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Höfe und Siedlungen im ländlichen Silur Bearbeiten

Über die Behausungen der Silurer schreibt Otwela von Memmering, Ulf- da- Echorsa der Kulturechorsa Silurs

Der überwiegende Teil der Silurer lebt außerhalb der Städte, von der Landwirtschaft, von der Waldwirtschaft und vom Fischfang. Ihre Höfe und Siedlungen entsprechen dieser Lebensweise und alten Traditionen.

Zentrales Element des ländlichen Lebens ist der Hof. Dabei handelt es sich um ein Anwesen, welches zugleich dem Wirtschaften und der Unterkunft seiner Bewohner dient, also zugleich Arbeitsstätte und Wohnung ist.

Ursprung eines Hofes ist häufig das erste Haus einer Ursiedlerfamilie, einer Familie, welche sich bei oder bald nach der ersten Landnahme der Silurer, wohl 50 Jahre nach Pondaron an diesem Ort niederließ.

Die Orte dieser Niederlassungen werden entsprechend den religiösen und magischen Traditionen der Silurer ausgewählt und orientieren sich an den Adern Denas. Das sind Stränge magischer und spiritueller Energie, die den Boden Silurs durchziehen und sich an der Oberfläche durch sichtbare Merkmale manifestieren, natürliche wie Bergketten, Täler, Flussläufe, Baumreihen, Wildwechsel, künstlichen wie Straßen, Hecken und Grenzen. Die wichtigsten Kreuzungen dieser Adern sind in der Natur durch Bergspitzen, Quellen oder herausragende Bäume markiert. Freie Kreuzungen sind der bevorzugte Ort der Silurer ihre großen Bauwerke, Burgen und Städte zu bauen und ihre Höfe anzulegen. Die Adern Denas prägen die Geographie Silurs.

Rings um das erste Haus entstanden die Höfe, dadurch, dass sich Kinder und Enkel in Häusern rings um das Heim ihrer Eltern niederließen und nahebei die notwendigen Nebengebäude für die Landwirtschaft, Ställe, Scheunen und Werkstätten gebaut wurden. Das Aussehen der Höfe variiert, entsprechend dem Broterwerb der Bewohner. In Callen, wo Fischfang vorherrscht öffnet sich eine Seite des Hofes zum Meer und es gibt Bootshäuser und Gestelle um den Fisch zu trocknen. In Myros, nahe der Hauptstadt Belfalas überwiegt Ackerbau zur Versorgung der zahlreichen Bevölkerung und sind die Scheunen größer als die Ställe. In Calvastar hat die Forstwirtschaft große Bedeutung und Sägewerke und Kohlenmeiler umgeben die Höfe. In Cryon, in Morossos und in Ersor dominiert die Viehzucht, wobei im fruchtbaren Cryon die Herden und Höfe ein vielfaches größer sind als in den beiden Gebirgsländern.

Wesentliches Baumaterial Silurs ist das reichlich vorhandene Holz. Die Häuser stehen auf einem Fundament aus Bruchsteinen und sind so über dem Erdboden erhöht. Die Wände bestehen aus Fachwerk mit eng gesetzten Pfählen, die Gefache werden mit lehmbeworfenem Flechtwerk oder mit Mauerwerk gefüllt. In Callen werden gelegentlich Ziegel verbaut, aus Ersor und Morossos sind auch Höfe bekannt, die in den weichen Tuffstein der Gebirgsländer gegraben wurden, in Calvastar sind auch massiv hölzerne Blockhäuser verbreitet.

Heute umfasst ein typischer Hof zwischen 20 und 50 Bewohner die miteinander verwandt oder verschwägert sind oder mit ihnen durch ein Arbeitsverhältnis als Knechte oder Mägde verbunden sind. Hörigkeit gibt es nicht auf Silur, wohl aber unterschiedliche Sozialstellungen, abhängig vom Arbeits- und Verwandschaftsverhältnis der Bewohner eines Hofes.

Rings um den Hof wird üblicherweise ein Hag angelegt, ein heckenbewachsener Wall mit vorgelagerten Graben. Der schützt nicht nur vor streunenden Raubtieren, vor Piraten, die gelegentlich die küstennahen Höfe bedrohen und vor den Dunkelelfen, die immer noch die Festung Salonien in Ersor halten sondern vor allem auch vor Stürmen und Schneeverwehungen, welche im Herbst und im Winter die Höfe zu zerstören drohen. Dieser Wall wird durch ein Tor und einen Aussichtsturm ergänzt und macht den Hof zu einer kleinen Burg, den die Bewohner mit Pfeil und Bogen oder mit Hellebarden zu verteidigen wissen.

Eine Obergrenze von ungefähr 50 Bewohnern hat sich für das Leben im Hof als sinnvoll erwiesen. Steigt die Zahl der Bewohner nimmt der Streit zu und wird eine ordentlich gegliederte Verwaltung notwendig, die wiederum selten allgemein akzeptiert wird. Zudem verlängert sich durch die größere Zahl der Bewohner die Wege zu Weiden, Äckern und Holzplätzen, da eine größere Fläche bewirtschaftet werden muss. Dann wird die Bewirtschaftung mühsam und üblicherweise verlässt dann eine Gruppe den Elternhof um in einiger Entfernung einen Kinderhof zu gründen.

Im Laufe der Zeit und durch An- und Umbauten hat sich in den meisten Höfen aus dem ersten Haus, welches direkt auf der Kreuzung der Adern Denas errichtet wurden ein Gemeinschaftshaus entwickelt, mit einer Halle in der Mitte, ausreichend groß alle Bewohner des Hofes zu fassen. Das besondere Merkmal dieser Halle ist die Fassaja, eine Öffnung im Boden und im Fundament, durch die Denas Boden an der Kreuzung ihrer Adern betreten werden kann. Da diese Orte Mittelpunkte der Volksmagie sind, wo Wahrtraum und Heilschlaf geschehen, wo die gerühmten Bogenschnitzer Silurs ihre Meisterwerke mittels Magischer Handwerkskunst formen und Erzähler ihre Illusionen erschaffen sind sie Zentren des Hofes.

Die Dörfer Silurs sind zumeist Streusiedlungen aus mehreren Höfen, lose zusammengehalten durch Nachbarschaft und Wegenetz und das Eltern-Kind-Verhältnis benachbarter Höfe. Erst durch von der Krone errichtete öffentliche Gebäude nach der erneuten Besiedlung Silurs nach dem Sieg der Lichtliga entstand vielen Dörfern Silurs ein Zentrum.

Tempel

Hier gruppieren sich Denatempel, Crantor, Armenhaus, und Schule um eine Platz. Dabei wurde der Denatempel an einer Kreuzung der Adern Denas errichtet. Ein Priester ist für die Tempel mehrerer Dörfer zuständig.

Der Crantor ist zugleich Gerichtslaube, Handelshof und Festsaal für das Dorf. Hier sprechen die reisenden Richter des Königs Recht, bieten fahrende Händler ihre Waren feil und Gaukler und haben eine Bühne für ihre Darbietungen.

Das Armenhaus dient als Unterkunft und Arbeitshaus für die Armen des Dorfes. Nicht jeder Silurer findet seinen Platz in der Gemeinschaft der Höfe, in den Burgen oder in der Hauptstadt Belfalas. Hier haben sie zumindest notdürftiges Einkommen und Unterkunft.

In der Schule lernen die jungen Silurer Lesen und Schreiben und andere wichtige Dinge des Lebens, dass sie, so ihnen das Leben im Hof zu eng wird auch außerhalb von Land- und Forstwirtschaft, abseits des Fischerboots ihrer Eltern ihr Auskommen finden können, als Handwerker und Händler oder im Dienst der Krone Silurs.

So entsprechen die Höfe Silurs aufs Beste den Traditionen der Silurer und den Anforderungen ihres Alltags. Hingegen werden eigentlich Dörfer erst seit der Wiederbesiedlung der Insel nach dem Lichtzug überhaupt als solche wahrgenommen. Sie gewinnen Bedeutung als Zentren einer Gemeinschaft, die über den Hof hinausgeht.

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