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Die unten stehende Schrift wurde von einem unbekannten Autor wohl unter Berücksichtigung älterer Texte bald nach der Heimkehr des Volkes Silur aus dem Exil in Yslannad wohl zwischen 413 und 416 n.P. geschrieben. Einige sprachliche Details wurden behutsam modernisiert. Auf Fehler und jüngere Enticklungen gehe ich jeweils im Anschluss an die aufgeführten Religionen ein - Sjelle Volka, Pal- da- Echorsa der Kulturkammer Silurs

Die Religionen in Silur[]

Religionen, die in Silur gefördert werden[]

Die Denareligion[]

Die Mehrheit der Silurer hängt der Denareligion an. Geschichten berichten, dass sich unter den ersten Anhängern von König Jermay, welcher das Volk Silur die Insel Silur führte und das Reich Silur gründete ein Priester der Dena befand, der die Silurer zu dieser Religion bekehrte. Eine Legende beschreibt den Aufenthalt der Göttin im Lande Silur und berichtet von vielen Wundern, die sie unerkannt unter den Gläubigen wirkte. Die zahlreichen, heiligen Orte der Insel, die ihr geweiht sind, stehen mit diesem Aufenthalt im Zusammenhang.

Es gibt keinen großen Tempel, der Dena auf Silur geweiht ist. Dafür gibt es jedoch außer den vielen heiligen Orten, deren wichtigster der heilige Stein der Dena auf dem Lichtberg ist, in vielen Dörfern und allen Städten kleinere Tempel. Diese werden von geweihten Männern und Frauen betreut, die in ihrer Jugend religiöse Unterweisung in der Priesterschule in Belfalas genossen haben und nun die Lehren und Weisungen der Göttin im Volke verbreiten. Alle üben außer ihrer religiösen Berufung ein Handwerk aus. Neben den Fruchtopfern am Dendago und den Fastenmeditationen am Bordago führen sie die Riten, die Geburt, Heirat und Tod sowie die Feiertage des Jahres begleiten aus und sind häufig zusätzlich Schreiber, Lehrer und Heiler der Bevölkerung. Besonders in den Dörfern sind sie der unverzichtbare Mittelpunkt der Gesellschaft.

Der oberste Denapriester wird Celeb- da- Dena genannt. Er erwirbt sein Amt nach dem Tode seines Vorgängers und wird durch ein Mirakel am Stein der Dena bestätigt. Er übt sein Amt im Haupttempel von Belfalas aus und wird durch seine Würde Mitglied im Amon- Gawaith, dem Kronrat Silurs. Außer den Priestern dienen noch zahllose Laien Dena, organisiert in verschiedenen Kheitara. Außer der Unterstützung der Tempel und dem Gebete widmen sich die Kheitara der Krankenpflege, der Armenfürsorge oder der Unterweisung der Jugend.

Die Chnumreligion[]

Besonders der silurische Adel hängt dem Chnumglauben an. König Jermay soll diese Religion eingeführt haben, weil er sich durch sein Königtum dem Göttervater verpflichtet glaubte. In dieser Einstellung folgte ihm der Adel nach.

Zentrum der Verehrung sind demzufolge die Burgen und Häuser der Adeligen, welche stets eine dem Chnum geweihte Kapelle besitzen, in der der Hausherr die Opfer ausführt und mit der Familie, seinen Knappen und Bediensteten den Gottesdienst hält. Vor dem Jahr des Feuers wurde ein großer Chnumtempel für ganz Silur geplant und sein Bau vorbereitet. Viele Adelige hatten gespendet, um die heilige Stätte zu beginnen, doch wurde die Baustelle und alle Vorbereitungen durch den Sieg der Finsternis zunichte gemacht. Ein Neubeginn wird erst in vielen Jahren möglich sein.

Der oberste Chnumpriester Silurs ist der König des Reiches. Seine religiösen Verpflichtungen nimmt ihm jedoch der Kaplan von Silur, ein zu diesem Zweck bestellter Priester ab. Auch die Chnumreligion kennt verschiedene Kheitara. Die wichtigste ist die des Purpurwidders, in der nachgeborene Adelssöhne in der Verkündigung des Chnumglaubens eine Aufgabe finden.

Die Manuijanreligion[]

Die Lavakinder, die Katary und die Feidra Silurs verehren Manuijan.

Die von Sial und Sima als Hüter des Vulkans Bel- Arad geschaffenen Lavakinder sind eine Rasse von Steinriesen. Durch die Opfer und Gebete die sie dem Gott darbringen verhindern sie die vernichtenden Ausbrüche dieses Feuerberges.

Die Katary, die durch einen Fluch Marlithas in Feuerelfen verwandelt wurden und das Land der Elfen verlassen mussten glauben ebenfalls an Manuijan, seit sie im Goldenen Zeitalter ihres Volkes verstoßen wurden und mit dem Leben in den Wäldern brechen mussten. Heute leben sie unter dem Schutz Manuijans als Schmiede und Krystallbläser an den Hängen des Bel- Arads. Die Religionen beider Volker sind anderswo detaillierter beschrieben. Auf Silur wird diesem Gott kein Tier zugeordnet, vielmehr sind die blauen Flammen des Schwefels und die schwarzen Lavafelsen sein Zeichen.

Hier liegt offensichtlich eine Verwechselung von Manuijan mit Anur vor. Jüngere Gespräche mit verschiedenen Katary und Feidra, welche gleiches von den Lavakindern berichten ergaben, dass diese drei Elfenvölker keineswegs Manuijan, den Herren des Verzehrenden Feuers sondern die Feuerzwillinge Anur und Pura verehren. Manuijans Wirken werden vom Volke auf Silur die vielen Anzeichen des untermyranischen Feuers zugeschrieben.

Religionen, denen in Silur mit Sympathie begegnet wird[]

Die Grewiareligion, die Paranareligion, die Purareligion[]

Diese drei Göttinen gelten auf Silur als Töchter Denas und werden mit ihr zusammen verehrt. Eigene Priester haben diese Göttinen nicht. Sie werden von eigenen Kheitara angebetet, die sich auch der Heilkunst und der Suche nach Weisheit widmen. Es gibt ein Katzenorakel der Grewia in der Provinz Callen, welches sich besonders beim einfachen Volke großer Beliebtheit erfreut. Der Göttin Pura ist auf Silur nicht der Tiger sondern die Eidechse heilig.

Die Genealogie der Götter nach den religiösen Lehren Silurs unterscheidet sich deutlich von der etablierten Genealogie nach Fra Martinus. Grewia, Parana und Pura wurden im ersten Jahrhundert nach Pondaron von den Münder Denas neben Borgon und Norto als Denas Söhne als Töchter Denas offenbart. Sie wurden mit Sterblichen zu Eltern weitere Götter. Inzest gibt es deswegen im Stammbaum der Götter nach Silurischer Überlieferung kaum. Eine Offenbarung kann kein Priimat gegenüber einer anderen Offenbarung haben, sonst sind beide wertlos. Deswegen werden beide Genealogien auf Silur akzeptiert und der resultierende Widerspruch hingenommen. Mit der gewachsenen Hoffnung auf Frieden mit den Dunkelelfen Ersors gewinnt Parana neue Gläubige.

Die Seekerreligion, die Thagothreligion[]

Beide Götter werden auf Silur gleichgesetzt und von einigen hochgelehrten Weisen der Hochschule von Silur verehrt. Von Zapheles, dem Magier Silurs wurde gesagt, er habe Visionen von Seeker / Thagoth empfangen. Insgesamt ist die Bedeutung dieser Götter auf Silur gering.

Hier hat sich auf Silur die myraweite Sichtweise, dass Seeker und Thagoth unterschiedliche Götter sind seit dem Exil durchgesetzt.

Die Nortoreligion, die Noryttonreligion[]

Diese Götter werden in einigen Küstenstädten angebetet. Priester aus dem Ausland und fremde Kaufleute machten sie populär. So schlossen sich viele Händler diesen Religionsgemeinschaften um der Vorteile willen, die sie sich in anderen Ländern vom Bekenntnis zu diesen Göttern erhofften an. Der Kheitara des Wales vom Schweren Muthe gehören viele Nortogläubige an, die Kheitara des grauen Delfins nimmt nur Noryttongläubige an, die nachweisen können, mindestens fünf verschiedene Hauptstädte besucht zu haben.

Der Barde Rattengift berichtet, Nupliten hätten an der Küste Callens missioniert. So ist es denkbar, dass diese Sekte der Nortoreligion, welche statt seiner Nuplas, den Großen Wal und durch ihn alle Wale verehrt, hier Angehörige hat.

Die Dondrareligion[]

Einige Matrosen der Flotte Silurs glauben an Dondra.

Die Jaffnareligion, die Mannanaunreligion, die Zamnaitreligion[]

Diese drei Religionen haben keine Bedeutung und keine Anhänger auf Silur, sie sind nur wenigen Gelehrten bekannt.

Für erhebliche Aufregung sorgten im Jahre 420 n.P. die Aussagen von Glimmerstrak Fjordahl, dem Celeb- da- Dena Silurs zu Mannanaun auf dem Priesterkonzil von Ranimara. Nach intensiven Gesprächen mit Priestern verschiedenster Religionen, darunter auch einem Mannanaun- Priester der Schwarzen Flotte sprach er unter Berücksichtigung des Tar-Eim-Krang den Gläubigen Mannanauns das Recht zu einen Versuch zu unternehmen ihren Gott zu befreien und stellte es dem Reich Silur frei diesen Versuch durch die Gewährung von Landungsrechten zu unterstützen. Diese wurden gewährt, aber von der Schwarzen Flotte nie in Anspruch genommen. Nach wie vor gilt aber das oben gesagte - die Mannanaunreligion hat auf Silur keine Bedeutung.

Religionen, denen in Silur neutral begegnet wird[]

Die Artanreligion, die Borgonreligion, die Horcanreligion, die Kandyreligion[]

Diese Religionen sind in Silur nicht verbreitet. König Brandur von Silur förderte eine Zeit lang die Artanreligion, ohne jedoch Erfolg zu haben. Während Borgon und Horcan immerhin auf Silur eigene Feiertage geweiht sind, ist die Göttin Kandy nur wenigen Weisen bekannt.

Die Borgonreligion befindet sich in Silur im Aufwind. Die sehr beliebte Kronprinzessin Reiji aus Borgon- Dyl macht sie im Volke populär.

Religionen, die in Silur abgelehnt werden[]

Die Anurreligion, die Orphalreligion[]

Beide Religionsgemeinschaften sind in Silur unerwünscht. Es gibt jedoch keine Verbote, solange die Kulte ihre Handlungen im Verborgenen ausführen. In den Jahren vor der Zeit des Feuers soll sich eine Gruppe von Orphaljüngern den Freuden dieser Gottheit hingegeben haben und auch die Roben der Anurgläubigen fallen gelegentlich in Silur auf.

Hier gilt entsprechend das oben zu Manuijan gesagte, Anur und Manuijan wurden wohl verwechselt, Anur als Gott von Katary, Feidra und Lavakindern zählt zu den geförderden, Manuijan zu den abgelehnten Religionen

Religionen, deren Ausübung in Silur verboten ist[]

Die Anrashreligion, die Pottundyreligion, die Religion der Schwarzen Mutter, die Sethreligion, die Xnumreligion[]

Die Ausübung dieser Religionen ist auf Silur verboten. Von ihren Anhängern begangene, von ihren Priestern organisierte Taten zum Schaden Silurs sind nachgewiesen. Während vor der Zeit des Feuers auch Gläubige dieser Religionen tolerant behandelt wurden, solange sie keine Gesetze brachen, steht seit den Schäden, welche die Finstermächte Silur zugefügt haben auf Ausübung dieser Religionen die Strafe der Verbannung und des Einzugs des Vermögens. Besucher, welche sich zu diesen Religionen bekennen, dürfen Silur nicht betreten, seine Häfen von ihren Schiffen nicht angelaufen werden. Gläubige der Finsterkulte gibt es auf Silur nicht, weil die Silurer glauben, dass die Götter nach dem Tode ihre Gläubigen in ihrem jeweiligen Jenseits versammeln, keine verlockende Aussicht für die Anhänger dieser Glaubensgemeinschaften.

Die Kur- Tulmakreligion[]

Diese Religionsgemeinschaft ist in Silur nicht bekannt, nur wenige gelehrte wissen von ihrer Existenz.

Religionen, deren Anhänger auf Silur verfolgt werden[]

Die Marlilithreligion[]

Anhänger dieser Gottheit erwartet auf Silur der Tod. Die Feidra fordern die Auslieferung aller Marlilithgläubigen wegen der Verbrechen, welche die Göttin an ihnen und allen Elfen begangen hat. Jene, die ihr nicht abschwören werden hingerichtet.

Religionen der Götzenanbeter und der Dämonengläubigen[]

Auf Silur sind keine Anhänger bekannt. Die Machtlosigkeit dieser Wesen gilt als erwiesen, ihre leeren Versprechen erfüllen mit Abscheu. Im Übrigen gelten für Gläubige von Götzen und Dämonen die im Kapiten über die verbotenen Religionen gesagten Dinge.

Fazit: Die Verehrung des Pantheons[]

Auch wenn unter den Menschen Silurs Dena und Chnum meistverehrt, unter den Feuerelfen Anur und Pura alleine verehrt und ihre Religionen die Förderung des Reiches Silur erfahren wird doch beinahe jeder Gott des Lichten und Neutralen Pantheons auf Silur verehrt, mit in Kheitara organisierten Religionsgemeinschaften, als persönlicher Gott vieler oder einzelner Gläubiger oder als angerufener Helfer in besonderen Notlagen.

Diese Praxis soll durch den Bau eines großen Pantheontempels gefördert werden, in dem selbstverständlich Dena und Chnum als Göttereltern und Götter der Mehrheit des Silurischen Volkes eine herausragende Stellung einnehmen werden. Die Verehrung aller Götter im gemeinsamen Hause soll von den etablierten Kirchen der Götter angeleitet und organisiert werden. Keineswegs ist die Erschaffung einer neuen Pantheonreligion als Konkurrenz zu den etablierten Kirchen gewollt. Viel mehr soll der Pantheontempel Haus aller Götter, Kirchen, Priester und Gläubigen sein.