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Die Schraubenwinde, beschrieben von Einak Bärengang, Mitglied der Kulturechorsa Silurs, in "Tiere und Pflanzen Silurs", Silur, im Jaguarmond 439 n.P.

Unter der Schraubenwinde, nicht zu verfehlen“ - Wegbeschreibung auf Silur

Die Schraubenwinde ist die größte und beeindruckendste Baumart Silurs und sie ist außerhalb Silurs nicht zu finden, auch wenn es jüngst Versuche gegeben hat, sie im Hain von Chalkis anzupflanzen. Der Baum hat zwei sehr unterschiedliche Wachstumsphasen, während der er ein Alter von vielen hundert Jahren erreichen kann. Zunächst gedeiht er als Schössling und junger Baum im Schutz der Buchenwälder Silurs, vor allem in geschützten Tallagen, auf fruchtbaren, nicht zu feuchten und nicht zu trockenen Böden. Während dieser Zeit wächst er schnell und eilt sich, das Blätterdach minderer Bäume zu durchbrechen und bildet leichtes, weißes, helles Kernholz und ein schwaches Astwerk, welches er später verliert. Hat er aber erst das Licht oberhalb der Wipfel erreicht, so wächst er langsamer und bildet statt dessen hartes, fast schwarzes Splintholz. Jedes Jahr treibt er nur einen einzelnen, waagerecht und radial vom Stamm abstehenden Ast, der sich nach und nach in der Ebene verzweigt und jedes Jahr im Umfange zunimmt. Die Äste tragen Zweige mit dunklen, herzförmigen Blättern und wechselnd männlichen und weiblichen Blüten. Deren Früchte sind winzige Nüsschen, welche von kleinen Vögeln gerne gefressen werden. Im folgenden Jahr entsteht oberhalb des ersten ein weiterer Ast, gegenüber dem ersten um dreißig Grad versetzt und so folgen mit den Jahren übereinander weitere Äste, jeder um ein zwölftel des Kreises zum vorhergehenden stehend, die jüngeren kleiner als die älteren, in einer Schraubenlinie aus dem Stamm wachsend, der bald hoch über die minderen Bäume emporragt. Schon die gewöhnliche Pflanzenwelt Silurs orientiert sich an den Adern Denas und markiert deren Knoten eindrucksvoll. Die Schraubenwinde aber findet man allein an den Knoten und deswegen mag es sein, dass sie außerhalb Silurs nicht gedeiht. Diese Riesen des Waldes erreichen wohl hundert Schritt Höhe, während kleinere Bäume kaum vierzig aufragen. Sie sind die Könige des Silurischen Waldes, sie werden von den Druiden der Insel gehegt und verehrt und tragen gelegentlich Eigennamen an denen man sie kennt.

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