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SCHLANGENCLAN Wappen: grüne Schlangenspirale, wobei der Kopf das äußere Ende bildet und sich der Schwanz zur Mitte ringelt, auf Gelb.

My154

Mythor 154 - Die Schlangengrube - Yshita erhält ihren Zaubertrank vom Schlangenmagier Krol - Titelbild von Nikolai Lutohin, hier FairUse

Yhsita ist die einzige weibliche Clanführerin, eine verführerische Weibsperson von unbestimmbarem Alter, deren dunkelrotes Haar einen geheimnisvollen Kontrast zu ihrer übernatürlich weißen Haut bildet und deren grüne Augen alles in ihren hypnotischen Bann zieht. In ihrer Umgebung erinnert alles an jene Tiere, die ihrem Clan den Namen geben, und selbst ihr makelloser Körper ist stets in Schlangenhäute gehüllt. Burg Cruncalor liegt am Rande des Sumpflandes, das sich praktisch über den gesamten Einflußbereich erstreckt, an einer Gabelung des Stromes Gorgau, der einst mit seinem verzweigten Delta in jenen Binnensee mündete, der sich nunmehr zu einem Meer ausgeweitet hat. Der Gorgau entspringt bekanntlich irgendwo im Drachenfelsmassiv, fließt an der Marktstadt Tambuz vorbei und bildet auch die natürliche Grenze zum Falkenland; eine rege Schiffahrt auf diesem Strom zeugt davon, daß der Schlangenclan allmählich aus seiner Isolation tritt, die er vor ALLUMEDDON innegehabt hat. Burg Cruncalor ist ein düsteres Gemäuer, von dessen Türmen, die einander wetteifernd zu überragen versuchen, ein steter Modergeruch weht; das Gemäuer ist von Schlingpflanzen überwuchert, wo es davon frei ist, finden sich dichte Inseln verschiedener Moose. Die seltenen und sorgsam ausgesuchten Besucher sind überrascht vom Prunk, der sich innerhalb dieser unheimlichen Bastion findet.

Yhsita, herrscht über ein Dutzend Stämme, deren Häuptlinge sie als »Mutter der Schlangen« verehren, weil sie mit diesen Tieren angeblich sprechen kann, deren Gift vielfältig nutzt, und, wenn sie will, selbst zur Schlange wird. Doch was wie die Kunst der Verwandlung scheint, ist in Wirklichkeit nur eine Täuschung: Yhsita suggeriert anderen nur Schlangengestalt anzunehmen. So mächtig sie scheint, so ist sie doch nur das Werkzeug des Schwarzmagiers Krol, der wiederum mit den Schlangen des Bösen paktiert und über eine davon, nämlich Yhr, an Xatan geraten ist. Yhsita ist Krol hörig, denn er ist es, der aus dem Gift der Schlangen ein Lebenselexier gewonnen hat, dem Yhsita ihre immerwährende Jugend und Schönheit verdankt. Immerwährend? Nicht ganz, sondern nur solange Krol es will.

Wie die anderen Clangebiete hat auch das Sumpfland der Schlangen ihren legendenumwobenen, magischen Ort, nur ist dieser mit der Kraft Schwarzer Magie getränkt – die Schlangengrube. Dieser Ort ist noch weit unheimlicher als Burg Cruncalor; wer durch den Mantel aus schwarzmagischer Kraft tritt, findet sich in einer uralten Tempelanlage wieder. Die Bauwerke scheinen unter undurchdringlichem Pflanzenwerk begraben, unheimliche, verwitterte Statuen einer unglaublich fremdartigen Kultur ragen dazwischen auf, unheilverkündend, bedrohend. Und dazwischen wimmelt es überall von Schlangen, die den Eindringling belauern, beobachten, verfolgen und mit ihrem Gift töten, wenn es Krol befiehlt.

Der Schwarzmagier lebt schon seit undenklichen Zeiten hier. Sein Leben hat hat er der Schwarzen Magie und der Beschäftigung mit Schlangen gewidmet. Er kreuzt die verschiedenen Arten miteinander, züchtet neue mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, sie sind seine Augen und Ohren, seine Krieger und seine Henker – und sie sind das verbindende Glied zu den Finstermächten. Über seine Schlangen hat Krol Kontakt zu Xatan aufgenommen und dem Heerführer der Finstermächte versprochen, seinen 50000 Shrouks den Einmarsch ins Drachenland zu ebnen.

Krol bedient sich dabei nicht nur Yhsitas, sondern er hat auch Macht über den Drachenkult bekommen. Krol war es, der Kaithos auf die Seite der Dunkelmächte brachte, der den Hohepriester die Drachensprache lehrte, ihm die Formel zur Erweckung des Schwarzen Drachen Zathorea und das Gift für die Schwächung des Weißen Drachen Aghad gab. Daß Krol letztlich, trotz seiner unglaublichen Mittel und seines Machtpotentials, seine hochtrabenden Pläne nicht verwirklichen kann, liegt daran, daß er die Kräfte des Guten unterschätzt hat. Er hat nicht damit gerechnet, daß Yhsita durch die Liebe zu einem Feind, nämlich zu dem Alptraumritter Coerl O'Marn, aus seiner Abhängigkeit gelangen könnte und selbst lieber den Tod hinnimmt, als diese Liebe zu verraten. Und er hat die Macht des Guten ganz allgemein unterschätzt, die in Gestalt Mythors auf die Dracheninsel gekommen ist, der ein Feuer in den Drachenlandbewohnern entfacht hat, das imstande ist, das Dunkel und das Böse auszuzehren. Und so muß Krol Niederlage um Niederlage erleiden.

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