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Vamos dal Grachez - HER

Soweit bekannt letzter Herrscher der Inquisition auf Ysatinga.


Attentat auf den Inquisitor: Bearbeiten

Karo (Freie Handelsstadt): In Karo, der Handelsstadt zwischen Scyrenia und dem Auge der See, traf in diesem Mond mit großem Gefolge Vamos dal Grachez, der Inquisitor höchstpersönlich, mit einem großen Aufgebot an Schiffen aller Größen ein. Da er seine Ankunft weit im voraus angekündigt hatte, hatten sich nicht nur Karos regierender Rat, sondern auch Abgesandte der verschiedensten Reiche am Hafen eingefunden, um den gefürchteten Anführer der „Inquisition“ genannten Organisation einmal in eigener Person zu Gesicht zu bekommen.

Während das legendäre Flaggschiff, dessen Größe in den Geschichten durchaus nicht übertrieben wurde (sagte jemand, der dabei war), mit einer Schutzflotte aus Kriegsschiffen zwei Meilen vor der Stadt vor Anker ging, lief der Inquisitor mit einer weiteren Begleitflotte aus etwa 30 der gewaltigen Inquisitionsschiffe in den Hafen ein. Währenddessen stiegen vom Flaggschiff einige Flugwesen auf und näherten sich der Stadt. Etwas später konnte man sehen, daß es sich um eine Art kleine Drachen handelte, die gepanzerte Reiter trugen. Der Inquisitor, gefolgt von 24 seiner Gardisten, verließ nun seine Flotte. Dicht hinter diesen folgte ein in schwarze Roben gekleideter, großer Mann mit einer gewaltigen Axt und stumpfen blinden Augen, der dennoch ging, als könne er sehen, und an seiner Seite ein Wesen, das man am besten als dreifach-großen Tiger bezeichnet. Während der Inquisitor sich dem Begrüßungskommittee zuwandte, schien der Exorzist - denn das war der Mann mit dem großen Raubtier - mit blinden Augen die versammelte Menge zu mustern. Dabei umspielte ein herablassendes Lächeln seine Lippen. Dann machten sich Gardisten und Führer der Inquisition auf zum Tempel des Gottes Norto.

Als sich zwei Tage später der Inquisitor nach einem Treffen mit dem regierenden Rat wieder verabschieden wollte, geschah das Unglaubliche: Er stand bereits wieder an Bord seines Schiffes und gab den Befehl zum Ablegen, als einer in der Menge vortrat und eine schwere Armbrust hob. Mit den Worten „Nieder mit dem Tyrannen!“ ließ er den Bolzen fliegen.

Jeder konnte sehen, wie der Bolzen den Inquisitor traf - und glatt durchdrang, ohne Schaden anzurichten. Sofort waren die Gardisten zur Stelle, drängten die Menge zurück und hatten den Attentäter augenblicklich festgenommen und aufs Schiff geschleppt, wo sich der Inquisitor ihm zuwandte. Mit leiser Stimme fragte er: „Woher kommt Ihr? Wer hat Euch beauftragt?“

„Niemals werde ich Euch das verraten!“, knirschte der Attentäter und versuchte vergeblich, sich aus dem Griff der Gardisten zu befreien.

„Ihr solltet lieber die Wahrheit sagen“, sagte da der Exorzist, der unmerklich herangetreten war. „Es könnte sonst unangenehm werden für Euch - sehr, sehr unangenehm.“ Es war das erste Mal, daß er sprach. Seine Stimme klang betrügerisch sanft. Ohne daß man irgendetwas anderes hätte sehen können, schrie der Attentäter plötzlich auf und begann sich auf dem Boden zu winden. „Noch einmal,“ sagte der Inquisitor, „Woher kommt Ihr?“

„Wir werden Euch vernichten! Gra-Tha N'My ist stärker!“, rief der schmerzgepeinigte Mann mit letzter Kraft, bevor er bewußtlos zu Boden sank. „Danke“, sagte der Inquisitor, und es war unklar, an wen das Wort gerichtet war.

„Schafft ihn fort...“

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