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Tag des Ludur oder Ludurtag - Vierteljährlicher Feiertag in Urkambarland auf Kiombael


Freizeitvergnügungen Bearbeiten

Es war ein wundervoller sonniger Sommertag in Dannitch, der Metropole des Freibundreiches Urkambarland. Dieser ganz spezielle Tag war ein Feiertag zu Ehren des Gottes Ludur, welchem von allen Göttern in Urkambarland die größte Verehrung zu Teil wird. In Urkambarland wurde stets viel gespielt und gewettet, aber an diesem Feiertag, der einmal in jedem Vierteljahr stattfand, erreichte die Spiellust einen Höhepunkt. Auf dem Marktplatz der Stadt fanden die öffentlichen Gerichtsverhandlungen statt und zahlreiche Einwohner und Besucher, von denen viele extra zu diesem Zweck angereist waren, wetteten auf den Ausgang der Verfahren, bei denen es grundsätzlich um das Leben der Angeklagten ging.

Zwanzig durch Losentscheid ermittelte Einwohner des Landes durften als Richter an den Verfahren teilnehmen. Über eine Vorrichtung, welche die höchste technische Errungenschaft des Landes darstellt, waren die Teilnehmer mit dem Galgen verbunden, auf dem der Angeklagte bereits mit dem Hals in der Schlinge stand. Im Laufe der Verhandlung beurteilten die Richter laufend die Schuld der Angeklagten und variierten dazu durch zufügen oder wegnehmen von Steinen eine Waage. Die Gesamtzahl der Waagen standen durch eine Übersetzung mit einer Sperre an der Klappe des Galgens in Verbindung. Hatten sich die Richter ausreichend von der Schuld des Angeklagten überzeugt und dem durch Auflegen von Steinen Ausdruck verliehen, löste sich die Sperre der Klappe am Galgen und der somit Verurteilte fiel zappelnd in die Tiefe. War er nicht verurteilt bis er selbst, der Verteidiger und der Ankläger keine weiteren Argumente vorbringen konnten oder der Feiertag vorbei war, galt er als unschuldig und konnte seiner Wege gehen. Wegen der letzten Regelung waren spätere Termine sehr beliebt, andererseits ist dann auch die Stimmung der Richter erfahrungsgemäß nicht mehr allzu gut, besonders wenn es noch keinen Schuldigen gegeben hatte.

Die Wetten gingen nicht nur über das Urteil selbst, sondern auch über die Dauer der Verhandlung, die über eine Sanduhr sorgfältig registriert wurde. Sehr beliebt war auch, auf den Richter zu wetten, der den entscheidenden Stein legt.

Die kürzeste Verhandlung ereignete sich im Jahre 413 n.P. als der Angeklagte bereits hing bevor auch nur ein Wort gesprochen hatte, weil er vor aller Augen auf den Boden gespuckt hatte. Die längste war ein Jahr später als der allererste Angeklagte am Mittag begann, alte Epen zu rezitieren und damit die Richter bis zum Abend unterhielt, wodurch keiner auf die Idee kam auch nur einen einzigen Stein aufzulegen. Böse Gerüchte behaupteten, er habe sein Verbrechen nur auf Grund einer Wette um sein Leben begangen, ein Verhalten welches unter echten Urkambarländern als unsportlich galt, da ein Nichtmitspieler als Opfer erforderlich war.
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