Das Banner Tharlans mit der Flamme des Nerus Chemnos, made for Myra

Tharlan - Halbinsel im Klados des Grünen Meeres im Machairas von Karcanon.

Zu Beginn des 5. Jh. n.P. hatte die Purpurne Bruderschaft fast die gesamte Halbinsel unter ihre Kontrolle gebracht und in verschiedene Strategien aufgeteilt. Sie war somit wesentlicher Bestandteil des Helionischen Seebunds. Nach dem Zerfall des HSB im Jahr des Feuers wurde Tharlan ein Dukanat der Purpurnen Bruderschaft unter Dux Nerus Chemnos, der Tharlan von der Hauptstadt Chaireddia aus verwaltete.

Bei der Zerschlagung der Purpurnen Bruderschaft wurde Tharlan Vizekönigreich als Teilreich von Antharlan, das Vizekönig Anian Turcas für den Kaiser und König Bofri regierte, bevor er selbst König Antharlans wurde. Siehe Antharlan.

(Karte 3,6,7+8)


DIE THARLANISCHE HALBINSEL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein kurzer Überblick - von Olybian im Drachenmond im Jahr des Drachen


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Ob die Tharlanische Halbinsel — auch Halbinsel von Tharlan genannt - ihren Namen von dem riesigen Wald an ihrer Diktyonseite hat oder ob vielmehr der Wald nach der Halbinsel benannt wurde, ist heute nicht mehr mit Sicherheit zu sagen.

Es gibt eine alte Sage der Meerleute, noch der der Held Tharlan, kurz nach der Ankunft der Meerleute in dem Wald ein schreckliches Ungeheuer mit zwei Köpfen und drei Schwänzen besiegt haben soll. Durch eine Hinterlist des sterbenden Geschöpfes fand schließlich auch Tharlan den Tod.

Bei den Bergstämmen erzählt man allerdings anderes. So soll die Halbinsel der aus der Weiten See ragende Rücken der riesigen und uralten Drachenschildkröte Tharalanis der Weisen sein. Bei einzelnen Stämmen gibt es auch noch andere Erzählungen. Wie dem auch sei, sowohl die Halbinsel, alsauch der Wald - Forst - tragen den Namen 'Tharlan'.

Die Halbinsel ist sehr ausgedehnt. Vom Kap der Speere, in der Strategie Rhemis, bis zur Burg Rasapha, in der Strategie Esbis, erstreckt sie sich Über etwa 1 200 hellenische Atrons. An ihrer breitesten Stelle, vom Silan Archipel in Yorsi bis zum Kap Aralan in der Strategie Nona, misst sie etwa 700 helionische Atrons. Ihre Küste Ist dabei unregelmäßig geformt, mit vielen Buchten und Flußmündungen.

Die Halbinsel ist an drei Seiten von Wasser begrenzt. Im Bathron von der Weiten See, in Hachelrcs vom Greifengolf und der Enge von Zalit und in Diktuen vom Grünen Meer. An der Landseite wird sie von der ehemaligen Strategie Algal, zeitweise Thumgai, und den Reich Ataris begrenzt.

Seit den Jahren 405/406 n? wurde sie vollständig von der Purpurnen Bruderschaft beherrscht. Auf der Halbinsel leben drei Völker friedlich zusammen. Im äußersten Machairas, sowie an den Diktuonküsten und landeinwärts leben Helionen.

An der Bathronküste leben die Stämme der Meerleute und in dem hügeligen bis bergigem Land dazwischen die Bergstämme (wie die Ureinwohner der Halbinsel verallgemeinernd genannt werden, die sich vor den, vom Wasser kommenden, Helionen und Meerleuten in die unzugänglicheren Regionen zurückzogen.

Die Bergstämme Tharlans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unsere Beschreibung wollen wir gemäß dem Alter der verschiedenen Völker beginnen. Das älteste Volk sind unzweifelhaft die Bergstämme. Sie leben ln dem zentralen, fast durchwegs hügelig bis gebirgigem Hochland der Halbinsel. Früher lebten ihre Stamme auch an den Küsten, doch dies war bereits vor Pondoron.

Die höchsten Ketten der Berge liegen im Lychnos, einzelne Berge sollen Uber zwei helionische Atrons hoch sein. Die sonstigen Gebirgszüge erstrecken sich bis in die Strategie Bainur, in Höhe von etwa 1 1/2 Atron. An größeren Hochebenen gibt es nur das Hochland von Esbis. Die Flüsse des Hochlands fließen in die Weite See, und in den Greifengolf ab. im Ophis der Craupius Höhen entspringt, die chalkidische einer ins Crüne Meer Der längste Fluß ist der Granius, der Ebene durchfließt und im Macheiras von Clialkis ins CrUne Heer mündet. Einige Cebiete sind oberirdisch abflußlos, so daß sich je noch Wasserverhältnissen entweder Sümpfe wechselnder Ausdehnung bilden oder Seen von schwankender Größe. Man findet auch heute noch ausgedehntere Hochwälder, aus Erzählungen und Funden weiß man aber, daß es früher sehr viel größere Wälder gegeben haben muß (eine Sage der Tukrer berichtet, daß einst die gesamte Halbinsel von Wald überzogen war).

Zu den Bergstämmen zählen die folgenden, sie leben vom Hachairas bis in den Lychnos. Die Agraier, Lusonen und Apreianten in der Strategie Bainur. Wobei es auch im Bathron von Noma Dörfer der Lusonen gibt. Die Nervesen und Tukrer in der Yorei, auch leben Nervesen in Noma. Die Idever und Aredonen in der Strategie Chalkis ober auch im Lychnos von Noma (Iderer) und im Diktuon von Esbis (Aredonen). Die Brenonen, Selviren, 0s3apier, Gaoaler und Godonen in Esbis Wobei einige Brenonen auch in Chalkis, sowie Aredonen in Esbis leben.

Die Menschen dieser Stämme sind vom gleichen Schlag: Braunhäutig, mittelgroß, meist dunkelhaarig und von kräftiger Gestalt. Sie leben in kleinen Dörfern, wo sie Ackerbau, vor allem aber Schafzucht betreiben. Aus der Wolle der Schafe verstehen sie es, hervorragende Stoffe zu weben. Für ihre Textilherstellung sind die Bergstämme Tharlans in gesamten Herrschaftsgebiet der Bruderschaft bekannt und gerühmt.

Jeder Stamm wird von einem Stammeskönig geführt. Doch trotz dieses eindrucksvollen Titels, verbirgt sich dahinter eigentlich nur eine Art Ältester oder Dorf Vorsteher . Nur da3 er in Gegensatz zu diesen eben nicht nur einem Dorf, sondern dem gesamten Stamm vorstellt. Von den Stamaeskönigen wurde in früheren Zelten auch die Außenpolitik der Stamme, den anderen Stämmen gegenüber, geleitet. Seit der Eingliederung in die Bruderschaft, haben sie nur noch innere Angelegenheiten der Stämme (Rechtssprechung, religiöse Dinge usw.) zu erledigen. Bei Angelegenheiten die auch andere Stämme betreffen, Fragen von Weiderechten oder Wasserstellen, das abhalten von Märkten oder Festen, treffen sich die betroffenen Stammeskönige, die Dorfältesten oder -Vorsteher, mit dem entsprechenden Strategos der Bruderschaft. Dieser fällt dann, nach gemeinsamer Absprache, die Entscheidung.

Die Bergstämme betreiben in bescheidenem Umfung auch Bergbau. An einigen Stellen gibt es im Hochland Erzadern, die knapp unterhalb der Erdoberfläche verlaufen. Dort schürfen meist Dorfschmiede und ihre Gehilfen. Das gewonnene Erz verarbeiten sie in ihren Dörfern zu Gerätschaften und Waffen für den eigenen Bedarf. Einige dutzend Schmiede verarbeiten das Erz zu Barren und liefern diese entweder direkt oder über Zwischenhändler nach Chalreddia, Chalkis oder in eine der anderen Burgen der Bruderschaft.

Auch Gold und Silber werden in bescheidenem Maße geschürft. Gold kommt dabei vor allem in den Flüßen Issorion, Griphos und Cranius vor. Auch diese Vorkommen reichen, ähnlich wie Kupfer, das in Bainur gewonnen wird, gerade für den persönlichen Bedarf und den kleinen Tauschhandel mit reisenden Händlern oder auf Markten, aus. Die Bergstämme haben den Ruf, etwas roh und barbarisch zu sein. Jüngere Söhne treten gern den Heeren der Bruderschaft bei, wo sie meist im Vortreffen oder im Ersten Treffen kämpfen. Nicht selten kehren sie verhältnismäßig wohlhabend zurück (wenn sie zurückkehren), können sich dann große Schafherden leisten und werden dann meist Vorsteher ihrer Dörfer.

Im Großen betrachtet, führen die Bergstämme ein recht eigenständiges Leben. Sie zahlen ihre Abgaben an die Strategoi, verzichten auf Kriegs- oder Raubzüge gegen die anderen Stämme (was sie frUher gerne und ausdauernd taten), anerkennen den Strategos, bzv. Archon, als Obersten Richter und als FUhrer im Krieg. Dafür mischen sich die Strategoi nicht in die inneren Angelegenheiten der Stämme - es sei denn, sie werden als Richter dazu aufgerufen — und schützen die Stämme vor Angriffen von außen. Die Herrschaft der Bruderschaft hat den Stämmen Frieden und damit einhergehend auch Wohlstand gebracht.

Die Helionen von Tharlan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Grünen Meer, vom Diktuon, kamen die Helionen. Sie leben im Macheirns und im Diktuon der Strategie Bainur, ln der Strategie Rhemis, im Diktuon von Noma und Chnlkis. In Chaireddia und seiner Umgebung leben ebenfalls viele Helionen, aber diese kamen erst mit der Gründung der Stadt hierher. Die erstgenannten Helionen leben hier schon seit der Zeit des Helionischen Reiches. Sie behaupten von sich aber, sie lebten schon seit der Zeit vor Pondnron an den Küsten und wären mit der Macht des Helionischen Reiches ins Binnenland vorgedrungen. Vom äußeren gleichen die Helionen den Menschen der Bergstämme sehr. Auch sie sind brnunhäutig, dos braun ist allerdings ein wenig heller, jedoch nicht no hell, wie bei den Meerleuten. Haarfarben sind vor allem braun und schwarz und olle möglichen Mischungen. Es gibt ober auch Rot- und Blondhaarige, allerdings sind diese selten. Im Durchschnitt gesehen, sind die Helionen hochgewachsener und schlanker als die Bergstämme. Von der Statur her den Meerleuten vergleichbar. Wenn die Helionen möglicherweise früher einmal in Stämmen zusommengelebt haben, auf der Halbinsel taten sie dies nie. Die Helionen leben in größeren, volkreichen, Dörfern. Ihre Häuser sind durchwegs aus Stein erbaut. Meist sind sie auch von steinernen oder hölzernen Wällen umgeben. Die Dörfer wählen ihre Vorsteher, etwas hochtrabend *Dorfethnarch* (a1so Dorfherr) genannt, selbst. Ihm steht der Dorfrat zur Seite. Er setzt sich aus den wohlhabenden und angesehenen Männern der Dörfer zusammen.

Es gibt auch ausgedehnte Landgüter und Großbauern, die auf ihren Latifundien Getreide anbauen. Bekannt für ihre ausgedehnten Landgüter sind vor allem die Helikonische und die Chalkidische Ebene. Dort wird soviel Getreide angebaut, daß die Ernte nicht nur für die Ernährung der Menschen auf der Tharlanischen Halbinsel ausreicht, nein, es wird auch noch auf die Inseln ausgeführt.

Die Diktyonhänge der Craupius Höhen sind dagegen bekannt und geschätzt wegen des hervorragenden Weines, der dort angebaut wird. Genannt seien hier nur, unter unzähligen Sorten, der Moinos und der grüne Eiswein, der an den Hängen des Uthr angebaut wird. Als Weinbauern, meist ebenfalls große Güter, aber auch viele Kleinbauern hoben - für den Eigenbedarf - ihren eigenen Weinberg, findet man stets Helionen. Die Bergstämme halten im allgemeinen nicht viel vom Weinbau. Wasser und Milch erhält der Gast bei ihnen - und sie verstehen es, ein hervorragendes Bier zu brauen!

Der Weinbau in der Strategie Chalkis wird in so großem Umfang betrieben, daß auch er weit über den Eigenbedarf hinausgeht und ausgeführt werden kann. An den Küsten des Grünen Meeres, die von der Bruderschaft beherrscht werden, ist er überall wohlbekannt und geschätzt.

Für ihren Holzreichtum ist die Strategie Noma bekannt. Dort liegt auch der große Forst von Tharlan. Von Aixon im Thysias bis zur Chalkidischen Ebene im Lychnos misst er etwa 400 Atrons, die Breite beträgt an keiner Stelle viel weniger als 200 Atrons.

An den Rändern des Forstes befinden sich viele Landgüter, die sich auf die Holzgewinnung spezialisiert haben. Da man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und da es fUr die Bruderschaft lebenswichtig ist auch in Zukunft genug Holz zu haben (man erinnere sich an die Erzählungen, nach denen in früheren Zeiten die ganze Halbinsel von Wald bedeckt gewesen sein soll), werden die Bäume im Forst aber nicht einfach planlos gefällt und weggeschafft, nein. Nein, auf den Holzlatifundien werden pro Jahr nur eine bestimmte Anzahl von Stämmen (abhängig von der große der Latifundie) geschlagen. Genau die eineinhalbfache Menge der geschlagenen Bäume muß dann neu gesetzt werden. Auf den Holzlatitundien wird also nicht einfach nur Holz geschlagen, grob zugeschnitten und dann an Händler verkauft oder an die Märkte geliefert, es werden aus Baumsamen neue, kleine Bäumchen gezogen, die dann angepflanzt werden. Viele ältere Latifundien schlagen bereits seit einigen Jahren kein neues Holz mehr, sondern sie schlagen die vor zehn bis zwanzig Jahren (je nach Baumart) angepflanzten Bäume.

Der Ablauf von Pflanzug und Fällung funktioniert zwar noch nicht völlig perfekt, aber die Einsicht bei den Latifundienbesitzern, sich nicht selbst das Wasser abzugraben, indem man den Forst völlig vernichtet, hat sich weitgehend durchgesetzt. Außerdem existiert bereits seit der Zeit Artaur Cheanos ein entsprechendes Gesetz. Auf Mißachtung stehen Strafen bis zum Einzug des Besitzes, der Latifundie, des Schuldigen, Doch ich weiche zu sehr in Einzelheiten ab. Soll dies doch nur ein kurzer Überblick sein.

Die Helionen an den Küsten der Bucht von Rhemis und von Chalkis ernähren sich vom Fischfang und von der Verarbeitung des Fisches. So wird Fisch getrocknet oder geräuchert. Es wird eine Art öl wonnen, aus Knochen und Gräten werden Schmuckstücke oder kleinere Werkzeuge (Nadeln u. ä.) hergestellt, In Chaireddia betreiben Helionen große Faktoreien, in denen Cebrauchsgüter wie Geschirr, Öllampen, Töpferwaren aber auch RUstungsprodukte wie Waffen und Rüstungen hergestellt werden. Die Besitzer dieser Faktoreien sind meist aus Helion eingewandert, als Chaireddin die Stadt gründete, die seinen Namen tragt. Wenn man bei der Bruderschaft überhaupt von einem Volk sprechen kann, das in derselben dominiert (von der Anzahl, nicht von den Fähigkeiten), dann sind es die Helionen - die Nachkommen des Volkes, das einst in Form des Helionischen Reiches Zivilisation und Kultur über das Grüne Meer brachte.

Die Meerleute oder Maynosser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommen wir nun zuletzt zu dem Volk, welches als letztes seine Wohnstätten auf der Halbinsel errichtet hat, den Meerleuten oder, wie sie sich selbst nennen, den Maynossern, den Kindern des Maynos. Die Meerleute kamen in den Dekaden nach Pondaron Uber die Weite See. Aber nach ihren eigenen Erzählungen waren sie, als sie Tharlan erreichten, schon mindestens zwei oder drei Generationen auf der Wanderschaft. Ihre ursprüngliche Heimat liegt weit im Bathron und Uber sie ist bei ihnen nicht mehr viel bekannt, Nach den spärlichen Uberlieferungen, muß der größte Teil ihres Volkes aus Heuchlern bestanden haben, die zwar die Lichtgötter im Mund aber nicht im Herzen führten. Während der aufrechte Streiter Maynos verdammt und fälschlicherwelse des Bundes mit den Finstermächten bezichtigt wurde, konnte der üble Ormandos das Volk knechten und in die Finsternis fuhren. Die Meerleute erkannten dieses Wirken der Finstermächte und entzogen sich durch Flucht. Lange Jahre zogen sie durch fremde Länder und unbekannte Meere. Viele Gefahren mußten sie bestehen und unzählige Legenden und Lieder kUnden von ihrer Fahrt. Doch nirgends ließen sie sich nieder, vielleicht weil sie sich nicht sicher vor den Dämonen fühlten? Vielleicht hatten sie aber auch einfach nur von ihrem Wanderleben genug, als sie sich auf der Halbinsel nieder ließen, den im Grunde sind sie ein seßhoftes Volk.

Wenn es auch viele Erzählungen Uber die Abenteuer während der Wanderung gibt, so ist doch auffällig, daß die Meerleute von der Zeit davor nichts mehr wissen wollen. Dies scheint auch ein Grund dafür zu sein daß sie viele ihrer eigenen Sitten und Gebräuche aufgegeben haben und dafür die Sitten des Volkes angenommen haben, das sie damals auf der Bnthronseite der Halbinsel antrnfen. Und dabei handelte es sich um die Vorfahren der Bergstämme. Ziemlich schnell kam es zu auffälligen Veränderungen. Die Meerleute kamen als geschlossenes Volk. Nach einigen Jahren hatten sie sich aber in Stämme aufgeteilt, die von Stnmmeskönigen geführt wurden und noch werden.

An der Bathronküste der Strategie Bainur leben die Stämme der Eurytnner, Apodoten und Ophioner. In der Yorei leben die Bomaier, die Aithoner und die Arevoker. Von diesen Stämmen getrennt, leben die Peledonen in der Strategie Esbis. Im fruchtbaren Land von Herkyno und Vaykyna haben sie ihre Wohnsitze errichtet. Die Meerleute sind von viel hellerer Hautfarbe als es die Bergstämme und selbst die Helionen sind. Von Größe und Statur allerdings gleichen sie den Helionen sehr. Haarfarben gibt es bei ihnen in großer Vielzahl. Von sehr hellem blond, bis zum schwarz der dunklen Nacht ist bei ihnen jede Farbe zu finden.

Als die Meerleute domals nnlandeten, teilten ihre mächtigsten und angesehendsten Männer dos Land unter sich auf. Jeder dieser Männer scharte dann Gefolgsleute um sich, an die er wieder kleinere Teile des Landes weitergnb. Diese Gefolgsleute gaben dann wieder Teile ihres Landes an ihre Gefolgsleute, die dann einfachen Männern, Bauern zumeist, Teile des Landes zum Anbau von Getreide und anderen Feldfrüchten überließen. Diese Bauern müssen einen Teil ihrer Ernten an ihre Herren obgeben, diese wieder einen Teil an ihre Herren und diese an den Stammeskönig. Es muß sich dabei um ein ähnliches System handeln, wie es in Bagund und möglicherweise in Karalo-Floran üblich ist.

Bereits zu Zeiten des Helionischen Reiches wurden die Stammeskönige zu einer ähnlichen Funktion, nämlich einer rein ideellen, wie es die Stammeskönige der Bergstämme heute sind. Tatsächliche Macht haben sie so gut wie keine. Die Abgaben gehen an die Strategoi der Bruderschaft.

Die Dörfer der Meerleute ähneln denen der Helionen sehr. Allerdings besitzt fast jedes Dorf anstelle einer Umwallung einen Fluchtturm, in den sich bei Gefahr die ganze Bevölkerung zurückziehen kann. Jeweils einige Dörfer sind erblicher Besitz eines Borounes, jeweils einige Boroune bilden die Gefolgschaft eines Grafen, die Grafen unterstehen den Stnmmeskönigen. In Streit- und Rechtsfällen entscheiden die Boroune, wird dos Urteil angezweifelt, kann man sich an die Grafen wenden, wird auch ihr Spruch ongezweifclt, ist der Strategos der Bruderschaft und nach diesem der Archon anzurufen. Jedoch gehen nur wirklich wichtige oder schwierige Fälle Uber den Strategos hinaus. Kommen nämlich Boroun, Graf und Strategos zum selben Urteil, ist die Anrufung des Archon nicht mehr möglich. Aber ich verliere mich schon wieder in Kleinigkeiten.

Die edlen der Meerleute, die Boroune, Grafen und Stammeskönige, leben in kleinen Burgen, meist nur ein Wehrturm und einige Gebäude, in wenigen Fällen von einer Mauer umgeben, an geschützten Stellen. Dies scheint ein Brauch ihrer alten Heimat gewesen zu sein. Die meisten dieser Edlen, oder Adligen, begeben sich jedoch an Stellen, an denen sie durch Kriegskunst, von der sie viel verstehen, zu Ansehen, Reichtum oder Ruhm kommen können.

Bekannt sind die Strategoi Avidus de Marmal, Falkan d'Aran, Tanarus de Valece; die Heermeister Calad de Aslan, Nerion de Yrrkoon, Rainen de Choron, Telipharon de Urmia, Erin de Tara, Decebal de Rhen, Rool de Silva; die Schiffsmeister Dermis de Glaan, Vistan de Tilus, und Larmen de Tulgal. Die Silbe 'de* bedeutet übrigens soviel wie 'von' und steht vor dem Namen des Stammsitzes des betreffenden Edlen.

Die Meerleute leben von Ackerbau und Viehzucht. Sie bauen verschiedene Getreidesorten, Pflanzen, Obst und Gemüse an. Als Haustiere halten sie nicht nur Schafe, sondern auch Rinder, Schweine und verschiedene Geflügelorten. All dies gibt es natürlich auch bei den Helionen, ich erwähne es aber hier aus dem Grund, da es bei den Meerleuten ansonsten nichts spezielles gibt, Holzgewinnung, Bergbau und Handwerk betreiben sie gerade für ihre eigenen Bedürfnisse und die eigenen kleinen Märkte. Sie bringen nichts in einem Umfang hervor, der cs erlauben würde, die Überschüsse an weiter entfernte Platze zu liefern.

Außer für ihre hervorragenden Krieger, die Edlen verstehen sich sehr gut auf den Umgang mit Pferden (natürlich nicht so gut, wie die Antalier), sind die Meerleute deshalb kaum für anderes bekannt. Die Meerleute akzeptieren den Archon der Bruderschaft als Oberhaupt ihrer Stamme. Und da sich die Bruderschaft sonst auch in ihre inneren Belange nicht einmischt, sind sie mit der Eingliederung in deren Herrschaftssystem durchaus nicht unzufrieden.

Wetter auf Tharlan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Abschluß will ich noch das Wetter der Halbinsel erwähnen. Durch ihre Lage zwischen zwei Meeren genießt sie einige Vorteile. Auf der Bathronseite wehen die Winde von der Weiten Sec. Sie bringen Regen und angenehme Kühlung an heißen Sommer tagen. Auch die Winde vom Grünen Meer bringen viel Regen aber weniger kühle Luftströme. So ist es auf der Diktuonseite der Halbinsel immer etwas wärmer als im Bathron. Der relativ häufige Regen macht dos Tiefland recht fruchtbar. Im Hochland ist er nicht ganz so häufig, da die Küstenberge und die Craupius Höhen die Regenwolken zurückha1ten. Da auf diese Weise auch die Winde zurückgehalten werden, ist es vor allem auf dem Hochland von Esbis zuweilen recht trocken. Im Sommer heiß, im Winter kalt. Auf dem Großen Zahn und auf dem Uthr und vor allem in den Mondbergen kann man in fast jedem Winter mit Schnee rechnen. Im Tiefland kommt er allerdings fast gar nicht vor.

Wer jetzt noch mehr oder genaueres erfahren will, der sei auf mein Buch 'Beschreibung der Landschaften am Grünen Meer' verwiesen. Es ist bei jedem guten Buchhändler in Chaireddia, Nova Helion, Chalkis oder Caldun erhältlich.

Olybian, im Tewet 412 nP

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