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Arvesta Borlinga, Pal- da- Echorsa der Kulturkammer Silurs schreibt im Jahre 437 n.P.:

Das Silurische Haus war die typische Wohnstatt des Adels in Silur und ist so das Gegenstück zum Silurischen Hof, der die typische Wohn- und Arbeitsstätte des silurischen Volkes ist.

Die Adelsherrschaft in Silur, von der Zeit der Landnahme im ersten Jahrhundert bis zu ihrem weitgehenden Verschwinden in der Neuzeit, spätestens mit der Invasion der Finstermächte im Jahr des Feuers 407 n.P. manifestierte sich in einer besonderen Architektur, dem Silurischen Haus, einem frei stehenden Wehrturm oder einem festen Haus. Es ist stets aus Stein gemauert, mit einem schmalen, leicht zu verteidigenden, hoch gelegenen Eingang, Schießscharten anstelle von Fenstern und einer Wehrplattform als Dach. Auch wenn die Erträge der meist kleinen Adelsländer in der Regel den Bau von Ringmauern und regelrechten Burgen nicht zuließen war doch jede Adelsfamilie bestrebt ein derartiges Herrschaftszeichen zu errichten, auch wenn der Bau die Einkünfte von Jahrzehnten aufzehrte. Die Verteidigungsarchitektur war dem Adel unverzichtbar, denn die frühe Geschichte Silurs wurde von Fehden der Adeligen bestimmt.

Zugleich diente das hoch aufragende Silurisches Haus stets der Repräsentation. Noch als sich Anfangs des vierten Jahrhunderts mehr und mehr Adelsfamilien in Belfalas niederließen, dem Mittelpunkt der Gesellschaft und ihre entlegenen Länder Vögten zur Verwaltung übergaben errichteten sie noch in der Sicherheit der Mauern der Metropole hoch aufragenden Häuser. Allerdings lockerten hier bald Fenster, Balkone und Erker die zuvor kahlen Wände auf und ließen Licht und Bequemlichkeit in die Mauern.

Unter den Fehden, welche mit der Etablierung der Königsherrschaft einhergingen wurden viele Silurische Häuser zerstört und von ihren entmachteten Besitzern nicht wieder aufgebaut. Weitere Häuser wurden wegen ihres Festungscharakters von den Finsterlingen während der Besatzung geschleift. Heute wohnen nur sehr traditionalistische adelsstämmige Silurer in einem unveränderten Silurischen Haus. Zuletzt wurden auch auf dem Land die Wände aufgebrochen um Licht und Luft in die Mauern zu lassen und Anbauten errichtet um Wohn- und Wirtschaftsfläche zu gewinnen.

Deswegen findet man heute im ländlichen Silur die Silurischen Häuser zumeist als Ruine oder umgeben von modernen Anbauten oder umgebaut zu bequemen Residenzen. Allein ihre dicken Wände und ihre hoch aufragenden Mauern zeugen noch von vergangener Wehrhaftigkeit und altem Adelsstolz.

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