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Vorgestellt von Goldhöping Geinenger, Ulf- da- Echorsa der Finanzkammer Silurs, im Widdermond 441 n.P.

Seit dem Jahre 437 n.P. heißen die Münzen Silurs Oro und Argento, Cupro und Ferro und bestehen aus den Edelmetallen Gold und Silber und aus den gewöhnlichen Metallen Kupfer und Eisen. Eine besondere Rolle nehmen die ebenfalls als Geld verwendeten Großstücke der Feidra ein.

Währung Silurs Übersicht:

1 Talent = 10 Oro

1 Oro = 10 Argento

1 Argento = 10 Cupro

1 Cupro = 10 Ferro

Die Gold- und Silbermünzen Silurs sind Kurantmünzen. Ihr Nominalwert entspricht dem Wert des Metalles, aus dem die Münze geprägt wurde. Sie sind in Silur einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Die Münzen Silurs sind rund und werden in der Münze Silurs in Belfalas unter Aufsicht der Finanzechorsa geprägt. Ältere Münzen verschwinden nach und nach aus dem Handel. Sie werden, wie die meisten ausländischen Währungen auch, für den Edelmetallwert gehandelt und nur mit Abschlägen von Geldwechslern, Handelskheitara und Händlern angenommen oder gegen die neuen Münzen Silurs eingetauscht. Zumeist werden sie eingeschmolzen, gelegentlich werden sie zu Schmuck oder Zierrat umgearbeitet.

König Ragall von Silur und sein Sohn und designierter Nachfolger, Kronprinz Dorim von Silur, haben es abgelehnt, ihr Bild auf Münzen prägen zu lassen. Deswegen sind auf den Vorderseiten Motive aus Silur mit der Umschrift Königreich Silur abgebildet, die Rückseite zeigt die Wertangabe und das Prägejahr.

Die Goldmünzen heißen Oro. Oro werden mit Nominalen von fünf, zwei und einem Oro geprägt. Ihr Münzfuß bestimmt, dass aus drei Unzen Gold zehn Münzen zu einem Oro oder entsprechend weniger Münzen mit höheren Nominalen geschlagen werden. Die Münzen zu fünf Oro zeigen einen Karsk, die Münzen zu zwei Oro eine Hirschkuh, eine Hinde, die Münzen zu einem Oro einen Widder. Im Volksmund werden die Goldmünzen gerne kurz Karsk, Hinde und Bock genannt.

Die Silbermünzen heißen Argento. Auch Argento werden mit Nominalen von fünf, zwei und einem Argento geprägt. Ihr Münzfuß bestimmt, dass aus 3 Unzen Silber 10 Münzen zu einem Argento oder entsprechend weniger Münzen mit höheren Nominalen geschlagen werden. Zehn Argento haben den Wert von einem Oro. Die Münzen zu fünf Argento zeigen eine stilisierte Ansicht des Bel- Arad, die Münzen zu zwei Argento ein Paar Schwäne und bilden so mit dem Motiv der Helmzier ihres Wappens schließlich doch die Herrscherfamilie ab, die Münzen zu einem Argento tragen das Bild einer Flederkatze. Der Volksmund nennt sie häufig Berg, Schwan und Katze.

Die Scheidemünzen Silurs werden aus Kupfer und Eisen geprägt. Ihr Metallwert ist geringer als der aufgeprägte Münzwert. Sie erhalten ihren Wert durch eine Garantie des Reiches Silur, welche jedermann zusichert, dass die Scheidemünzen Silurs jederzeit gegen silurische Kurantmünzen eingetauscht werden. Wie bei den Kurantmünzen werden Nominalen von fünf, zwei und eins geschlagen.

Die Kupfermünzen heißen Cupro. Zehn Cupro sind einen Argento wert. Die Münzen zu fünf Cupro zeigen fünf Basaltsäulen, stellvertretend für die Lavakinder, die Münzen zu zwei Cupro zwei Flammen für die Feidra und Katary Silurs. Auf den Münzen zu einem Cupro ist ein Fabelwesen abgebildet, möglicherweise ein Bleiunaussprechbarer, für die gleichnamige Hohe Kheitara der Schamanen Silurs.

Die Eisenmünzen heißen Ferro. Zehn Ferro sind einen Cupro wert. Die Münzen zu fünf Ferro zeigen fünf Affen für die Hohe Kheitara vom Graulemur der Magier. Auf den Münzen zu zwei Ferro sind zwei Menhire für die Hohe Kheitara von den Steinen auf dem Eiland Eron der Druiden abgebildet. Die Münzen zu einem Ferro zeigen eine Spirale, die Buchen am Stein der Dena für die Hohe Kheitara vom Blauen Mantel Denas der Denapriester stilisierend.

Obwohl sie vorgesehen sind wurden bisher auf Silur keine Sondermünzen zu besonderen Ereignissen oder zur Ehrung herausragender Persönlichkeiten geprägt.

Talente, auch Goldstücke genannt, gelten in Silur nicht als Währung. Sie dürfen im privaten Zahlungsverkehr nicht eingesetzt werden und werden auch nicht als Zahlungsmittel akzeptiert. Eintreffende Talente können in der Flussburg bei einem Wechsler der Finanzechorsa zum Kurs von einem Talent für 10 Oro eingetauscht werden. Auch die Goldmünzen des Kaiserreiches Karcanon dürfen in Silur nicht gehandelt werden und müssen bei diesem Wechsler gegen silurische Goldmünzen umgetauscht werden. Talente und Goldmünzen des Kaiserreiches kehren als Teil der Solidarzahlung Silurs ins Kaiserreich zurück. Als Grund für diese Einschränkung wird allgemein angenommen, dass das Gold und die Goldmünzen des Kaiserreiches dem Gott Chnum heilig sind und jede Manipulation an ihnen ausgeschlossen werden muss, da sie ein Sakrileg wäre.

Außer mit Münzen wird auf Silur mit Großstücken gehandelt. Das sind einzigartige Krystallschmelzarbeiten der Feidra, welche sie im Vulkan Bel- Arad anfertigen. Ihre Herstellung umgibt ein Geheimnis und vermutlich gibt es nirgendwo ähnliche Münzen oder vergleichbare Schätze. Jedes Großstück ist einzigartig und enthält keine Wertangabe. Sein Kurs wird vielmehr zwischen Käufer und Verkäufer individuell ausgehandelt und so ähneln die Großstücke eher Edelsteinen und Perlen, welche man ja mancherorts als Währung benutzt. Tatsächlich sind die Großstücke so schön und selten, dass sie gerne zu Medaillons umgearbeitet werden und außerhalb von Silur sind sie fast ausschließlich als Schmuck bekannt.

Man unterscheidet vier Qualitäten von Großstücken. Die einfachste Qualität ist auf Silur recht verbreitet. Es ist leuchtend bunter Krystall, einfarbig oder von einer Farbe in eine andere verlaufend, in der Größe zwischen einem Fingerglied und einer Handfläche variierend, glatt und der Haut schmeichelnd. In Silur werden sie für einige Argento bis einigen dutzend Oro gerechnet und viele wohlhabende Silurer besitzt einige oder haben zumindest schon eins in der Hand gehabt.

Die zweite Qualität ist bedeutet seltener und wird für einige bis einige hundert Oro gerechnet. Sie zeigt ein regelmäßiges Muster in mehreren Farben, und den Feidra ist es gelungen, Facetten in das harte Material zu schleifen, so dass einfallendes darin Licht gebrochen und vielfältig reflektiert wird.

Die Großstücke der dritten Qualität sind sehr selten. Sie werden für einige bis einige hundert Talente gerechnet. Sie zeigen in ihrem inneren Bilder von Pflanzen oder Tieren, so fein ausgearbeitet, dass jedes Detail zu erkennen ist.

Die überaus seltenen Großstücke der vierten Qualität tragen alle individuelle Namen. In ihnen sind Blumen eingeschlossen, die mit den Jahreszeiten wachsen, blühen und vergehen oder Tiere, die sich entsprechend ihrer Natur bewegen. Ihr Wert wird mit vielen tausend Talenten angenommen.