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Träume

„Auf deiner Brust schaukelt das Dreieck des Traumamuletts. Es wird nicht mehr als ein Erkennungszeichen sein, aber es kann dich nicht schützen. (...) Auch der Traumhändler Thoker, einer deiner Gegner - er wird sich am Ende deines Weges deinen Waffen stellen. Vergiß indessen, daß dein Verstand, dein Wissen und die Erinnerungen an das, was du »mein früheres Leben« nennst, sich noch lange nicht zu einem Ganzen zusammengefügt haben. Ilfa und die fast wirklichen Träume von Fronja - und das Kind, das ihr gehabt haben könntet. Was aber ist Traum, was Wirklichkeit? Lasse dich nicht ablenken. Erhebe deine Augen nicht zum Himmel, an dem die Monde ihre geistesverwirrenden Tänze und Figurationen ausführen, leuchtend in unterschiedlichem Licht.“

Shaya: My165

Seit gegrüßt werter Leser. In diesem Pergament werdet ihr den wahren Grund erfahren, warum wir Träumen.

Hinweis: Dieser Abschnitt ist aus der Sicht eines Bewohners von Myra geschrieben und daher notwendigerweise subjektiv.


Es ist ganz klar und erscheint auch vernünftig, sobald man es erst ein mal Verstanden hat. Jedes Kind weiß das Priester mit Ihren Göttern in Trance, einem Schlaf ähnlichen zustand, reden. Diese Trance ist eigentlich nichts weiter als von den Priestern herbeigerufener Schlaf ! Sie Träumen also, wenn sie mit den Göttern reden. Ja, werden sie sich jetzt fragen, aber warum träumen dann auch andere Menschen ? Das will ich ihnen erklären ! Wenn ein Gott, ein mächtiges, großes und von vielen auch verehrtes Wesen, mit etwas so kleinem und im Vergleich zu einem Gott auch so unwichtigem Wesen wie einem Menschen redet, hören ihn auch andere. Es ist fast so, als würde man versuchen, mit einem großen Felsbrocken nur das Zentrum einer Bogenzielscheibe zu treffen. Ein guter Werfer wird das Zentrum zwar treffen, kann aber kaum verhindern das er den Rest der Scheibe auch trifft ! So passiert es, das wenn ein Gott mit einem Priester redete, Menschen träume bekommen ! Wir können diese nur nicht verstehen, weil wir normalen Menschen dazu nicht die richtige Ausbildung erhalten haben. Nicht so wie ein Priester also. Ein Priester versteht es klar und deutlich was sein Gott ihm sagt, doch für uns andere ist es wie eine Sprache aus einem fernen Land, wir hören sie zwar, verstehen sie aber nicht. Und deswegen sage ich, träumt der Mensch !

Geschrieben von Jusuri al Neda, Philosoph und Gelehrter 402 n.P.


Anhang: Dieses ist das letzte Werk von Jusuri al Neda, bevor er besoffen vom Dach seines Hauses sprang um so den Menschen zu beweisen, das man nur feste daran glauben muß um zu fliegen. Nun, sein Glaube wahr schwächer als der Boden auf den er auftraf !

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