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Vanx-o-Riten - Volk

Die Vanx-o-Riten sind die Ureinwohner der Kernregion der Provinz Vanxor des Reiches von Caranar. Ihr Name setzt sich aus den Bestandteilen »vanx« - »sanft« und »riter« - »Kralle« oder »Dolch« zusammen. Die Vanx-o-Riten wurden von einigen früheren Chronisten als Stammesverwandte der Colteken betrachtet, sehen sich selbst aber seit je her als eigen­ständiges Volk und verfolgen in ihren Stammesmythen ihre Geschichte bis auf die Zeit vor der zhaketischen Fremdherrschaft zurück.

Ihre Hauptsiedlung Vanxor, heute Sitz der Provinzverwaltung von Vanxor, bestand bereits vor Ankunft der P'nan'ara, wenn sie auch erst von diesen zu einer bedeutenden Stadt und Festung ausgebaut wurde. Sie liegt in einer weiten und fruchbaren Talsenke, umgeben von zwei bis zur Meeresküste reichenden Ausläufern der Schwertberge, auf mehreren Hügeln am Ufer eines im Sommer seichten, zur Zeit der Schneeschmelze in den Bergen aber reißenden und von Treibgut trüben Flüßchens, Trong genannt. Der Alte Hafen am Fuß der Hügel ist längst von diesem Geröll zugedeckt, der (nun auch schon einige Generationen alte) Neue Hafen liegt einige Meilen von der Stadt entfernt an einer engen, doch tiefen Meeresbucht am Rande des Mündungsdeltas des Trong.

Das Siedlungsgebiet der Vanx-o-Riten umfasst neben diesem zentralen Tal die umgebenden Ausläufer der Schwertberge und die Küstenebene bis fast nach Draskon hin; in den Schwertbergen leben sie oft Seite an Seite mit den Dörfern der Moyteken.

Nach dem Anschluss an das Imperium von Caranar gab es anfangs viele Probleme zwischen den alt­eingesesse­nen Familien der Vanx-o-Riten, die eine matrilineare Erbfolge praktizierten, und den patriarchali­sch orientierten P'nan'ara, doch im Laufe der Zeit arrangierte man sich miteinander, und es entstand die für die Provinz so typische Mischkultur. Diese zeigt sich auch daran, dass viele P'nan'ara die Angewohnheit der Vanx-o-Riten übernahmen, i- und e-Laute (seltener auch a-Laute, so sie in der ersten Silbe vorkommen) in Namen von männlichen Kriegern zu verschleifen; in der geschriebenen Form werden sie durch Apostrophen ersetzt, sobald die Jungkrieger Mannesreife erlangt haben. Nach wie vor verabscheuen die P'nan'ara aber den Brauch der Vanx-o-Riten, bei Kriegerinnen die a- und teils auch u-Laute ebenso zu behandeln: denn eine Frau mit einem Schwert in der Hand erscheint den meist traditionellen Angehörigen der Kriegerkaste immer noch als unkeusch.

ReligionBearbeiten

In jedem etwas wohlhabenderen Vanx-o-Riten-Haushalt ist die Hausherrin zugleich die Hüterin des Hausaltars, der in einem eigenen Raum im »Herzen« des Hauses steht, durch eine Schiebetür mit der traditionellen Wohnküche verbunden, die der Treffpunkt der Familie und nur der Familie ist – Fremde haben hier keinen Zutritt.Für den Empfang und die Bewirtung von Gästen haben die besseren Bürgerhäuser daher zusätzlich einen Gästesalon. Wirklich hochherrschaftliche Anwesen verfügen zudem neben der Wohnküche – die nur selten zum Zubereiten von größeren Mahlzeiten genutzt wird – noch über eine große Küche, die zur Zubereitung der Hauptmahlzeiten dient. Die beiden Herde teilen sich aber den zentralen Kamin, der zugleich über Luftkanäle bei Bedarf als Zentralheizung dient. Teilweise - das gilt insbesondere für näher zu den Schwertbergen gelegene Anwesen - ist zusätzlich noch ein Kachelofen im Gästesalon oder im Bereich der Schlafzimmer angeschlossen.Bei weniger wohlhabenden Familien entfällt die zweite Küche, und sie teilen sich weniger Räume. Der Gästesalon ist hier meist die weite Eingangshalle, von der alle anderen Räume abgehen, außer den für Fremde verbotenen Herzräumen des Hauses, die Wohnküche und der Hausaltar, die nur über einen Vorraum erreichbar sind, in dem sich üblicherweise Wascheinrichtungen befinden.
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