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DIE GESCHICHTE VOM HABICHT UND DEN HOHEN Bearbeiten

In Freundschaft Philanthus Elwyndas gewidmet


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Wie sie es oft zu tun pflegten, trafen sich auch an diesem warmen Frühlingsabend einige junge Elfen, um sich ln der Gemeinschaft zu unterhalten. Für den heutigen Abend hatte Timia Feinstich die Rolle der Gastgeberin übernommen. Sie hatte eine der unteren Plattformen Ihrer Wohnkeraune mit Blumen geschmückt, hatte überall welche Moospolster verteilt und sie hatte einen Krug Ihrer bekannten und beliebten Holunderbeer- Traumnussweinmischung bereit gestellt. Eben war sie noch dabei, an den verschiedenen Plätzen kunstvoll geformte, alte, Steinbecher abzustellen, die Ihr Ihr Gefährte, Dairon Kleehaar, aus dem Wohntalan zugeworfen hatte. "Das war, glaube Ich, der letzte," rief der Elf mit den kurzen Haaren, "wenn noch mehr benötigt werden............." "Nein, nein," Tlmla winkte fröhlich ab, "wir haben genug, Ich glaube, die ersten kommen bereits. Komm runter und hilf mir bei der Begrüßung." Geschickt kletterte der junge Elf an einer geflochtenen Strickleiter hinunter. Gerade rechtzeitig, um die Gäste zu begrüßen.

Da war Veran Starkhand, für einen Elf recht stämmig gebaut, mit seinen 145 Lenzen der älteste der Gruppe, Bannerherr der Pappel und als solcher würdig in seinem Auftreten. Doch heute abend kam er nicht als Krieger. Er trug nur einen leichten Überwurf der bis auf die Mitte der Oberschenkel fiel, dazu einen ledernen Gürtel und ebensolche Sandalen. Am rechten Oberarm trug er einen goldenen Schmuckreif, an dem eine Vogelfeder befestigt war. Er hatte zwei seiner Gefährtinnen mitgebracht, die Schwestern Caria Federkleid und Veliara Grasfuss. Beide sahen sich überraschend ähnlich - mit Ihrem blonden, lockigen Haar und der schlanken, hohen Gestalt, um die Betrachter noch mehr zu verwirren, hatten beide das gleiche, kurze, am unteren Saum gezackte, Kleid angezogen. Sie waren überhaupt nur dadurch zu unterscheiden, daß Caria an einer goldenen Kette einen grünen Smaragd und Vellana an einer silbernen Kette einen roten Feueropal um den Hals trug.

Die drei wurden von Tlmla und Valron freudig begrüßt, man half Ihnen auf die Plattform und der Wein wurde eingeschenkt. Inzwischen entzündete Valron eine fein durchbrochene Lampe, aus weichem Stein geschnitten, und hängte sie über der Plattform in die Zweige des Baumes. Sie verströmte ein warmes, goldenes Licht, dessen die Elfen in der Nacht zwar nicht bedurften, da sie auch ohne Licht im Dunkeln gut sehen konnten, dessen gehaltvolle Atmosphäre sie aber nicht missen mochten. Nun kam eine ganze Gruppe von Gästen, die sich wohl unterwegs begegnet sein mußten, denn man hörte sie schon von weitem lachen und schwatzen. Es waren die junge Elwy Wildtanz, noch ln Ihrer braunen Jägerkluft vom Tage, Ihre Freundin Setha Lichtfang, ln ein vieltes, weißes Kleid, mit schwarzen Verzierungen bestickt, gehüllt. Sie war eine Schülerin Mikelias, der Baumwahrerin und Heilerin der Aldar und pflegte diese £n ihm etwas auffallenden Kleidung gerne nachzuahmen.

Dazu kamen noch Dart Steinhorn und seine Lebensgefährtin, Pierry Mondstein. Beide trugen Wildlederhosen und Halbstiefel aus demselben Material, dazu ein weites, boleroartiges Oberteil mit Fransen - er in gelb, sie in grün. Dart trug vorsichtig ein kleines, tönernes Gefäß.

In der Mitte dieser Gruppe liefen zwei die unübersehbar zusammen gehörten. Der Elf trug eine eng anliegende, dunkle Hose, die er in die sandfarbenen Stiefel gesteckt hatte. darüber ein über der Brust offenes, helles Hemd, das er über der Hose trug, von einem ledernen Gürtel mit feinen Brandverzierungen gehalten. Um die Stirn hatte er ein einfaches Band geschlungen, das seine braunen, leicht gelockten Haare zurückhielt. Seine grünen, mit vielen goldenen Funkten gesprenckelten, Augen blickten liebevoll auf die kleine, zierliche Elfe, die er mit einem Arm umschlungen hatte. Das weißhaarige, schlanke Mädchen unterhielt sich angeregt mit Elwy und Setha und schüttelte immer wieder lachend den Kopf. Sie trug ein kurzes Kleid aus vielen zusammengenähten Lederresten, sie hatte es selbst geschneidert und trug es in unbeschwerten Stunden, in denen es meist lustig und fröhlich herging. Um die schlanken Hüften hatte sie einen geflochtenen Gürtel geschlungen, an dem ein kleines Täschchen befestigt war. Die beiden waren - Keyar Sternenauge und Tamilan Sternenfeuer - erkannte Lebensgefährten, doch frei und unbeschwert, wie es junge Elfen in diesen Tagen zu sein pflegten. Die Neuankömmlinge kletterten behende auf d±e Plattform und wurden laut begrüßt.

"Arojah euch alle und besonders euch beiden, Keyar und Tamilan. Schön das ihr mal wieder bei uns hereinschaut, meist seit ihr ja allein unterwegs, in letzter Zeit," fügte Timia mit einem schelmischen Lächeln hinzu. Keyar und Tamilan schauten sich kurz an.und lächelten dann beide. "Ich habe Tamilan viel von euch erzählt, Gefährten meiner Jugend," meinte Keyar versonnen, "und von unseren Festen und Tänzen und von unseren Liedern und Erzählungen, für die wir in ganz Elfheim bekannt sind. Ja, und da wollte sie auch unbedingt an unseren Abenden teilnehmen, stimmts, kleiner Weißkopf?" Tamilan schnaubte durch die Nase. "Eichenblatt und Nesselstich! Du kannst mich ja gern Weißkopf nennen, wenn du unbedingt willst, aber klein bin ich nicht!" sagte sie in gespieltem Arger. "Oh, nein," rief Keyar lachend, "du bist größer als ich." Damit hob er sie hoch und hielt sie einen Moment oben. "Aahh!" schrie er plötzlich überrascht und setzte sie schnell ab. "Du hast mich gezwickt, kleine Wildkatze." "Ja," lachte nun Tamilan, "die Katze läßt nur mit sich spielen wenn sie es auch will." Und Keyar und die anderen Elfen stimmten in ihr heiteres Lachen ein.

"Kommt, " rief Timia, "setzt euch doch und probiert den Wein. Ich habe diesmal mehr Holundenbeeren genommen. " Wähnend sich die Elfen auf dem Moos niederließen, füllte Valron die Steinbecher. "Wo sind denn Mikelia und Enar?" fragte Elwy plötzlich, "wir können doch nicht ohne sie beginnen." "Hmm," Keyan blickte sich suchend um, "hat einen von euch Twch-yr gesehen? Wenn er in Elfheim jemand gibt den weiß wo Mikelia ist, dann Twch-yr. Manchmal glaube ich, er hat sich ein neues Opfer ausgesucht, das von ihm "bewacht" wird. Arme Mikelia," setzte er schmunzelnd hinzu. Plötzlich gab es ein klirrendes Geräusch. Das kleine Tongefäß, das Dart mitgebracht hatte, war umgeiallen und zerbnochen - und aus den Scherben anbeitete sich ein nasser und vor sich hin murmelnder Twch-yr henaus. "Wurzelzahn!" rief Dart überrascht, "eigentlich wollte ich dir eine erfrischende Essenz für den Wein mitbringen, Timia, aber jetzt..." Der Fliegewichtel hatte sich inzwischen aus den Trümmern befreit. Etwas unsicher auf den dünnen Beinchen stand er da und krächtzte: "Hochding macht gut Süsswasser. Schmeckt Twch-yr."

Die Elfen lachten und Keyar meinte: "Na, du Naschkatze, wo sind denn Mikelia und Enar? Du bist doch sonst kaum von ihr zu trennen." Der kleine Wichtel reckte sich und begann seine bunten Schmetterlingsflügel zu putzen.

"Ah, Schönwelcheh Hochding und Kühnhochding gehen spazlenen. Sie sagen, wollen allein sein. Viel spnechen. Aaahh, langwellig." Bei diesen Worten war Twch-yr, immer noch mit dem reinigen seiner Flügel behchäitlgt, weitergelaufen. Die Beine Tamilans hatte er natünllch übensehen und die Elfe dachte nicht danan, sie wegzuziehen. Es kam wie es mußte. Twch-yr stolppente prompt and rollte auf dem Boden umher. Schnell griff Tamllan zu und erhaschte den Bewacher. "Nein, nein Wllddlng will Twch-yn etwah tun, helit, helit, liebe Hochdingen," jammente den Kleine. "Buntillegen,” hagte Tamllan mit haniten Stimme, "Ich will dln doch gan nlchth böheh. Wanum maght du mich eigentlich nicht?" Sie gab Ihn inel und Twch-yn blieb mlßtnaulhch aui Iknen Handiläche hltzen. Vonhlchtlg gnlÜ die Elie ln dah Tähchchen an Ihnem Güntel und bnachte ein paan WAldbeenen zum Vonhcheln. "Maght du?" inagte hie und lächelte den Fllegewlchtel an. Enhtaunt nlß Twch-yn den Mund aui. "Oh, ach.. Goldweiß Hochding hat Beenenhühh iün Twch-yn. Goldweiß Hochding vielleicht nicht böhe? Hat mächtlgeh Hochding, glücklich gemacht. Goldweiß auch glücklich!" Vamlt gnlü en hlck mit helnen winzigen Händchen eine den Beenen und biß henzhait hinein. "Wunzelzahn! Endlich! Und Ich dachte hchon, Ihn wändet euch nie mehn ventnagen, " heuizte Keyan enineut und gab dem kleinen Wichtel einen Stoß, ho daß en aui den Moohboden hpnang, um heln Mahl dont iontzuhetzen. 9 « 7 --O V, J jä

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Tamllan schaute, meinte sie leise. Keyan mit großen, plagenden Augen an, "Sehn gut,11 nickte den Hochkönig. Eigentlich könnten wIji ja an^angen, wenn Mlkella und Enan nicht mehl kommen," meinte Venan, "was machen wln heute?" "Oh, wanum tanzen wln nicht einmal wleden," schlug Elwy von, sie wan danln ganz vennannt und tnug Ihnen Beinamen "Wlldtanz" sehn zu necht. "Win haben es schon lange nicht mehn getan und Ihn macht es doch auch genn." "Ja, das stimmt schon, Elwy," gab Keyan zögennd zu, "aben du weißt Seit Boten die Nachnlcht gebnacht haben, daß Caeny gelang engenommen wunde, von Menschen genne. Ich mußte Immen an sie denken. Nicht heute abend." Und ln seine Augen tnat ein tnaunlgen Schlmmen. "Oh, nicht tnaunlg, Hochding," Twch-yn nappette sich vom Boden au£, "Twch-yn wind £ün Hochdingen singen. Schön slngdn, laut und leise singen." Und ehe einen den El^en etwas sagen konnte, begann en mit seinen hohen Stimme zu zwltschenn: "Gut?" doch Sie tanzte doch auch so V La, la, la, la, la, la, lo., la, la, la, la, la, la, la, Hochding, Weichding hlen und dont \ liebes Hochding geh nicht £ont singt und spnlngt und tanzt und lacht Hochding Immen viel Fneude macht Vnum auch genn bei Hochding bin ja das Ist nach Twch-yn1s Sinn la, la, la, la, la, la, la.... \Jellana begann plötzlich ln die Hände zu klatschen und gelstesgegenwäntlg dteleri die andenen mit ein. "Ah, Twch-yn. Vas wan hennllch," log Tlmla, "das mußt du unbedingt Mlkella und Enan vonsingen - sie wenden begelstent sein." "Ja?" meinte den selbstennannte Bewachen, "Feinhochding hat necht. Twch-yn singt schön. Schönweich Hochding muß hönen. Komme wleden." Und mit diesen Wonten schwang sich den Wichtel ln die Lu^t und ilattente lelchz wie ein Blütenblatt davon. "Blttennüssel" sagte Keyan, "das wan knapp. Ich kenne sein Lied. Es hat noch acht Stnophen." Vle andenen Elften stöhnten au£. "Na, Mlkella wind sich ineuen, {alls Twch-yn sie finden wind," meinte Plenny, "aben bis en sie gefunden hat............." "Keyan," sagte Elwy, "wenn wln schon nicht tanzen können, dann mußt du uns eine Geschichte enzählen, aus alten leiten, als Myna noch jung wan," und Ihne Augen glänzten dabei. Ven junge Hochkönig übenlegte etwas und nickte dann, "In ondnung, Ich wende enzählen. Aben zuenst, Tlmla, gieß die Bechen wleden voll." Wähnend die Gastgebenin die Bechen mit Ihnem Getnänk füllte, machten d^e andenen El^en es sich enwantungsvoll au£ den Moo4- ^ 2% polstenn bequem. / v ~o iS <H fei % f® Auch Tamllan streckte sich aus und legte, Ihren Kopf ln Keyars Schoß. Ver Eli begann mit Ihrem feinen Haan zu spielen und beide strahlten sich an. Vle anderen Elfen lächelten, als sie die beiden so sahen. "Keyar,” erinnerte Vart, "wolltest du uns nicht etwas erzählen?” "Wie?” fuhr den, Angesprochene überrascht auf, nach ja, natürlich,” er unterdrückte ein schuldbewußtes Lächeln und fuhr fort, "Ich erzähle euch die Geschichte vom Habicht und den Hohen, so wie die Vrulden sie min, einst erzählt haben.1’ "Einst, als Myra noch jung war und die Hohen sie oft besuchten, da gab es einen Habicht, einen sehn, großen Habicht - den. gnößte den. jemals auf Myra gelebt hat. Viesen, wan. so groß, daß den. Schatten seinen. Flügel zwei Bäume verdunkelte, wenn en. über den Wald folg. Zum Glück für die Kinder Aene’s war dieser Habicht gut und freundlich zu allen die Ihn kannten. Aber der Habicht war nicht nur groß, er war auch sehr mächtig. Sobald er ein bestimmtes Lied anstimmte, versammelten sich alle anderen Hablchte der Umgebung um Ihn, um sich mit Ihm zu beraten. Mit einem anderen Gesang konnte er jede Regenwolke, die ^tltfXslch am Himmel zeigte, einfangen und zu sich holen. Es heißt ^ &KP&°g<ir, daß er ein bestimmtes Lied hatte, das Mäuse und Kanin- ’.-s/ 7/ chen direkt ln seine Fänge springen ließ, wenn er lef über der Erde kreiste. Er war ln der Tat ein sehr mächtiger Habicht. Ä Vles kam auch daher, daß er nicht das Llebllngstler eines Hohen, , sondern ein Bote Aene’s an die Hohen gewesen war. Er war nicht (£>^ von den Hohen geschaffen und daher zeichneten Ihn mannigfache Begabungen aus und er war geschätzt und geliebt bei den Kindern Aene’s. < Und so beschloßen die Hohen eines Tages, Ihm ein besonderes Lied zu verleihen, mit dem er sie selbst herbeirufen konnte, So groß waren die Liebe und die Achtung die sie für Ihn hegten. Um dieses Lied richtig singen zu können, mußte er zuerst eine runde Hütte bauen, die groß genug war, um Ihn und all die anderen Tiere, die er zu seinem Gesang elnladen wollte, zu umfaßen. Weiterhin mußte er einen ganz besonderen runden Altar errichten, an dem er besondere Vlnge aus den Mineral-, Pflanzen- und Tierreichen zu hinterlegen hatte. Ebenso trugen Ihm die Hohen auf, Aene seinen Vank abzustatten, bevor er jenes Lied anstimmte um den Hohen dafür zu danken, daß er Ihre Kraft mit Ihnen teilen durfte. An einem Sommertag beschloß er nun, dieses Lied zu singen und traf alle Vorbereitungen, die die Hohen Ihm auf getragen hatten. Er lud einige Habichte, einen Adler, zwei Raben, einen Geier und einen Seeadler ln seine Hütte ein. Sie nahmen seine Einladung an, und als der Gesang beendet war und die Hohen erschienen waren, verließen sie alle die Hütte mit dem Wissen, daß sie durch das Vernehmen dieses Gesangs eine besondere Kraft erhalten hatten. Ver große Habicht aber hatte bemerkenswerte Kräfte erhalten und konnte von nun an mit einer einzigen Berührung seiner Flügel sogar die tiefsten Wunden seiner Frzunde hellen. Auch hatsein Weitblick zugenommen und die Kraft seiner Schwingen.

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• (* % vJ ji) ...— Abe* mit dem Ausmaß an Knaft, daß en jetzt besaß, wunde den gnoße Habicht ganz und gan nicht fentlg, und anstatt allmongendllch wie geheißen Aene meinen Dank abzustatten, venkündete en fnech: "Ich bin den mächtigste allen Habichte! Ich bin den gnoße Kalk an Kalka." Dies sollte heißen, Bnlngen des Blitzes. Keney den zu jenen Zelt noch die Geschicke Wyna*s selbst venfolgte, schaute diesem Tnelben eine Welle geduldig zu ln den Hoffnung, daß sich den Habicht wleden an seine Anweisungen en- Innenn wiinde. Aben nichts denglelchen geschah. Im Gegenteil, den Habicht wunde Immen dnelsten. Seine alten Fneunde bestimmte en dazu, Ihm nun zu dienen. Sie mußten Ihn an bestimmten Plätzen venehnen und sie mußten Ihm Opfengaben danbnlngen. Die geschlcktenen mußten vensuchen gnoße Abbllden seinen selbst zu schaden und sie sollten sich von diesen Abblldenn nledenwenfen und Ihn um Gnade bitten. En selbst nesldlente auf einem hohen Baum, den einen den ältesten auf Wyna zu sein schien. En nelchte weit ln die Wolken des Himmels und als den Habicht Ihn zum ensten Wal gesehen hatte, da meinte en, dies wäne die Leiten den Hohen zu Aene. Und da dies ln seinen Jugend geschah, flog en nicht mehn zu diesem Baum Bedachte Ihn mit heimlichen \/ enehnung , ^ fij&Voch als den Stolz und die (ibenhebllchkelt ln Ihm ubenhand ■ l4//]l%nahmen, da spnelzte en seine Flügel und spnach: "Jeden Baum <mf Wyna hat eine Knone. Wanum sollte ausgenechnet diesen Baum keine haben? En Ist nun besondens hoch, weiten nichts. Aben en genau nichtig fün mich. Hlen will Ich nahen und die Gefälligkeiten meinen Untentanen entgegennehmen, luenst vensuchten einige Tlene Ihm zu wledenspnechen. Doch als en seinen alten Fneund, den Adien, mit einem Blitz zu Boden stneckte und als en mit dem Rauschen seinen Schwingen, seine klelnenen Bnüden, die Habichte, zun Ende schleudente, da wollte Ihm niemand mehn entgegentneten. Und da die andenen Tlene nicht mit den Hohen ln Kontakt tneten konnten, gab es niemand an den sie sich um Hilfe hätten wenden können. Doch Aene honte und sah all dies und en bewahnte es sich wohl auf. Im danauffolgenden Sommen beschloß den gnoße Habicht das Lied den Hohen enneut zu singen, um noch mehn Knaft zu enhalten. En glaubte, daß en jetzt so mächtig wan, daß en sich nicht danum kümmenn bnauchte, eine Hütte zu bauen öden die Vonbeneltungen zu tneffen, die Ihm aufgetnagen wonden wanen. Ja, en kümmente sich nicht einmal mehn danum, Aene öden den Hohen seinen Dank danzubnlngen. Diesmal lud en auch keine Tlene ein, nein, en befahl allen Tlenen Wyna*s zu enschelnen und Zeugen zu wenden, wie sich seine Wacht enneut enhöhen sollte und wie en *e-cne Hennschaft üben diese Welt antneten wollte. En stimmte sein Lied auf den Knone seines Baumes an; putzte und plustente sich nun umsomehn auf, je nähen die Hohen, schelnban, henankamen. Doch es wanen nicht die Hohen. In einen gnoßen, dunklen Wolke, so enzählen die Vnulden, nähente sich Ihm Aene selbst. Plötzlich schoß ein Blltzst nahl aus jenen Wolke henaus und ging 'ssy V \ 0# 7 YJt* ln dem Augenblick, alb en die Spitze belneb Flügelb benühnte, ln einem Flammenball au&, um ebenso plötzlich, mit dem Habicht zu entbchwlnden, bevon Ingendelnem den. andenen Tlene ein Leid zuge^ügt wunde. Sie alle blickten venwundent um blch und tnauten Ihnen Augen nicht. Ven Habicht abtn £and blch ln den Wolke wleden und um Ihn henum wan eine Macht, gnößen alb en ble je begnel^en konnte und en wußte, en bpünte die Anwebenhelt Aene'b. "Habicht," bagte plötzlich eine Stimme, "du wanbt zu übenhebllch. Vu habt vengeßen deinen Dank abzubtatten. Vu habt die lenemonlen mißachtet, die dln anventnaut wonden wanen. Vu habt die wlnkllche Quelle deinen Kna^t aub den Augen venlonen. Vu habt deine Fneunde geknechtet und getötet, wenn ble dln wledenbpnachen. Vu blbt eb nicht went, mein Bote genannt zu wenden. Vu habt die Hohen dunch den Mlßbnauch Ihnen Gaben beleidigt und da^ün wind dln ab heute keinen mehn mit Liebe und Achtung begegnen. Vu bollbt Ihnen ab heute dienen. Vu wlnbt ein gnoßen, btattllchen Vogel bleiben, aben du wlnbt dunch deinen Gebang niemand mehn bezaubenn können. Von nun an wenden die Hohen dich nu£en. Wann Immen blch einen von Ihnen au^macht, um belne Anbelt zu vennlchten, wlnbt du \mlt Ihm gehen. Und damit deine Eitelkeit nicht wleden ubenhand ^Jl&nlmmt, wlnbt du btehtb hinten Wolken venbongen beln. Kelneb 'ry 77n Bptxmelnen Klnden boll dich behen. Nun einigen Wlbbenden wlnbt du <L*’* beltbame Wolken^onmatlon enbchelnen, und andenen alb ieunlge^\^J^ Gebtalt, die vom Blitz gebcha^en wunde. Nun jene, die einen behn klanen Blick haben, wenden dich alb /£ dab enkennen, wab du blbt: alb den Vogel deb Feuenb, den Boten ^ Aene*b. Geh nun und diene jenen, die du venletzt habt, blb du die Fneudtn kennengelennt habt, die danaub enwachben können, demütig zu dienen und blch belneb Vlatzeb Im Unlvenbum zu beblnnen.? Und bo kam den Habicht wleden au£ Myna. Kleinen zwan alb zuvon, doch noch Immen wanen einige belnen Gaben enhalten geblieben. Und mit Ihnen hellte en die venletzten Tlene und hal£ Ihnen wenn ble ln Not genaten wanen. En diente auch den El^en und Menbchen. Voch die letztenen venbtanden belne Gaben nicht zu nutzen. So jagten ble Ihn und bnachten Ihn dazu, iün ble zu jagen öden ble enbehlugen Ihn mit Knütteln und bchmückten blch mit belnen Fedenn. Und bo wand den Habicht von belnen gnöße, von den Spitze belneb Baumeb, henabgebtoßen, denn übenhebllchkelt und Machthungen kühnen zu keinem guten Ende." Keyan bchwleg und die Elften venhannten eine zeltlang ln Stille. Vab goldene Licht den Lampe wani Schatten auf die liegenden und bitzenden Gebtalten. Vle Vunkelhelt wan längbt henelngebnochen und dab Häubchen den Baumknonen wan dab einzige Genäubch dab zu honen wan. Vle Tlene deb Waldeb lagen Im Schlag, die Vögel nuhten und auch die melbten Aldan hatten blch zunückgezogen. Nun dann und wann klangen Telle von Lledenn dunch die Zweige öden wehte den Wind eine lubtlge, leibe Mublk henüben. Sgl "Ach," leufzte Elwy, ” ei muß ke.KKt4.ck lein, fliegen zu können. Ute. den Habicht leine Knehe üben dem Wald zu ziehen.” Sie bnach ab und Ihne Augen vennleten, daß ile mit Ihnen Gedanken wett weg wan. Tamllan gekaute zu den Stennen empoK und veniuchte ile zu zählen abeK KeyaK beugte lieh von, io daß ile den Nachthlmmel nickt mekK lehen konnte. En tackelte ile glücklick an, senkte meinen Kopf zu IkK keKab und IkKe Lippen beKühKten lieh kuKz abeK zäKtllck. ”Sollen wln gehen? Ei ht ichon ziemlich ipät,” fKagte eK teile. Tamllan nickte müde und Klcktete lick auf. Sie gähnte henzhaft und ichaute die andeKen an. ”Ei ht wlnkllch ickon ipät,n meinte CaKla zu Venan und IkKeK Schwelten, ”und wollten wIk nickt noch VeK Bannenhenn nickte haltig und zog leine beiden Gefähntlnnen hock. ”Ja, itlmmt, den Schatten dei Waidei und dai Wauen dei See’i, euch allen. Nächitei mal vielleicht bei uni odeK am SllbeKnen See. Ich wüKde auch geKn wledeK einmal tanzen, KeyaK?” und eK ichaute den Hochkönig fnagend an. Vielen biß lieh auf die Llppen und ichwleg einen Augenblick. \”Caeny wände nicht wollen, daß wln uni Ihnetwegen io viel jfrAI&Songen machen. Sie ht eine Knlegenln, die die Gemahnen die Ihn R^dnohen wohl kennt,” lagte Plenny. Sie halle Ihnen Lebemge- ^Jjr&ähnten umichlungen, ah könnte en Ihn von leinen Knaft abgeben. Und Vant nickte auch zu Ihnen Wonten und blickte Keyan die Augen. Schließlich nickte auch den junge Hochkönig, en ichluckte ^ ichwen und lagte: ”Ihn habt neckt, Fneunde. Caeny wäne die letzte die um die Eneude am Elfentanz nehmen wollte. Gut,” leine Geltalt itnaffte lieh, ”belm nächiten Hai wollen wln wleden tanzen - fün Caeny und die andenen.” En wandte lieh an Tamllan. ”Vai wind wleden etwai neuei fün dich lein - ein Elfentanz. Vle Rundohnen glauben, dal unien Tanz ”magheh” ht. Hahl Wal whien die ichon? Fneue dich danauf, kleine, ääh entichuldlge, Tamllan.” Vle zlenllche Elfe venzog den Hund, lächelte aben dann doch. Inzwhchen wanen \Jenan und leine Gefähntlnnen benelti aufgebnochen. Auch Elwy und Setha venabichledeten lieh genade. Vant hatte die Schenben lelnei kleinen Topfei elngeiammelt. En betnachtete ile und ichüttelte mißmutig den Kopf. ”Blttennüiiel” munnte en, ”venipleltei Wichtelvolk.” En blickte auf: ”Tnotzdem wan ei ein ichönen Abend, danke euch allen.” En gab Tlmla einen flüchtigen Kuli, dnückte Valnon die Hand und nickte Tamllan und Keyan zu. Vann itlegen en und Plenny den Baum hlnunten. ”Ja,” wandte lieh nun Keyan ebenfalh an die Gaitgeben, ”euen Wein ht köitllch und dal Licht eunen Lampe wänmt mein Henz. Tch danke euch beiden auch. Ven Schatten dei Waidei und dal Wallen dei See1i und eine nuhlge Nacht.” Tlmla und Vant lächelten. 9 " 7t V, "Ich triebe d.Lebe Abende, Ich wünbdite ble wüiden ewig wählen,” meinte Tlmla, "auch euch beiden eine gute Nacht.” Tamllan, die schon behi müde whkte, muimelte: "Vielen Vank. Eb wai whkllch bchön, iabt wie ilühel.” Sie veibtummte und tiat mit Keyai an den Rand dei Platt£oim. Del Hochkönig schien übel etwab nachzudenken. "Wab Ibt denn, Keyai? Ich denke, wh wollten gehen?” plagte ble. Diebei bchle.n einen Entschluß gefaßt zu haben. "Gehen? Ich glaube nicht.” Damit nahm ei die übeiiabchte Tamllan au£ b eine Alme und tiat an den Rand dei Platt^oim. "Abei,” bagte die welßhaailge El£e eibchiocken, ”du kannbt doch nicht mit mh zubammen hlnuntei bpllngen. Vab bind doch wenlgbtenb 20 fuß!” ”Wei bagt, dab Ich bpilnge ?” lachte Keyai und tlat übel die Platt^oim. Inbtlnktlv bchloß Tamllan die Augen und waltete au£ den unveimeldllchen fall. Doch dei blieb aubl Voiblchtlg öünete ble die Augen und blickte Jk übeilabcht aui Keyai. 'Wa, Del El{, whkte konzentlleit und langsam schwebte, odei glitt?, jk^ei dem Boden zu. Kuiz bevoi ei Ihn eiielchte, {,log ei noch fip^elnmal höhei und umkielbte den Baum* Tlmla winkte Ihm lachend ^JjT'Dann landete ei und betzte die veiwhite Tamllan ban£t ab. ”ltia..wab, ..wab wai dab? Ibt dab Nagle?” "Ja," nickte Keyai, ”dab wai Nagle. Auch etwab neueb &üi dich. s&y f^-^Wenn eb dh gefallen hat, vielleicht kannst du es auch einmal?” ^ O*' "Ich? Nein, bebtlmmt nicht,” wehite Tamllan ab, eibchiocken zwai abei mit einem behnbuchtbvollen Unteiton. Und doch, dachte Keyai, du kannbt eb, auch wenn du eb noch nicht weißt. Ich habe eb gebpüit, ln dem Noment, alb Ich von dei Platt- £oim abbpiang. Da wai eine Kia^t ln mh, um mich, die nicht allein von mh kam. Du weißt eb nicht, noch nicht. Abei du könntebt eb auch. Zu Tamllan bagte ei bpöttlbch: ”Goldweiß Hochding wild fliegen wie Twch-yi. Nicht lang und Hochding wild können.” Tamllan lachte: "Ach Keyai, dab wäie zu bchön abei eine bo junge Elie wie Ich und Nagle? Ich weiß nicht,” zweifelte ble. "Walten wh eb ab. Die Zelt wild eb unb zeigen,” meinte Keyai. Ei legte einen Alm um die bchlanken Schultern dei welßhaailgen Elie und die beiden veibchwanden Im Schatten deb Waldes, ln den Bäumen wulden die letzten Lampen gelöbcht und ein tleiei Flieden lag über den Wohnbäumen der Elfen.



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