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*Sfark vom Squinn-Stamm* Bearbeiten

Von den vielen Kindern des Ewigen Daehsquinns, mögen die Götter der Nacht ihn segnen, war Sfark sicherlich eines der seltsamsten. Während andere Jungen mit roher Gewalt um ihr Spielzeug ringen, handelte Sfark einen Zeitplan aus, wann jeder seiner Wurfbrüder, Brüder und Halbbrüder die Katzen quälen durften. Man könnte fast meinen, er sei einer Vermittler-Sippe entsprungen. Trotz der Abscheu, die der große Daehsquinn empfunden haben musste, unterließ er es nicht, die Talente dieses missratenen Squälins für seine Zwecke auszunutzen. So sandte er ihn mit auf die gefährliche Expedition nach Kanaris zum Sitz des Segmentshüters, wenn auch als rangniederes Mitglied, das nicht mal in den Unterlagen erwähnt wurde. Es war eine furchtbare Reise, selten zuvor haben Squärkin Kquerzel, dem Herrn der Tiefen See, so viele Speiseopfer dargebracht wie auf der Reise in fernen Ophis. Während eines besonders schlimmen Sturms wurde Sfark vom Deck des Schiffes gespült und konnte von den Gefährten und den Seeleuten nicht mehr geborgen werden. Doch wie durch ein Wunder ertrank er nicht in den grausigen Fluten, sondern wurde an die Küste eines unbekannten Landes geschwemmt.

Erst als Sfark wieder halbwegs bei Kräften war erkannte er, dass ausgerechnet Priester der verhassten Götter des Lichts ihn in ihre Obhut genommen und gepflegt hatten. Naturlich versuchte er, sie für die Anmassung zu existieren und "gut" zu ihm zu sein zu bestrafen, doch scheiterte er mit den meisten seiner Versuche. Sei es, dass er Reliquien oder andere Tempelschätze zu stehlen versuchte, Zwietracht unter den Novizen sähte oder das Essen der Priester vergiftete, fast>> immer kamen sie ihn auf die Schliche bevor das Ziel erreicht war. Doch statt Sfark angemessenen zu bestrafen, demütigten sie ihn durch Vergebung und Güte, und schlimmer noch, sie versichterten ihn sogar ihrer fortdauernden Liebe zu ihm. Ein niederer Squärkin wäre dieser fürchterlichen Folter bald erlegen, doch Sfark war ein Squinn und kämpfte um seine geistige Gesundheit. Doch irgendwann wurde es zu viel, irgendwann schließlich wurde Sfarks Geist von den schwächlichen Tugenden des Lichts korrumpiert. Irgendwann glaubte er diesen verrückten Ansichten, nach der Vergebung, Liebe und Güte keine Zeichen von Schwäche sind, sondern von großer innerer Stärke zeugen.

Schließlich köderten sie ihn auf eine Weise, der kein wahrer Squinn je widerstehen könnte: Wissen! Der Tempel besaß eine Bibliothek größer als alles was wir in Squärdrumen haben, voller Wissen über die erstaunlichsten Dinge. Und sie schenkten es ihm! Sfark bekam unbeschränkten Zugang zu der Bibliothek und durfte lesen was immer sein Herz begehrte. Angesichts dieser Großzügigkeit schmolz Sfarks Widerstand dahin und er öffnete sich für alles was diese Kreaturen des Tages ihn lehrten, selbst ihrer ekelhaften Barmherzigkeit. Er las und lernte so viel er konnte, doch eines Tages wurde er unruhig und wollte hinaus und mit eigenen Augen das Land erforschen, das ihm einen neuen Weg gewiesen hatte. Mit dem Versprechen jederzeit zurückkehren zu können, packte er einige wenige Habseligkeit und begann ein neues Leben.


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