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Die Ritter des Kaiserreiches Tektoloi

Im Kaiserreiche Tektoloi liegt die Macht, den Ritterschlag zu erteilen seit nahezu hundert Jahren bei den einzelnen Landesherren. Die Landesherren bekamen einstmals beim Antritt ihres erblichen Titels vom Kaiser den sogenannten "kaiserlichen Ritterschlag", der sie fortan dazu berechtigte, jeden Krieger zum Ritter zu schlagen.

Im allgemeinen kam diese Ehre nur dem zu, der eine langwierige und wohlausgefeilte Ausbildung zum berittenen Elitekrieger durchgemacht hatte. Bis auf den "Kaiserlichen Ritterschlag", der seit dreißig Jahren nicht mehr vergeben wurde, ist diese Praxis auch noch die heutige. Der Ritterschlag eint die Ritter des jeweiligen Landes und grenzt sie von den anderen Rittern ab. So entstanden schon vor vielen Jahren einzelne Besonderheiten der Ritterschaften. Seit jeher gilt der Ritterschlag von Miktonos, der für den höchsten aller Ritterschläge gehalten wird, weil er am schwersten zu erhalten ist, mehr als die anderen Ritterschläge.

In Miktonos verleiht der Erzherzog seit den Kriegen der Trennung vor dreißig Jahren noch eine weitere Ehre:

Die Erzritterschaft Bearbeiten

Zu jedem Zeitpunkt seit den Kriegen gab es einhundert Erzritter unter den Kämpen von Miktonos, die als beste Krieger des Kaiserreiches gefürchtet und geachtet sind. Der Großmeister der Erzritter ist die höchste militärische Autorität im Großherzogtum nach dem Erzherzog selbst.

Der Großmeister der Erzritter von Miktonos war bis zum letzten Monat ein gebildeter Adliger namens Yandilon Estirian. Er war ein entfernter Verwandter des Erzherzogs und galt als der engste Vertraute desselben. Außerdem waren seine Kontakte zur Schwesternschaft der Rhyalianda besonders innig, da seine Tochter Rhyaliss die Hohe Schwester ist. Der Großmeister wurde im letzten Monat als neuerkorener Graf von Ronnerian in einer Schlacht gegen den Herzog von Garian getötet.

Bis auf die Erzritter von Miktonos gibt es keine organisierten Ritterorden im Kaiserreiche Tektoloi. Die Ritterschaft ist in allen Herrschaftsgebieten um den jeweiligen Herrscher zentriert, der sowohl darüber entscheidet, wer in die Ritterschaft aufgenommen wird, als auch darüber, für welches Zwecke die Ritter verwendet werden.

Ritter sind in der Regel talentierte Krieger, die vom Herrscher auserwählt wurden, eine besonders gute Ausbildung zu erhalten. Traditionell sind sie die einzigen berittenen Truppen des Kaiserreiches. Bis auf den Großmeister der Erzritterschaft von Miktonos, der ein Produkt der wirren Jahre nach den Schlachten der Trennung ist, gibt es keinen Ordensführer in Tektoloi. Die alleinigen Herren der Ritterschaften sind jeweils die Landesherren.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich zumeist gezeigt, daß die Ritterschaften der Grafen von Semros und Lychai besser ausgebildet und straffer organisiert sind als die Ritterschaften der größeren Länder. So ist es in Lychai von jeher üblich gewesen, daß die Ritter sich zu Tempelgebet und Grafenzeremonie einmal in der Woche treffen und dem Grafen von Lychai, der zugleich immer Erainn-Priester ist, lauschen.

Besonders in Allennos hat die Ritterschaft wenig verbindende Elemente. Durch das große Land weit verstreut und in vielen Dörfern und Siedlungen mit administrativen Aufgaben versehen, hat sich nie ein einheitliches Zugehörigkeitsgefühl entwickelt.
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