eine symbolische Geste von seinem ehemaligen Volkschullehrer sein.

Nach dem Empfang wird zu Tisch gebeten das Essen besteht aus lauter kleinen Gerichten welche in regelmäßigen Abständen gereicht werden. In jeder der vielen Pausen wird geredet, gescherzt und Trinksprüche und kurze Reden gehalten. Eine Besonderheit dabei ist das er und seine Zukünftige vor jedem Auftischen der nächsten Speisefolge den Tisch wechseln müssten was zur Folge hat das sie mit allen Gästen zumindest einmal zusammen waren bis zum Ende des Essens. Dann wird zum Tanz gebeten. Die bis dahin nicht sichtbare Musikgruppe erscheint indem sie von den Rändern des Innenhofes zum Zentrum des Platzes zusammenkommt. In der Zeit in welcher die Musiker die Aufmerksamkeit auf sich ziehen tragen die Bediensteten des Hauses die Blumenkübel welche das Blumenbeet im Zentrum des Innenhofes gebildet haben weg. Dort wo das Beet ursprünglich war wird so ein Holzboden sichtbar welcher wohl als Tanzfläche dienen soll. Die Musiker umringen den Tisch an welchem er und seine Beste sitzen und fangen an ein ermutigendes Lied zu spielen wozu einer von ihnen eine dazu passende Weise singt welche zum Tanz auffordert und ermutigt.

Also gut denkt er und steht auf um seine Liebste zum Tanz aufzufordern. Sie folgt seiner Bitte und zusammen gehen sie auf die Tanzfläche und eröffnen mit ihren ersten Schritten den unterhaltsamen Teil des Tages. Er ist eigentlich hundemüde aber er hält bis zur Tanzpause durch wonach er sich einen freien Platz an einem der Tische sucht wo jetzt Knapperzeug und Getränke an der Stelle der Teller hingestellt wurden. In der Pause wird auf der Tanzfläche von Künstlern Akrobatik und kurze Theaterzehnen gezeigt. Das findet er garnichtmal schlecht! Bei der zweiten Tanzrunde macht er sich bekannt mit den Gästen welche mit seiner Besten in irgendeiner Art bekannt sind und mit welchen sie aufgewachsen ist. Er erhofft durch diese einiges für ihn noch unbekanntes und noch nicht angesprochenes zu erfahren. Er setzt dazu sein diplomatisches Geschick ein. In diesem Zusammenhang trinkt er auch ein wenig mehr als er sonst gewöhnt ist. Dadurch wird der Abend für ihn ein wenig lustiger als er es im Normalfall gedacht hat. Er schaut dazwischen immer wieder nach seiner Begleiterin, um welche sich mittlerweile eine Damenrunde gebildet hat. In welcher anscheinend alte Geschichten erzählt werden. Nach den Geräuschen welche er immer wieder wahrnimmt scheinen sie sich zu ergötzen und zu amüsieren. Eine gute Lösung und Beschäftigungsmöglichkeit wie er meint um sich nicht bewegen zu müssen. Die Musikanten spielen noch immer Tanzmusik bei der Tanzfläche zu welcher sich noch immer Leute bewegen. Nein, er aber nicht, er geht zu seiner Gesprächsrunde zurück und schließt sich den zumeist geschönten Geschichten und Erzählungen an welche ebenso amüsieren und zum Teil gut unterhalten. Am darauf folgenden Morgen weiß er wohl nicht so genau wo er gerade aufgewacht ist aber die Umgebung und das bekannte warme Wesen welche sich gerade an ihn schmiegt gefallen ihm ausgesprochen gut. Wie sich sehr schnell herausstellt haben sie in dem Landgasthof genächtigt bei welchem sie abgestiegen sind. Eine wirklich noble Adresse welche er nur loben kann. Sein Besitzer gehört zu der Familie Guinever. In diesem Zusammenhang erinnert er sich daran das er mit Tryamour Guinever bei seinem Studium Bekanntschaft geschlossen hat. Wie er irgendwo gehört hat soll er mittlerweile im Staatsdienst Beschäftigung gefunden haben. Wie auch immer nach einem hervorragenden Abend kommt zumeist ein arbeitsamer ansträngender Morgen. Das erwartet er jetzt auch. Sie sind bei ihrem eigentlichen Ziel überfällig. Auch ihre Planung hat eine derartige Ablenkung nicht vorgesehen. Also auf ans Werk: Morgentoilette, Frühstück und Weiterreise. Seine Mutter wartet sicher schon völlig aufgelöst auf sie.

Nach Hause zur Familie Bearbeiten

Dann doch vor dem Höchststand der Sonne brechen sie in die Richtung des Landhauses seiner Familie auf, Erstaunlicherweise trägt die Kutsche welche sie über das Hotelpersonal rufen ließen das Wappen seiner Familie. Den Kutscher kennt er allerdings nicht aber so konnte er sich zumindest die etwas komplizierte Wegbeschreibung zu ihrem Ziel ersparen. Auf der hurtigen Fahrt schließen sich so alle halbe Meile je zwei Reiter ihrer Kutsche an. Jeder dieser Reiter trägt eine andere Uniform. Was ihm anfänglich komisch vorkommt. Nach dem er seine Verwunderung seiner Reisebegleiterin Erika Tulpe geschildert hat, erklärt sie ihm, daß das die Abgesandten der anderen Familien sind welche hier in dieser Provinz ansässig sind. Sie sind hier her geschickt worden um uns ein Ehrengarde zu bilden. „Ich weiß nicht was uns diese Ehre zuteil kommen lässt. Es scheint dass unsere Hochzeit eine große Woge vor sich her schiebt. Irgendetwas wird sich wohl nach unserer Vermählung in dieser Region verändern. Lassen wir uns einmal überraschen! Es wird hoffentlich nicht so schlimm sein. Und vielleicht wird irgendjemand uns vor dem großen Ereignis aufklären um was es eigentlich geht“.

Die Fahrtzeit zum Landsitz dauert nur wenige Stunden. So dass sie zur Mittagzeit das Anwesen erreicht haben. Wie er erwartet hat, hat sich seit seiner Abwesenheit nicht viel verändert. Es ist immer noch ein prächtiges Gebäude welches weitgehend aus lebenden Gehölz gebildet wird Der Vorplatz zum Haupthaus ist so wie schon immer mit einem großen Blumenbeet dass das Familienwappen zeigt geschmückt. Nur jetzt stehen die Reiter um dieses herum und bilden eine lebende Mauer bis zum Haupttor des Gebäudes. Dort kann er seine Mutter erkennen welche neben zweier Hausdienern auf sie warten. Es ist doch etwas anders das hat seine Mutter eigentlich noch nie gemacht. Zumindest nie für ihn.

Er wird etwas aufgeregt, eine derartige Geste kann nur etwas Besonderes bedeuten. Er nimmt sich vor sobald die Kutsche steht sich würdevoll zu benehmen. Die Kutsche hält an, der Kutscher macht die Kutschentür auf und alles ist ruhig. Ihm scheint, sogar die Pferde halten die Luft an. Er steht auf und hilft seiner Besten aus der Kutsche dann dreht er sich seiner Mutter zu und wartet auf irgendeine Geste um deuten zu können was jetzt von ihm erwartet wird. Aber nichts geschieht. Da überwindet er sich und geht auf seine Mutter zu. Diese öffnet als er näher kommt ihre Arme und verneigt sich dabei ein wenig. Das macht ihn ein wenig verlegen. Bevor er etwas Unüberlegtes macht fängt sie an zu sprechen. „Chnum zum Gruß. Dein Bruder bittet dich seine Aufgaben als Familienoberhaupt zu übernehmen. Er will sich aus persönlichen Gründen von diesem Amt zurückziehen.“ Olvar ist nach diesen Worten total überrascht. Denn ein derartiger Schritt würde seinen Bruder in seine Position in der Familie versetzen welche er bisher eingenommen hat. Gut, seine anderen Ämter scheint er zumindest noch bei zu behalten, also Fürst der Provinz und Mitglied im Rat der Elfen. Aber er wird schon wissen was er tut! Olvar schaut seiner Mutter in die Augen und sagt. „Gerne werde ich die Führung der Familie Talier übernehmen. Ich werde meinen Bruder Gadran Talier so gut es mir möglich ist als Familienoberhaupt ersetzen.“ Nach diesen Worten greift seine Mutter in den weiten Ärmel ihres Kleides und zieht aus diesem einen Hausschlüssel hervor und überreicht diesen ihm. Nach dieser symbolischen Geste steigen die Reiter von ihren Pferden nehmen die Zügel von diesen und gehen ihr Pferd führend im gemessenen Schritt in seine Richtung. Als der Erste von ihnen bei ihm eintrifft hört er von hinter sich eine leise Stimme unweit seines rechten Ohrs einen Namen sagen und einen weiteren von einem Hof unweit des Landsitzes. Er versteht sofort was das zu bedeuten hat. Jemand teilt ihm mit wer sich ihm nähert und wo er herkommt. Das ist sehr praktisch den er kennt eigentlich niemanden welcher ihm gratulieren will. Das wäre warscheinlich nicht nötig gewesen wenn er sich auf dieses Ereignis vorbereiten hätte können. Außerdem hatte er den letzten Jahrzenten einfach zu viel zu tun um sich die Namen von den Höfen und deren Besitzen in dieser Region einprägen zu können.

Dank der Hilfe bekommt er diese Aufgabe gut gelöst. Denn nach einer überschaubaren Zeit ist der Letzte der Gratulanten fertig und seine Mutter gratuliert ihm für seine Arbeit. Natürlich hat er als gelernter Diplomat und langjähriger Händler eine Vielzahl an leeren Phrasen parat welche sich positiv anhören aber nicht viel Inhalt haben. Dieses Wissen und Können hat ihn diesmal wieder aus der Verlegenheit herausgeholfen. Das macht ihn innerlich irgendwie nicht glücklich aber so wollen es anscheinend die Leute. „Wie schade!“ Dann reist ihn seine Mutter aus seinen Gedanken. Sie sagt: “Nun komm endlich, die Zeremonie ist vorbei, alle Beteiligten sind mittlerweile gegangen oder davongeritten und du hast den Test welchen die Gutsverwalter gewünscht haben bestanden. Mehr werden sie nicht verlangen und dich als Besitzer akzeptieren. Jetzt sollten die im Grünen Salon bereitgelegten Verträge noch unterschrieben werden. Danach wird euch bis zum Frühstück niemand stören.“

Seine Mutter wendet sich dann ohne eine Antwort abzuwarten der Eingangstür zu welche sich daraufhin öffnet und schreitet in das Haus hinein. Wie Olvar sieht in die Richtung des erwähnten Raumes. Er bietet Erika welche die ganze Zeit neben ihm gestanden hat seine Arm an und nach dem sie sein Angebot angenommen hat sagt er zu ihr: “Und nun zum Endspurt!“ Als er den ersten Fuß hebt um seiner Mutter zu folgen tritt ein Diener aus einer Nische hinter der geöffneten Tür hervor. Dieser trägt mitten am Tag einen brennenden Kerzenständer in seinen Händen. Er sagt: “Folgen Sie mir!“ Und geht vor ihm her zu dem ihm vertrauten Raum.

Dort angekommen stehen sie dann vor der dort immer schon gestandenen Tafel um welche sich, wie es ihm scheint, das gesamte Personal der Verwaltung des Hauses Talier gruppiert hat. Auf der Tafel befindet sich eine aufgeschlagene Mappe neben welcher ein Tuschegefäß und eine Schreibfeder liegen. Der ihm aus früheren Tagen bekannter Leiter der Verwaltung sagt: “Überzeugen Sie sich bitte über die Vollständigkeit des Besitzes und unterschreiben Sie dann den Vertrag und die Ernennungsurkunde, Ihr Bruder Gadran war schon so freundlich dies zu tun. Allesweitere werde ich dann in Ihrem Sinne in die Wege leiten!“ Oliver setzt sich daraufhin an den Tisch und blättert die aus Pergament gefertigten Seiten durch. Er erkennt dadurch den enormen Besitz der Familie und welche Verantwortung er damit übernimmt. Danach unterschreibt er den Übertragungsvertrag und die Ernennungsurkunde. Nach dem er dann die Feder zur Seite gelegt hat klatschen jetzt seine Angestellten angemessen. Woraufhin er sich vom seinem Stuhl erhebt, sich bedankt und ohne große Worte zu benutzen verabschiedet. Als er sich zur Ausgangstür zuwendet sieht er dort seine Mutter hinter seiner Zukünftigen stehen. Erika scheint das noch nicht bemerkt zu haben den sie schaut ihn erwartungsvoll an. Er nickt und nimmt ihre Hand und geht dann mit ihr in die Richtung seiner Mutter. Diese scheint das erwartet zu haben, denn bevor sie bei ihr waren sagt sie: „Nun bist du der Herr im Haus und bekommst den Schlüsselbund der dir hier alle Türen öffnen wird!“ Sie gibt ihm dann tatsächlich einen Bund Schlüssel. Worauf sie fortfährt: „Deine Räume sind gerichtet! Ihr werdet die ehemalige Wohnung unserer Familie beziehen.“ Nach diesen Worten tritt sie auf die Seite und lässt begleitet von einem Hausdiener sich zu der Wohnung bringen welche im ersten Stock des Hausbaumes liegt. Vor der Wohnungstür stehen links und rechts jeweils ein Wächter welche ihnen die naturbelassene Wohnungstür öffnen und nachdem sie hindurchgeschritten sind, sie ohne den Raum zu betreten wieder hinter ihnen schließen.

Die fürstlichen Gemächer sind wirklich großzügig eingerichtet und beherbergen nicht nur die herrschaftlichen Möbel die man hier erwartet, sondern auch einiges zeitgemäßes welche das Wohnen angenehm macht. Dazu gehören zum Beispiel große Fenster in allen Räumen welche allerdings im Bad und Abort mit Vorhängen zum größten Teil abgedeckt sind. Die wuchtigen Stühle und Sitzgelegenheiten in den Räumen sind gepolstert. Im Wohnzimmer gibt es einen gemauerten, offenen Kamin. Im Schlafzimmer steht ein extra breites Himmelbett und ein großer Standspiegel (wobei an der Decke über dem Bett es noch einen weiteren gibt welcher aber im Moment durch den Himmel des Bettes verdeckt ist) zu den üblichen Möbeln. Die restlichen Zimmer der Wohnung sind ein Esszimmer mit einer weiteren Zugangstür, ein Arbeitszimmer, ein Ankleidezimmer mit ebenfalls einem weiteren Zugang und ein begehbarer Kleiderschrank, (eine weitere Tür befindet sich hinter einem Schrank verborgen im Wohnzimmer durch welche man in die Kinderzimmer kommen kann zu welchen es ebenfalls noch einen weiteren Zugang zur Wohnung gibt).

Die fürstlichen Gemächer sind wirklich großzügig eingerichtet und beherbergen nicht nur die herrschaftlichen Möbel die man hier erwartet, sondern auch einiges zeitgemäßes welche das Wohnen angenehm macht. Dazu gehören zum Beispiel große Fenster in allen Räumen welche allerdings im Bad und Abort mit Vorhängen zum größten Teil abgedeckt sind. Die wuchtigen Stühle und Sitzgelegenheiten in den Räumen sind gepolstert. Im Wohnzimmer gibt es einen gemauerten, offenen Kamin. Im Schlafzimmer steht ein extra breites Himmelbett und ein großer Standspiegel (wobei an der Decke über dem Bett es noch einen weiteren gibt welcher aber im Moment durch den Himmel des Bettes verdeckt ist) zu den üblichen Möbeln. Die restlichen Zimmer der Wohnung sind ein Esszimmer mit einer weiteren Zugangstür, ein Arbeitszimmer, ein Ankleidezimmer mit ebenfalls einem weiteren Zugang und ein begehbarer Kleiderschrank, (eine weitere Tür befindet sich hinter einem Schrank verborgen im Wohnzimmer durch welche man in die Kinderzimmer kommen kann zu welchen es ebenfalls noch einen weiteren Zugang zur Wohnung gibt).


Olvar fällt nach der Begehung der Wohnung auf, dass Erika total durch die Ereignisse der letzten Tage und hoffentlich durch die Pracht der Wohnung überreizt, eher erledigt oder fertig ist. Er geht in das Esszimmer und zieht dort an der Kordel mit welcher man jemand von der Dienerschaft rufen kann. Solange er wartet hört er wie Erika ihr Reisegepäck sauber ausgepackt und zusammengelegt in den Schränken der Wohnung gefunden hat. Bei dem dann auftauchenden Diener bestellt er ein Abendessen für zwei. Dieses wird dann auch nach kurzer Zeit gebracht. Erika lässt sich dann auch leicht überzeugen dieses zu sich zunehmen. Danach nötigt sie ihn mit ihr ins Bett zu gehen wobei Olvar auch nichts mehr anderes an diesem Tag mehr will.

Dann unerwartet stört sie am nächsten Morgen noch bevor die Sonne ihren Zenit erreicht hat ein Diener. Was dabei besonders stört, ist dass er eine kleinen Glocke läutet. Erst nach dem er die Aufmerksamkeit von Olvar auf sich konzentriert hat hört er damit auf Krach zu machen. Worauf er seine Stimme erhebt und anfängt zu sprechen: „Ich muß mich entschuldigen aber der Terminplan für heute sieht vor, dass Sie zur Teezeit unten in der Halle erscheinen und das Stadtoberhaupt von Sakilia empfangen. Der Verwalter wird sie bei dem in Kürze stattfindenden Mittagessen, bei welchen auch eure Mutter anwesend sein wird, unterrichten um was es bei diesem Treff gehen wird. Frau Tulpe wird nach dem Essen bei der Vorbesprechung für die Heiratszeremonie im grünen Salon von dem Festkomitee erwartet.“ Nach der kurzen Rede zieht sich der Diener zurück und lässt sie allein. Nachdem er sich gefasst hat steht er auf und sagt seiner Besten, dass er kurz ins Bad geht um sich ein wenig frisch zu machen, sie möge noch ein wenig liegen bis er zurück ist. Bei seinem darauffolgenden Gang ins Bad stolpert er fast über einen Diener welcher im Wohnzimmer herumsteht und dort auf dem großen Tisch von einem Tablett herunter ein Frühstück aufbaut. Dann im Bad angekommen, rammt er fast eine Dienerin um, welche gerade mit einem Eimer damit beschäftigt ist, wohlriechendes dampfendes Wasser in die Badewanne zu füllen. Nachdem diese mit ihrem Eimer abrückt kann er erst sein Werk vollbringen. Aber kurz nachdem er damit fertig ist kommt die Dienerin wieder mit zwei weitern Eimern gefüllt mit Wasser und füllt die Wanne voll auf. Nachdem sie noch ein paar Handtücher und Seife daneben abgestellt hat sagt sie: „Das Bad ist gerichtet. Soll ich ihnen den Rücken nachher waschen?“ Ganz überrascht von dieser Frage nickt er nur wonach sie mit ihren Eimern den Raum verlässt. Dann nach dem er sich wieder gefasst hat begibt er sich so schnell wie es ihm möglich ist zu seiner Verlobten in das Schlafzimmer und erklärt ihr mit wenigen Worten die Situation in der Wohnung. Mit ernster Miene schwingt sie sich daraufhin aus dem Bett, wirft sich ihren Morgenmantel über die Schulter und stürmt in Richtung Bad davon. In der Zeit in welcher sie weg ist zieht er sich an und geht ins Wohnzimmer wo er sich an den Tisch setzt auf welchem das Frühstück angerichtet ist. Dort schüttet er sich eine Tasse mit Tee ein und wartet auf sie. Dann nach einer gefühlten Ewigkeit kommt sie aus dem Ankleidezimmer heraus. Er weiß dass es einen Durchgang vom Bad dorthin gibt, ist aber trotzdem ein wenig überrascht dass sie aus dieser Richtung kommt. Sie würdigt ihm einem etwas säuerlichen Blick und sagt mit freundlicher Stimme: „Wir sollten jetzt zum Mittagessen aufbrechen!“ Nach diesen Worten nimmt Olvar einen tiefen Schluck aus seiner Tasse und steht auf und folgt ihr.

Im Speisesaal werden sie erwartet, denn nachdem er einen kurzen Gruß von sich gegeben hat wird schon das Essen hereingetragen. Am Tisch sitzen seine Mutter, der Chef der Verwaltung und zwei ihm unbekannte Frauen von welcher eine sicher Feenblut in sich hat. Denn ihre Gestalt strahlt für ihn eindeutig mehr Liebreiz und ihre Vorzüge sind eindeutig besser aufeinander abgestimmt als bei einer Elfin. Bevor er seine Begutachtung abgeschlossen hat merkt er einen stechenden Schmerz von seiner Rippengegend ausgehen welcher ihn von seinem Tun ablenkt. Bei seinem leichten Zusammenzucken sieht er noch den Unterarm seiner Mutter verschwinden welche neben ihm sitzt. Sie hat ihm wohl den Schmerz verursacht. Als er den Kopf in ihre Richtung dreht sagt sie leise: „Das ist die Frau deines Bruders! Sie wird sich dir nach dem Essen vorstellen. Gedulde dich!“ Nach diesen Worten wird der nächste Gang serviert. Er bemerkt ansonsten noch das wärend des Essens der Dryade nur irgendwelches Grünzeug zum Essen vorgesetzt wird. Dann, nach dem Essen, stellt seine Mutter die beiden Frauen ihm dann vor. Die zweite ihm unbekannte Frau ist eine der Stadträte von der Stadt Sakilia welche für den Handel und die Versorgung der Stadt zuständig ist. Die Frau seines Bruders ist die Vertreterin der Nahrungsproduzenten in dieser Region. Das Gespräch danach geht dann um die Versorgung der Stadt Sakilia. Erika geht bevor die Sitzung losgeht zu dem Festkomitee welches ihre Hochzeitsfeier plant, um sich zu informieren was die Familien dabei vorhaben.

Das Gespräch mit der Stadträtin von Sakilia ist hauptsächlich eine Bitte. Bei dieser geht es darum, einen neuen Lebensmittelversorger zu finden. Denn nachdem die Stadt ihren Hauptstadtstatus verloren hatte zog ein Großteil der Stadtbewohner weg. Dadurch verlor die Händlergemeinschaft, welche bis dahin die Versorgung gesichert hatte, einen Teil ihrer Kunden. Da aber die Händler mit den Produzenten ihrer Waren langjährige Abnahmeverträge abgeschlossen haben blieben sie auf einen Teil von diesen sitzen. Dieser Minderumsatz und die damit entstandenen Kosten ruinierte die Händler. Danach kamen die Produzenten, also die Bauern und Viehzüchter selber in die Stadt um ihre Waren zu verkaufen. Dadurch entstand in der Stadt ein heilloses Durcheinander und Verkehrschaos. Wie bekannt ist, sind große Teile der Stadt auf Inseln gebaut, welche durch den Zusammenfluss zweier Flüsse entstanden sind. Die Inseln sind zumeist mit Brücken aber auch mit Fähren verbunden. In normalen Zeiten haben diese Verbindungen völlig ausgereicht aber jetzt geht auf den Straßen zu den Hauptverkehrszeiten gar nichts mehr. Die Stadträtin sagt am Schluss ihrer Rede: „Das Leben in der Stadt ist wie es einem Außenstehenden erscheinen wird, wenn er die Stadt besucht, zum Stehen gekommen. So kann es nicht weitergehen! Der Stadtrat bittet um Hilfe! Wenn ihr es in Erwägung zieht unser Angebot anzuhören währen wir sehr erfreut.“ Nach dieser Rede erhebt sich die Vertreterin der Bauern und Viehzüchter, also die Frau seines Bruders: Sie führt in ihrer Rede aus welchen Aufwand und Kosten es für die Großerzeuger und Bauern darstellt ihre Produkte auf die dafür nicht ausgelegten Plätze zu bringen und diese dort zu verkaufen. Dann am Ende ihrer Rede sagt sie: „Wir würden es begrüßen, also der Verbund der Erzeuger, wenn jemand die Logistik und den Verkauf ihrer Waren übernehmen würde. Der Verband hält sich vor noch andere Interessierenden zu suchen und diese zu prüfen! Er strebt an bis zum nächsten Quartalsanfang einen für diese Aufgaben geeigneten Vertragspartner zu finden.“

Nach dieser Rede ist der offizielle Teil des Treffens vorbei und man verabredet sich nach einer Woche wieder zu treffen um seine Entscheidung zu erfahren. Danach wird Tee serviert wonach das Treffen vorbei ist. Olvar geht, nachdem er noch ein paar Worte mit dem Verwalter und seiner Mutter gewechselt hat, zu seiner Versprochenen. Als er bei ihr ankommt ist sie immer noch mit der Planung ihrer gemeinsamen Hochzeitfeier beschäftigt. Er setzt sich zu ihr hin und hört zu was gesprochen wird. Nach kurzer Zeit erkennt er das diese Veranstaltung ähnlich kompliziert ist wie das an ihn herangetragene Angebot.

Dann am Abend nach dem Essen, das sie in ihrer Wohnung zu sich nehmen, bespricht er mit Erika die Geschehnisse des Tages. Nach einer stundenlangen Diskussion und einem Krug Wein bei Kerzenschein gehen sie dann ins Bett. Am darauffolgenden Morgen steht wider der Diener im Schlafzimmer und verkündet das Tagesprogramm. Bei seiner Arbeit wird er immer wieder von Kissen getroffen welche die beiden auf ihn schmeißen bis er resigniert sich zurückzieht. Grinsend richten sie sich danach für das Frühstück und nehmen das dann auch ein. Während des Essens und in der Zeit danach diskutieren sie wieder über die Probleme vom vergangenen Tag. Das Ergebnis daraus war dann das er die diplomatische Aufgabe beim Festkomitee übernimmt und sie die Machbarkeit von dem Anliegen der Stadt Sakilia überprüft. Bevor sie sich trennen um ihren Aufgaben nachzukommen verspricht Olvar ihr noch das Problem mit der morgendlicher Störung in den Griff zu bekommen. Dann geht er zum Festkomitee und sie zur Verwaltung.

Die Planung der Hochzeit Bearbeiten

Bei seiner Sitzung wird ihm erst deutlich welchen Aufwand die Familie treiben will um seine Vermählung durchzuführen. Eigentlich ist schon alles seit Wochen festgelegt und entschieden. Wie er aus den Gesprächen erfährt und auf den auf dem Tisch an welchem das Treffen durchgeführt wird herumliegenden Plänen erkennen kann ist eigentlich alles soweit fertig: Ein See wurde angelegt, eine Tanzfläche planiert, mehrere Bereiche mit Stühlen, Bänken, Bühnen und Verpflegungsstellen aufgebaut und eine Unzahl von Büschen, Bäumen und Blumenrabatten als Trennung der verschiedenen Bereiche gepflanzt. Dann schaut er sich die Liste mit den Mitwirkenden an. Er kann nach kurzer Zeit gar nicht glauben wie viele Leute allein für die Versorgung der Gäste vorgesehen sind. Dazu kommt noch eine große Anzahl von Künstlern, Arbeiter und Handwerker die entweder ihr Werk schon vollbracht haben oder noch zum Einsatz kommen werden. Selbst eine Anzahl von Druiden und Magiern sind darunter. Er kommt am Schluss seines Überblicks auf die Anzahl von etwas mehr als fünfhundert Leuten.

Er denkt sich dabei: „Was für eine Verschwendung; Wir wollen doch nur heiraten!“ Nach dem er seine Neugier befriedigt hat unterbricht er die gerade geführte Diskussion über die Farbgebung der Gästehandtücher in den Erfrischungsbereichen und fragt den Wortführer nach einer kurzen Entschuldigung: „Gibt es schon einen Veranstaltungsplan und wenn ja könnte ich diesen bitte bekommen!“ Ohne eine Antwort darauf zu bekommen legt ihm der neben ihm Sitzende eine dicht mit Buchstaben beschriebene Schiefertafel hin.

Er ließt sich die Tafel durch und erkennt dabei, dass das Fest mehrere Tage dauern soll und sie als Brautpaar an den meisten der Programmpunkte mitwirken und oder anwesend sein müssen. Bei genauerer Sichtung der Programmpunkte entdeckt er, dass das Programmkomitee eine zum Teil gewagte aber soweit er sich auskennt gute Mischung von historischen und heute konventionellen Bräuchen mit einander gemischt haben. Über die ganze Festzeit werden Ansager die Gäste auf die anstehenden Programmpunkte hinweisen. Der erste Tag: -Also als Erstes: Begrüßung der Gäste durch die Eltern des Brautpaars. -Als Zweites: Das Brautpaar reitet hoch zu Ross auf den Festplatz. Dabei fragt er sich wie er das in dem historischen Gewand welches er dann trägt das machen soll? Also er kann reiten aber im Frauensitz macht er das nicht! Er teilt seinen Einwand an die Planenden mit! Nach kurzer Diskussion von diesem wird ihm Recht gegeben. Die Pferde werden durch zwei Flugechsen ersetzt auf welchen sie dann hergetragen werden.

-Als Drittes: Das Pflanzen eines Baumes was hauptsächlich seine Aufgabe sein wird, an welchem die Gäste Bänder mit ihren hoffentlich guten Wünschen befestigen sollen. Das findet er gut! -Als Viertes: Der Tanz der Feen. Aus Mangel und Lust der ursprünglich geplanten Ausführenden werden diese durch eine Gruppe weibliche Gleiter ersetzt. Das findet er ebenfalls gut! Auch wenn er einmal eine Gruppe tanzender Feen zu sehen recht anregend finden würde. Wie auch immer, Erika wird im Zentrum des Tanzes stehen und nicht er, das findet er das beste daran. -Als Fünftes: Umtrunk und danach die Begrüßungsrede des Brautvaters, wonach die symbolische Getreidebündel- und Schwertübergabe an den Ehemann durchgeführt wird. -Als Sechstes: Steht eine Pause an, in welcher mehrere Musikgruppen auf den Bühnen der Festwiese für Unterhaltung sorgen und Getränke angeboten werden. -Als Siebtes: Es wird zum Essen gebeten. Es wird dabei erwartet das die Gäste ein großes Durcheinander verursachen bis jeder seinen Platz gefunden hat, da das Essen an drei Orten gereicht wird und es auch noch eine Sitzordnung gibt. Also an jedem Sitzplatz liegt ein Namensschild. Alles Personal welches zu diesem Zeitpunkt nicht in den Küchen oder bei der Bedienung beschäftigt ist soll als Platzanweiser helfen. Das Brautpaar soll dann, wenn sich alles wider beruhigt hat, auf einem von den Ehrengästen flankierten Weg zu dem Rundtisch welcher auf einem kleinen Hügel im Hör- und Sichtbereich der anderen Tische steht gehen; Und dann, sobald ihre Familien und Trauzeugen sich dort niedergesetzt und die Ehrengäste auch ihre Plätze gefunden und eingenommen haben, das Mahl mit ein paar Worten eröffnen oder starten. -Als Siebtes: Musik, Tanz und Varieté mit Artisten und Illusionskünstlern bis zum Ende des Abends.

Der zweite Tag: -Als Erstes: Die Begrüßung der Gäste und die Übereichung eines Tonbechers an diese durch das Brautpaar, in welchen die beiden Familienwappen des Brautpaars und das Datum der Feier eingeprägt sind. Nahe beim Begrüßungsplatz befinden sich Kellner, welche den Becher mit dem Getränk welches der Gast wünscht füllen. -Als Zweites: Umtrunk, danach lässt das Brautpaar auf dem zentralen Hügel, welcher sich unweit der Tische und dem angrenzenden Sees befindet, unter Beisein der Hochpriesterin von Chnum und dem Ersten Druiden der Region eine weiße Taube frei und fliegen. Sobald sich die weiße Taube in die Lüfte erhebt werden um den See herum eine Vielzahl weiterer Tauben freigelassen welche bis dahin unter dem Bann eines Magiers gestanden haben (mit Grosser Magie) und ohne einen Käfig um den See herum ausgeharrt haben. Die Tauben sollen dann einen Schwarm bilden und sich von dem Festplatz entfernen und zu ihrem Zuhause fliegen (unbedingt). -Als Drittes: Es spielen wieder die Musiker auf allen Bühnen und Plätzen auf, um die Gäste ein wenig von den Vorbereitungen für den wichtigsten Programmpunkt der Veranstaltung abzulenken. Über dem See wird sich ein Nebel ausbreiten, in dessen Schutz sich das Brautpaar entkleidet und die Priesterinnen, welche bei Trauzeremonie mitwirken, sich an ihre Positionen im See begeben. Wegen der Anwesenheit von so vielen Gästen werden die Priesterinnen über ihren wesentlichen Vorzügen Blätter tragen welche mit Harz und Honig befestigt sind. Nachdem der Nebel sich verzogen hat geht das Brautpaar in den See hinein in die Mitte der dort wartenden Damen. Musik wird dabei gespielt. Die Hochpriesterin tritt dann aus dem Ring der Priesterinnen hervor und lädt das Paar zur Zeremonie ein. Ab da fängt die Zeit der Magier und Priester an, welche mit ihren Wundern und Zaubern für alle Zuhörenden die gesprochenen Worte hörbar machen werden (vom Sehen wurde abgesehen). Nach der Einladung wird ein fast durchsichtiges Perlmuttstofftuch über dem Kreis der Priesterinnen, welches dort wie auf einen magischen Feld liegt (was es auch tut), sichtbar. Die Trauung verläuft dann wie gehabt: Das Untertauchen um gemeinsam in ein neues Leben aufzutauchen, das binden mit einem Band welches dem Brautpaar dabei um die Handgelenke gebunden wird (das Band ist das mit welchem die Eltern von Erika gebunden wurden), der Ringtausch, das auf den Fuß treten, die Zeremonie mit dem Ja sagen (die Familien haben den Text welche das Brautpaar dabei sagt ausgearbeitet) und am Schluss der Segen des Göttervaters Chnum. Alle Hochzeitsgäste, die dabei niederknien, werden auch von einem Lichtschein erreicht und als Zeugen der Ehe ebenfalls gesegnet. Dann nach der Trauung geht das Brautpaar an den Strand zurück, wo auf sie ein paar Gleiter warten, welche mit ihren ausgebreiteten Flügeln ihnen einen Sichtschutz bilden, hinter welchem sie sich trocknen und ankleiden können.


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