Yule von Barkan, genannt Regenhexe, ist die Gesandte von Ragall von Silur auf der Reise nach Chnumia zur Absprache des Dämonenkrieges. Martyna von Belgaran beschreibt sie im Widdermond 439 n.P.
Yule von Barkan ist die älteste Tochter von Graf Wissman von Barkan, dem jüngsten Bruder von Ragall von Silur. Es heißt, dass die Bewohner von Haus Barkan mit jeder Generation ein Kind an die Springsteine, den Druide Steinkreis hinter Haus Barkan verlieren, oder auch, dass der Geist des Druidentums mächtig in ihnen wirkt. Auch Yule weihte sich, so wie ihr Onkel Ragall zuvor, dem Druidentum. Von ihrem Vater zu einer Ehe mit einem anderen Adeligen des Argentales bestimmt, verweigerte sie sich dieser Verbindung und floh auf den Kontinent, in den Heiligen Hain der Kaiserstadt Chalkis. Ragall, der seit bald zwanzig Jahren auf dem Kontinent weilte und ihr nie begegnete, erkannte Yule anfangs nicht als Verwandte, während er mit ihr zusammen im Druidenhain lernte. Als sie sich ihm offenbarte, ermunterte er sie, ihre Ausbildung fortzusetzen. Bei seiner Abreise nach Karalo-Floran bestimmte er sie zu seiner Stellvertreterin als Silurische Druidin in Chalkis. Als solche entschied sie, sich der Reisegruppe aus Diplomaten und Gesandten anzuschließen, welche in Chalkis aufgebrochen sind, um nach Chnumia zu reisen, wo der Krieg gegen die Dämonen der Großen Ebene und das finstere Aerinn besprochen werden soll. Prinz Merok, der Sohn von König Ragall und höchster Diplomat Silurs in Chalkis, befand sie für zu jung, so eine Reise alleine zu beginnen, und bat den Orden der Traumritter, ihr einen dort ausgebildeten ehemaligen Nazair Silurs als Begleiter zur Seite zu stellen. Die Wahl des Ordens fiel auf Skag Levsvik, einen alten Kämpfer, der sich Chnum verschworen hat.
Yule von Barkan liebt den Regen, und sie sieht stets nach Regen aus. Ihr aschblondes Haar liegt glatt und matt an, als ob sie gerade aus dem Regen kommt. Ihre Augen zeigen das Grau eines wolkigen Tages. Gewöhnlich trägt sie einen grauen Kapuzenmantel aus schwerem, wasserabweisendem Wollstoff, und auch ihre ausgebleichten Stiefel sind gut geeignet, um auf feuchtem Grund zu wandern. Es mag Teil ihrer Volksmagie sein oder eine Gnade Denas, dass es dort, wo sie sich aufhält, häufiger regnet als sonst – oder es ist ein Aberglaube, weil Yule stets nach Regen aussieht. Ihre Stimme ist leise und sanft und erinnert an das Rauschen eines beständigen Landregens, aber wenn sie lacht, scheint es, als ob die Sonne überraschend durch dichte Wolken bricht. Ab und an sieht man einen Regenparder in ihrer Nähe.
Ihr Pferd auf dem Weg nach Chnumia heißt Telena.
| Baron Nidgren von Archrim | Herzog Dolph von Weswald | Ernestine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Froya von Archrim | König von Silur Ragall *371 | Martyna von Belgaran | Herzog Lindolf von Weswald *383 | Graf Wissman von Barkan *384 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nyra *401 | Dorim *401 nP | Reiji | Merok *404 nP | Baleine | Marana *421 nP | Rif *422 nP | Yule von Barkan | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
- Myra-Fundort: Weltbote 74/S.11